Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

will keine Windel, will nicht aufs klo - NASS

ramona 06.06.08 [14:40]

Hallo!

Meine Tochter wird nächsten Monat 3. Ich weiß, damit ist sie noch recht klein, aber sie WAR trocken, und zwar tags und nachts. Dann hatten wir vor ca. 3 Wochen einen dicken Streit, der mit nasser Hose vor der Toilette endete. Und seit damit läuft nichts mehr, bzw. alles. Und mit alles meine ich auch Einkoten. Das ist schon seit mehr als einem halben Jahr kein Thema mehr gewesen, nicht mal bei Durchfall. Pipi-Unfääle beim Spielen kommen halt mal vor.
Nach zwei Wochen täglichem Kampf - Geh bitte, wenn Du musst! Ich muss aber nicht! Zwei Minuten später nasse Hose- habe ich Ihr wieder Windeln angezogen und gesagt: Baby sei ist OK (Wir haben noch eine 1-jährige Tochter; Eifersucht ist also vielleicht auch ein Thema). Jetzt will sie keine Windel mehr anziehen, aber rechtzeitig zur Toilette geht sie auch nicht; bestenfalls mit angefeuchteter Hose nach Aufforderung.
Wass soll ich tun? Ihr mehr oder weniger zwangsweise Windeln verpassen? Oder 10 Hosen am Tag wechseln lassen? (Ich lasse sie dass - möglichst ohne Gemecker - selbst machen, da ich absolut nicht einsehe, dass ich jedesmal laufe; sie kann es ja selber.)

liliane 07.06.08 [12:14]

Hallo ramona, mit 3 ist es noch nicht son Drama, wenn die Kinder nicht trocken sind. aber was mri auffällt: warum gibt es Kampf bei euch?
Versuch doch mal, dich richtig und ohne diskussion durchzusetzen. Wenn du sagt: geh bitte aufs Klo, soll das ohne diskussion geschehen. AUch wenn das Kind sagt, es muss nicht, soll es in jedem fall aufs Klo.
Ich weiss, das ist am anfang schwer, aber scheint mir die einzige vernünftige möglichkeit. Oder eine Verabredung : PInkeln nach der Uhr. Zu jeder vollen Stunde muss sich das Kind aufs Klo setzen - obs nun muss oder nicht ... das beseitigt dann langfristig auch stress. Offensichtlich ist der toilttengang bei euch ein machtspielchen. Das macht es schwierig.
Wie gehts denn mittleriweile?
l.

ramona 07.06.08 [16:10]

Hallo, liliane

danke für die Antwort. Wie´s ist- NASS! Nein, im Ernst: die Nacht war trocken, wie fast jede Nacht (ist der Witz, oder Mein Kind ist NACHTS trocken!!!). Heute morgen habe ich gearbeitet und es lief wohl unfallfrei mit meinem Mann. Naja, und heute mittag sind die beiden jetzt bei der Oma mit mittlerweil wohl der letzten der 6 Wechselhosen, die ich mitgegeben habe, und Töchterlein meint: Das ist doch nicht schlimm. Wir haben ja noch eine trockene Hose dabei... . Da stehste da und guckst nur noch. Ich schätze, wir werden wohl die Tage wieder Windeln anziehen, ob sie will oder nicht. Es tut mir halt auch leid für sie, weil ich nicht glaube, dass ihr das "Spass" macht, schließlich ist sie ja schon seit einigen Monaten ohne Windel. Aber ich weiß nicht weiter. Wenn ich sage: Geh bitte zur Toilette, heißt´s: Ich mußß gar nicht. Und irgendwann ist dann kommentarlos die Hose nass. Wenn ich dann sage: Du, wenn Du nicht bald besser mit dem Pipi klarkommst, muss ich Die wieder eine Windel anziehen, sagt sie: Geht o.K., Mama. Und ´ne Stunde später: Ich will keine Windel, ich will Unterhosen! Und dann fängt das Ganze wieder von vorne an (wnn ich das Spielchen mitmachen würde) Irgendwie unbefriedigend. Und ich weiß einfach nicht, wie ich´s besser mache: Augen zu und durch , bis es wieder klappt - ist ja auch für die Kleine frustrierend, auch wenn sie vorgibt, dass es ihr am A... vorbeigeht. Oder Windeln anziehen, und einfach nicht merken, wann der Zeitpunkt kommt, um sie wieder wegzulassen. Denn solange sie Windeln anhat, geht sie selten auf´s Klo; ist ja sopraktisch, das Spielen nicht unterbrechen zu müssen.

