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Sonnenwindkind
30.10.11 [02:54]
Wir, das sind unsere Tochter 10 Jahre (im Februar 11 Jahre), der Papa 34 Jahre und ich, die Mama 32 Jahre. Wir kommen aus Duisburg Süd und sind eine sehr glückliche Familie.
Wenn sich die Welt einzig und allein um uns drei drehen würde, dann würden wir glattweg behaupten, wir hätten, so grob mal drüber geschaut, überhaupt nichts vorzuweisen, was man als ein wirkliches Problem bezeichnen könnte.
Ok, unsere Tochter ist Bettnässer, seit 10 (fast 11) Jahren. Aber eigentlich ist sie viel mehr als das. Sie ist ein tolles Mädchen!
Neben unserem Familienleben (einschließlich aller Verwandten) ist auch ihre Grundschulzeit herrlich verlaufen. Nichts und Niemand hat "unser Welt", so wie sie war und ist aus der Bahn geworfen. Unser Kind ist/war beliebt, hat geliebt und liebt und alle, die es wissen mussten (Klassenlehrerin; Freundinnen; Eltern der Freundinnen) wussten/wissen gut über sie Bescheid. Nicht nur darüber, dass sie ein liebenswerter Mensch ist, sondern auch über die ein oder andere ihrer Schwächen. Eben auch über ihre schwache Blase.
Niemals war das ein Problem! Auch wenn ich als Mutter anfangs meine Sorgen hatte, wie sich ein "Outing" auf den weiteren Verlauf auswirken würde.
Unsere Erfahrungen waren durchweg positiv!
Nun hat sie ans Gymnasium gewechselt und irgendwie haben insbesondere ich das Gefühl, wieder ganz am Anfang zu stehen. Ehrlich gesagt, noch weiter davor.
Alles ist anders.
Die neue Klassenlehrerin ist einige Jahre jünger als ich und diese Klasse ist ihre erste überhaupt. Ihr fehlt also jede Erfahrung, sie sieht und erlebt, man kann es so sagen, das ein oder andere zum ersten Mal (vielleicht hat sie bisher nur von Bettnässern "gehört"?).
Die Grundschullehrerin hat damals nur abgewinkt, als ich ihr von meiner Tochter erzählte und gemeint, das sei nichts, was sie nicht schon x-Mal erlebt hat.
Doch wie wird die Neue damit umgehen, dass ein Kind (und das in dem Alter!!!) ihrer Klasse betroffen ist?
Wie werden ihre neuen Mitschülerinnen damit umgehen, jetzt, wo gerade das Körperliche so in den Vordergrund rückt und man das Gegenüber viel genauer betrachtet, als in Klasse 1, wo problemlos der Schlodder vor der Nase ignoriert und über einen lauten Pups herzhaft gelacht wurde?
Auch ist es ja nicht so, dass man sich schon jahrelang kennt (in ihrem Fall nicht, denn sie besucht einen bestimmten Zweig. Lediglich ein Junge aus ihrer Grundschulklasse hat sich ebenfalls dafür entschieden).
Nun haben wir grad die erste Klassenpflegschaftssitzung hinter uns. Die Atmosphäre war eine völlig andere, als in der Grundschulklasse, viel "angespannter". All diese Eltern haben schon so viel erreicht und haben ganz konkrete Vorstellungen und alle sind mindestens 10 Jahre älter als wir. Was für Erwartungen haben sie an die Freunde ihrer Kinder? Wie reagieren sie wohl auf so einen "Fall", wie unsere Tochter ihn beschreibt? Werden sie ebenso gelassen damit umgehen? Oder wird unsere junges Alter, unsere Mietwohnung und die Tatsache, dass ich nicht berufstätig bin, ihr Bild beeinflussen. Nicht das es heißt: "Mit der spielst du besser nicht, wer weiß, was da Zuhause abgeht?!"
Im Februar steht nun die ersten Klassenfahrt ins Haus, und mich macht die Vorstellung ziemlich fertig, wie es ihr ergehen könnte, wenn die "Sache" ans Licht kommt. Bei sechs Mädels auf einem Zimmer lässt sich ein Windelslip und ein Matratzenschoner wohl schwer verheimlichen.
Ich wünsche ihr so sehr, dass sie eine tolle, unbeschwerte und unvergessliche (positiv) Schulzeit verbringt. Wenn alles seinen Gang geht, dann wird sie acht (lange) Jahre mit dieser Klasse zusammen sein. Ich denke, wenn sie wegen ihrer Schwäche, für die sie ja überhaupt nichts kann, auf Ablehnung oder Schlimmeres stößt, dann wird sie daran zerbrechen. Ich hab sie so lieb und sie hat es nicht verdient, DESWEGEN abgewiesen zu werden, weil sie eben so viel mehr ist.
Was soll ich also tun? Soll ich die Lehrerin unterrichten oder den Dingen unerwähnt ihren Lauf lassen? Wie gehe ich ins Gespräch mit den Eltern, wenn zukünftige Übernachtungen bei Freundinnen anstehen?
Da ich wohl diejenige bin, die jetzt Hilfe braucht, wäre es toll, wenn es hier Menschen gibt, die meine Situation kennen, vielleicht selbst drin stecken oder bereits Erfahrungen gemacht haben und mir wertvolle Hilfestellung bieten können.
Vielen Dank!
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Gabriele Grünebaum
30.10.11 [17:35]
Hallo Sonnenwindkind, rein statistisch ist Ihre Tochter auch in der Schulklasse mit diesem Problem nicht allein. Ich finde es klasse, dass Sie das Bettnässen bislang so gelassen hingenommen haben.
Zwar werden die allermeisten Kinder irgendwann von allein trocken, aber eben nur die allermeisten! 1-3 % aller Jugendlicher und Erwachsener sind das Bettnässen nie losgeworden. Und das ist im Jungendlichen- und Erwachsenenalter wirklich ein Problem.
Man weiß aber auch, dass etwa 15% der jüngeren Kinder 6-7 Tage in der Woche einnässen - bei den älteren Kindern bzw. bei den Jugendlichen und Erwachsenen sind es fast 50%, bei denen das Bettnässen fast täglich vorkommt. Je älter also, umso häufiger ist der Schweregrad sehr hoch.
Je älter ein Kind ist, umso schwieriger ist eine Therapie. Das ist der Grund, weshalb schon den jüngeren Kindern (aber nicht vor dem 5. Lebensjahr) eine Therapie dringend empfohlen wird.
Im Alter von 10 Jahren ist die Therapie schon nicht so einfach. Ich empfehle Ihnen daher, einen Spezialisten aufzusuchen der sich mit der Therapie des Bettnässens sehr gut auskennt.
Wenn Sie hier einen Tipp brauchen, dann melden Sie sich bitte noch mal.
Übrigens: in den allerseltensten Fällen sind seelische Gründe die Ursache des Bettnässens (wenn ein Kind noch nie trocken war) - häufiger jedoch können seelische Probleme die Folge sein, wenn lange nicht behandelt wird und wenn man Pech hat und an unerfahrene Lehrer und gemeine andere Kinder gerät.
Haben Sie denn schon mal über eine Therapie nachgedacht? Oder hatten Sie schon mal eine Therapie begonnen? Was sagt denn der Kinderarzt hierzu?
Mit den besten Grüßen
G.Grünebaum
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Sonnenwindkind
30.10.11 [18:47]
Hallo!
Vielen Dank, für die rasche Antwort!
Wir waren natürlich beim Urologen, da war unsere Tochter etwa 7 Jahre alt (und ihre erste Klassenfahrt in der Grundschule stand an). Dieser hat bei ihr eine Harnstrahlmessung vorgenommen, vorher wurde ein Ultraschall der Blase und Nieren gemacht. Anschließend hat er ihr Nocutil (Tabletten) verschrieben. Hiermit sollten wir eine Therapie starten. Rückblickend gesehen, war dieser Arztbesuch nicht wirklich befriedigend. Wir wurden nicht gut beraten oder wir haben einfach nicht die richtigen Fragen gestellt. Wir wurden jedenfalls "Ohne Befund" entlassen. Er hatte auch nicht verlangt, sie noch mal wiederzusehen.
Zu dem Medikament möchte ich sagen, dass wir das nicht angewendet haben. Mein Mann und ich wollten dann doch nicht hormonell (Desmopressin) eingreifen. Unsere Tochter war mit unserer Entscheidung diesbezüglich, im höchsten Maße einverstanden und hat gerne auf ihre Windelslips zurück gegriffen. Wie gesagt, in der Grundschule war das überhaupt kein Problem.
So wie ich es nun herausgelesen habe, scheint unsere Tochter wohl damit leben zu müssen. Das ist sehr schade und macht mich sehr traurig. Eigentlich möchte ich ihr das gar nicht so sagen.