ramona 07.06.08 [16:13]

Nachtrag: was das Auffordern zum Toilettengang angeht, klaptt das vielleicht schon. Aber dann setzt sich Madam hin, sagt: Es kommt nix, und pieselt 5 Minuten später erst recht in die Hose! Trotzalter!!! Denn: Mama kann zwar bestimmen, dass ich auf´s Klo gehe, aber ob ich PIpi mache, kann nur ich bestimmen- ätsch!!!

elocin1969 24.06.08 [11:41]

Hallo Ramona,

ich bin zwar ein wenig spät dran, aber deine Situation erinnert mich an meinen Sohn. Er war auch trocken, doch irgendwann mit vier Jahren finge er auch wieder an in die Hosen zu pieseln. Auffällig war, dass es nur zu Hause passierte!!! Im Kindergarten war er trocken icon_wink.gif
Ich habe mich dann mit seiner Erzieherin unterhalten und sie brachte mich dann eben auf den Gedanken, dass er evtl. mehr Aufmerksamkeit haben wollte (er hat noch einen Zwillingsbruder). Da ich mich anfangs auch aufgeregt habe und mit kleinen Bestrafungen icon_frown.gif, dann mit Belohnung, wenn die Hose trocken blieb etc. hantiert habe und nichts wirklich half, kam ich ins Grübeln :-0 Hose-nass = Aufmerksamkeit!! Da er ein ziemlich cleverer Bursche ist, habe ich dann beim nächsten Unfall zu ihm gesagt: Du kannst gerne in die Hose pieseln, denn es interessiert mich nicht mehr und regt mich auch nicht auf! Da schaute er mich zornigem Gesicht an und meinte doch tatsächlich - Natürlich interessiert es dich und regt dich auf, denn ich will das doch so! Ich habe mich umgedreht und bin gegangen. Seitdem pieselt er nicht mehr in die Hose, ab und an geht ein Tröpfchen daneben, aber da mache ich mir keinen Stress mehr drum.

Vielleicht wäre es auch für dich eine Alternative zu sagen, dass du dich darüber nicht mehr aufregst und sie sich wenn die Sachen nass sind umziehen muss und die nassen Klamotten eben zur Wäsche bringen muss.

Ich wünsche dir viel Geduld (auch wenn du am liebsten Schreien möchtest).
Liebe Grüße
Nicole

ramona 24.06.08 [13:28]

Hallo, Nicole

danke für´s antworten. ist auch nicht zu spät, das problem besteht weiterhin, aber ich rege mich (weitestgehend) nicht mehr auf. miriam trägt jetzt halt wieder windeln und macht auch keinerlei anstalten, die toilette zu benutzen. sie zeigt aber auch sonst das klassisch eifersüchtig-regressive verhalten: steckt alles in den mund (hat sie als baby kaum gemacht), spricht esthers babysprache nach - und macht halt in die hose, bzw. windel.
im august geht sie in den kindergarten, ich hoffe, daß sich das problem damit dann auf absehbare zeit, sagen wir bis jahresende, erledigt, wenn sie sieht, daß "groß-sein" auch ziemlich klasse ist und sie einfach aus der alltäglichen konfliktsituation, die sie ja hauptsächlich mit mir hat, raus ist. bis dahin heißt esa, fürchte ich, abwarten, und tee trinken, am besten nerventee...