Vielleicht muss ich noch anmerken, dass meine Cousine bis zu ihrem 11ten Lebensjahr selbst betroffen war. Meine Tante sagte mir, dass es sich ab ihrem (dem meiner Cousine) 11ten Geburtstag von selbst erledigt hatte. Bleibt zu hoffen, dass sie mir damit kein Märchen aufgetischt hat... Meine Cousine selbst angesprochen habe ich nicht. Würde ich mich auch gar nicht trauen.
Die Sache mit der seelischen Komponente beunruhigt mich sehr. Das heißt doch, dass hier irgendetwas nicht rund läuft? Und das eigentlich seit Anbeginn, denn nachts trocken war sie noch nie.
Andererseits muss ich erwähnen, dass unser Kind augenscheinlich überhaupt keine Probleme damit hat. Für sie ist das ziemlich "normal" und genau so geht sie damit auch um.
Wo finde ich denn einen Spezialisten? Ich dachte bisher, ein Urologe sei besagter Spezialist oder ist mit Spezialist ein Psychotherapeut gemeint?
Für weitere Antworten, bedanke ich mich recht herzlich.
Gruß
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Sonnenwindkind
30.10.11 [20:08]
Entschuldigung, ich habe mich verlesen! (war vorhin ein wenig hektisch, hier)
Da bin ich aber beruhigt, dass in den allerseltensten (ich las "allermeisten") Fällen eine seelische Ursache vorliegt. Dann ist wohl auch kein Psychologe mit Spezialist gemeint. Sorry!
Der Urologe, bei dem wir damals waren, ist auch auf Kinderurologie spezialisiert. War da eben nochmals auf der Homepage um ganz sicher zu sein. Vielleicht können Sie uns ja einen kompetenten Arzt in unserer Nähe nennen (PLZ 47259)?
Die Gemeinschaftspraxis, in der wir damals waren, nennt sich "Urologie Berse und Schippel". Aber wie gesagt, wirklich gut beraten fühlten wir uns da nicht.
Vielen Dank!
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Gabriele Grünebaum
30.10.11 [21:52]
Hallo, wurde damals, als Sie Desmopressin verschrieben bekommen haben, ein Blasentagebuch geführt und ausgewertet?
Warum wurde Desmopressin verschrieben? Wenn es verordnet wird, sollte eine engmaschige Zusammenarbeit mit Eltern und Kind stattfinden. D.h. nach 7 und nach 14 Tagen sollte eine Rückmeldung an den Arzt erfolgen und dann, wenn alles gut läuft, noch mal nach 8-10 Wochen, um zu entscheiden, wann ausgeschlichen werden soll.
Desmopressin zählt zwar zu den Hormonen, ist aber ebenso wie Insulin kein Geschlechtshormon. Das verstehen viele Eltern nicht. Es wird bei einer anderen chronischen Erkrankung, der Diabetes Insipidus, ein Leben lang gegeben - daher liegen viele und langjährige Erfahrungen mit diesem Medikament vor.
Richtig eingenommen und richtig ausgeschlichen hat es eine zuverlässige Heilungrate von mehr als 87% - daher lohnt sich der Versuch in jedem Fall WENN zuvor eine Diagnose gestellt wurde und die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.
Wenn das Kind jetzt 11 Jahre ist, brauchen Sie noch nicht verzweifeln! Es ist aber höchste Zeit einen Arzt zu finden, der vertrauensvoll und gut behandelt. In Essen an der Uniklinik ist Frau Dr. Rübben auf die Enuresis spezialisiert - sie hat aber lange Wartezeiten .
Es scheint in Ihrer Familie ja tatsächlich eine familiäre Veranlagung zu geben - das kommt vor.Dies ist ein weiterer Hinweis, dass das Einnässen bei Ihrer Tochter sehr wahrscheinlich keine seelischen Ursachen hat. Gut ist, wenn alle offen drüber reden würden. Dann kann man sich austauschen, fühlt sich nicht so allein und lernt von den anderen und deren Therapien.
Alles Gute
G.Grünebaum
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Sonnenwindkind
30.10.11 [23:40]
Nein, nichts dergleichen. Von einem Blasentagebuch habe ich erstmals auf Ihrer Seite hier gelesen, aber wie das genau funktioniert ist mir noch nicht ganz schlüssig. Muss ich das machen? Macht das der behandelnde Arzt?
Wir versuchen hin und wieder einen Kalender zu führen, in den für jede trockene Nacht eine Sonne und für jede nasse Nacht ein Mond eingemalt wird. Leider verläuft sich das immer wieder, da weder wir Eltern, noch unsere Tochter die dafür nötige Konsequenz aufbringen (wir nehmen uns das aber immer wieder ganz ernsthaft vor) ;0)
Das Nocutil wurde für die Klassenfahrt verschrieben (ursprünglich hatten wir von einem Nasenspray gehört, das für solche Situationen geeignet sein soll). Von einer wirklichen Therapie war weder seitens des Arztes noch von unserer Seite (wir wussten davon damals ja nichts) die Rede. Es hieß lediglich, wir sollten mit der Einnahme des Medikaments einige Wochen vor Antritt der Fahrt beginnen, damit sich eine Wirkung einstellt. Von einer engmaschigen Kontrolle und einer Rückmeldung an den Arzt wurde nichts erwähnt. Wo waren wir da bloß?!
Warum wir mit der Einnahme dann doch nicht begonnen hatten lag zum einen daran, dass wir vor Hormonen (die Unterschiede zwischen den einzelnen Hormonarten sind mir in diesem Umfang nicht bekannt) doch einen gewissen Respekt haben und zum anderen daran, dass wir (im Internet) gelesen hatten, dass die Erfolgsaussichten, dauerhaft trocken zu bleiben bei weit unter den von Ihnen erwähnten 87% liegen, zumindest bei diesem Schweregrad (unsere Tochter nässt von 7 Tagen mind. 5 Tage ein). Da es nicht im Sinne des Erfinders sein kann, dem Kind einen vermeintlichen Erfolg vorzugaukeln, solange es das Medikament einnimmt und wir uns lebhaft vorstellen konnten, wie es dann um das Selbstwertgefühl und die Motivation bestellt ist, wenn nach Absetzen dann doch alles wieder beim Alten ist, haben wir uns entschieden, dass Medikament nicht anzuwenden.
Nun sei es, wie es ist, wir sind jetzt bereit uns darauf einzulassen. Wir habe mittlerweile die Notwendigkeit erkannt (unsere Tochter leidet zwar noch nicht, aber wir sind nun überzeugt, dass es eher früher als später wohl doch darauf hinaus laufen wird).
Für die Empfehlung an die Ärztin danke ich Ihnen vielmals. Ich werde direkt Morgen unsere Hausärztin anrufen, damit sie uns eine Überweisung ausstellt. Hoffentlich dauert es nicht so lange mit dem Termin, denn es wäre schon toll, wenn wir es bis Februar zumindest ansatzweise eingeleitet hätten und den ein oder anderen "Erfolg" verbuchen könnten.
Ja, ehrlicher Weise hätte ich richtig Lust, auf dem anstehenden Elternstammtisch das Thema Bettnässen ganz offensiv anzusprechen. Aber soviel Mut bringe ich dann doch nicht auf und außerdem geht es dabei ja auch nicht um mich.
Leider ist das noch immer ein Tabu-Thema, aber ich sehe mich nicht dazu in der Lage, mit dieser "Tradition" zu brechen.
Gott, was wäre das Leben für alle Beteiligten einfacher!
Vielen Dank bis hierhin! ;0)
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Sonnenwindkind
31.10.11 [00:21]
Ich möchte noch einmal auf das Blasentagebuch zu sprechen kommen:
-Wie genau ermittle ich die Menge des Urins, der Morgens im Windelslip (der ist zumeist sau-schwer) ist?
-Wie ermittle ich die Menge des Urins, den sie auf Toilette hinterlässt? Soll ich sie in einen Becher "machen" lassen?
-Wenn ja, wie oft soll sie in einen Becher "machen"? Jedes Mal?
Ich hoffe, dass ich da nichts falsch verstanden hab.
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pacal
03.11.11 [14:06]
Hallo Sonnenwindkind,
- errechnen der morgendl. Urinmenge:
Wiege eine leere Windel, danach die volle Windel. Ziehe das Geicht der leeren Windel von der vollen ab. Dann hast du das Gewicht der morgendl. Urimenge. Das Gewicht entspricht auch der ml Angabe.
Z.b. 400 gr entsprechen auch 400 ml.
- ermitteln der Utinmenge auf dem WC.
Ja, du sollst deine Tochter in einen Becher pieseln lassen. Kannst dir einen Urinbecher beim Kinderarzt geben lassen. Ansonsten, frag in der Apotheke nach, ob sie dir einen Meßbecher haben, wo du in Erfahrung bringen kannst, was deine Tochter pieselt.
- wie oft in den Becher machen:
so oft deine Tochter auf Toilette muß. Jedes mal reinpieseln lassen und nachsehen, wieviel drin ist und notieren. Auch die Menge notieren, was sie trinkt. Denn: die Einfuhr der Flüssigkeit solte am Abend der Ausfuh ziemlich nahe kommen. Denn trinkt deine Tochter mehr, als sie ausscheidet, stimmt etwas nicht. Genauso stimmt was nicht, wenn sie mehr ausscheidet, als sie trinkt.
Abweichungen der beiden Mengen kann bis zu einem halben Liter abweichen. Mehr sollte es aber nicht sein.
Bezügl. des Urologens; der scheint mir, deiner Beschreibung nach, nichts zu taugen. Scheue dich nicht, einen guten Urologen aufzusuchen, der was kann. Und wenn du zwei-, drei-.viermal , etc. den Urologen wechseln mußt, bis du einen guten gefunden hast. Egal! Es geht um deine Tochter, dass ihr geholfen wird und nicht du derjenige bist, der zusehen muß, dass der Arzt was macht.
Ein guter Urologe macht Kontrolltermine aus. Hört sich deine Fragen an, gibt Tips. Kotrolliert Blutwerte (Nierenwerte, Leberwerte,...). Macht Ultraschall mit voller und danach mit leerer Blase. Evtl. Kontrastmittelröntgen. Und andere Untersuchungen und dann eine entwprechende Behandlung zu starten. Die da sein kann, dass deine Tochter Tbl. einnehmen muß, nach einem bestimmten Schema oder anderes.
Zu dem Problem, wegen des bevorstehenden Klassenausflugs. Geh in ein Reformhaus und frag nach einer Unterhose, die ein Kind nachts anziehen kann, wegen nächtl. einnässens. In diese Unterhose kann man handelsübliche Slips, wie sie Erwachsene für die Periode nehmen, einlegen. Man merkt oder sieht nicht, dass das Kind diese Unterhose anhat, weil sie wie eine normale Unterhose ist.
Ich suche mal nach dem Link und stell ihn ein, damit du siehst, was ich meine.
Gruß und viel Erfolg, pacal
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pacal
03.11.11 [14:08]
Hier noch der Link:
http://www.rehaland.com/act/produktansicht/category/Inkontinenz---Slip-Netzhosen/product/Inkontinenz-Slip-fuer-Kinder.htm
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pacal
03.11.11 [14:12]
Noch vergessen, zu erwähnen:
Deine Tochter kann diese Unterhose abends mit ins Bad nehmen und die dann anziehen. So bekommt es niemand mit. Und die Unterhose so mit auf Toilette nehmen, dass es keiner sieht und mitbekommt, soll sie die Unterhose in ihren Kuturbeutel (Waschtäschchen; wo halt Zahnbürste, Kamm, etc. drin sind) rein tun und das WC abschließen. Schließlich kann man abends ja auch auf Toilette gehen und da schließt man bekanntlich ab und im Anschluß daran kann sie sich für die Nacht richten, sprich Zähne putzen, etc.! So fällt es nicht auf/ fällt es niemandem auf!
pacal
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Sonnenwindkind
03.11.11 [15:45]
Hallo Pacal!
Vielen Dank, für deine Antwort!
Üblicher Weise machen wir das genau so. Sie nimmt ihren Windelslip (Huggies) mit ins Bad und zieht sich dort um. Nur denke ich, dass dies auf der bevorstehenden Klassenfahrt vielleicht nicht so einfach laufen wird, weil ja doch alle alles gemeinsam machen möchten (Mädels gehen doch gern mind. zu zweit aufs Klo, kennen wir doch selbst aus der Disco ;0) Da degradiert man sich vielleicht schon zum Außenseiter, wenn jemand dabei ist, der das ablehnt. Dein Tipp mit der Unterhose ist schon ganz gut, nur weiß ich nicht, ob die auch genug "Fassungsvermögen" hat, für den Fall, dass es auch dort zur "Massenproduktion" kommt.
Gerade eben sind meine Nichten (7 und 11 Jahre), bis Freitag bei uns zu Besuch. Merkwürdiger Weise sind ihre Windeln (die meiner Tochter, die beiden anderen Mädels sind schon lange trocken) dann morgens immer trocken. Das passiert häufig, wenn Übernachtungsbesuch bei uns ist oder sie selbst woanders nächtigt. Vermutlich hat das etwas mit der Schlaftiefe zu tun (wahrscheinlich schläft sie dann nicht so entspannt, als wenn sie ganz allein einschlummert).
Jedenfalls haben wir nächste Woche erst einmal einen Termin bei unserer Hausärztin (zum Kinderarzt gehen wir aus qualitativen Gründen schon länger nicht mehr. Die sind bei uns alle dermaßen überlaufen, dass dort in weniger als fünf Minuten nur noch "Blickdiagnosen" gestellt werden). Diese wird uns dann hoffentlich schnell eine Überweisung ausstellen.
Das Blasentagebuch habe ich mittlerweile durchschaut. Leider müssen wir nun aus o.g. Gründen vorerst einen Stop einlegen. Das wäre dann im Moment doch zu aufwendig (ich lege eigentlich schon großen Wert darauf, sie mit einzubeziehen, d.h. sie hilft beim wiegen, auswerten und aufschreiben. Da bliebe nicht so viel Zeit fürs Spielen ;0)
Lieben Gruß
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pacal
03.11.11 [19:17]
@ Sonnenwindkind,
wegen dem nicht einnässen, wenn sie auswärts schläft oder Übernachtungsgäste zu Hause hat, ghängt folgendermaßen zusammen.
Schläft sie auswärts oder es schläft jemand bei ihr, ist sie sozusagen "angespannt" und "konzentriert", dass es niemand mitbekommt. Da bleiben die Schlüpfer trocken.
Schläft sie zu Hause, ist sie "entspannt", sie braucht nicht aufzupassen, dass es wer mitbekommen könnte und die Hosen sind wieder nass.
So zumindest hat es mir die Psychologin im KH erklärt. Denn mein Sohn stuhlt nur zu Hause ein. Im Schullandheim ist es ihm in den 3 Tagen nicht passiert und in der Schule passiert es ihm auch nie. Nur zu Hause passierte es, dass was in der Hose landete. Und die Erklärung der Psychologin leuchtet mir ein.
Hoffe mal darauf, dass deiner Tochter während der Klassenfahrt kein Unglück wiederfährt und sie "trocken" bleibt. Von daher denke ich, dass die Hosen, dessen Link ich eingestellt habe, reichen dürfte. Denn die Hugies dürften von ihrer Beschaffenheit doch etwas auffällig sein, bezügl. des raschelns unter der Schlafanzughose, kann ich mir denken.
Und wegen dem, alles zusammen machen, etc.: Wie gesagt, auf Toilette gehen (Pipi machen) macht man in aller Regel alleine. Oder gehst du mit jemand anderem auf´s Klo? *frechgrins*
Da kann sie sich ja diese Unterhose anziehen und dann WC wieder aufschließen und die anderen Mädels rein lassen und sie putzen zusammen Zähne und was weis ich noch alles, was sie zusammen machen.
So fällt es doch am wenigsten auf?!
Viel Erfolg für deine Große und wünsch deiner Tochter von mir viel Spaß für die Klassenfahrt aus.
pacal
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pacal
03.11.11 [19:20]
Kannst meine BEiträge unter meinem Nickname nachlesen. Da steht auch das Problem, welches mein Sohn bis vor kurzem hatte, bezügl. des einstuhlens.
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Sonnenwindkind
03.11.11 [20:25]
Ja, vielen Dank! Werde ich ihr ausrichten.
Mmh, also das Thema "einstuhlen" hatten wir hier, zum Glück, noch nie. Auch das Thema: Trocken am Tag, lief bei uns völlig altersgerecht (mit etwa 2 Jahren brauchte sie am Tag keine Windeln mehr). Bei ihr besteht die Problematik nur in der Nacht.
Du hast Recht, ich werde mir die Höschen auf jeden Fall besorgen. Wenn ich mich recht erinnere, waren die Windeln auf den Klassenfahrten, in Klasse 2 und 4, trocken. Vielleicht reichen die von dir empfohlenen Höschen ja tatsächlich aus.
Werde ihr aber, sofern eine Behandlung bis dahin noch nicht hinreichend angeschlagen hat, trotzdem die Huggies mitgeben. Sie kann dann selbst entscheiden.
Ok, dann war meine Annahme mit der Schlaftiefe ja soweit richtig. Wollen wir hoffen, dass sie auf der Klassenfahrt ebenso "angespannt" schläft wie, im Augenblick, hier.
Gruß ;0)
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