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pacal
27.06.11 [22:04]
Hallo Frau Grünebaum,
ich bin seit kurzem am grübeln, wie ich folgendes weiter angehen soll:
Ich möchte nicht all zu weit ausholen (man kann den "Leidensweg" meines Sohnes unter meinem Nickname nachlesen). Nur soviel, dass mein Sohn, er wird Anfang Sept. 9 Jahre, nachts trocken ist und tagsüber noch minimal leicht feuchte Hosen hat. Ab und an aber auch mal eine deutlich sichtbar feuchte Hose. Mit 8 1/2 Jahren kam dann noch hinzu, dass er erneut einstuhlte (er bekam Abführpulver, dass er morgens und abends im Wasser aufgelöst getrunken hat. Brachte aber keine Besserung).
Er war jetzt in der ersten Pfingstwoche mit meinen Eltern in Urlaub /Türkei. Und seit diesem Urlaub hat sich das einstuhlen von ganz allein erledigt. Bisher kam es noch 2 mal vor, das man in der Unterhose die Abzeichnung von Stuhl sehen konnte.
Nun hatte ich mich, bevor mein Sohn mit meinen Eltern in Urlaub flog, mit dem Kinderarzt unterhalten, der meinte, dass man es stationär, im Kinderkrankenhaus, angehen sollte. Er hat dort auf der Abteilung selbst gearbeitet, bevor er sich als Kinderarzt selbständig machte. Mein Sohn müsse "neu" lernen, seinen Körper wahr zu nehmen. Er hat kein rechtes Empfinden darüber, wann er auf Toilette muß und wann die Blase voll ist.
Da sich das ganze schon insofern gebessert hat, dass er nicht mehr einstuhlt, aber er nach wie vor, immer wieder feuchte Hosen hat, weis ich nicht, ob ich den Termin im Kinderkrankenhaus behalten soll und mit meinem Sohn dort hin gehe oder ob ich abwarten soll, dass sich das ganze von alleine legt, mit der Zeit?!
Was würden sie mir raten? Vielleicht noch kurz zur Info: Als mein Sohn heute zu Bett ging, hat er noch eine gute Std. was gelesen und wollte dann schlafen. Nach einer weiteren halben Std. steht mein Sohn in der Tür und meint, er habe da einen feuchten Fleck auf dem Leintuch. Als ich ihn fragte, warum er denn nicht rechzeitig auf Toilette gehen würde, meinte mein Sohn nur, er gehe sich umziehen.
Er sieht es zwar ein, dass er was "falsch" gemacht hat. Aber tagsüber kommt es immer wieder vor, dass man ihm deutlich ansieht dass er auf Toilette muß (er hampelt rum/ tippelt auf der Stelle/ kann nicht ruhig sitzen/ turnt auf der Stelle), verneint dies aber wehement und nach 2 bis 5 Min. rennt mein Sohn dann auf Toilette, weil er schließlich doch dringend muß! Es gibt inzw. aber auch Tage, an denen er ein bis zwei Tage am stück komplett trocken bleibt.
knusper
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pacal
01.07.11 [13:43]
Erst mal:
Schade, Frau Grünebaum, dass sie mich so lange "in der Luft" haben hängen lassen, sprich, mir nicht geantwortet haben!
Ihre Meinung wäre mir wichtig gewesen.
Zwischenzeitlich hat sich meine Frage erledigt und ich werde den Termin wahr nehmen. Denn mein Sohn ist, was das Einstuhlen betrifft, rückfällig geworden, leider!
Auch soll er ja endlich mal vollständig trocken werden und mit fast 9 Jahren nicht noch feuchte Hosen haben!
Mit freundlichem Gruß,
pacal (und nicht, wie oben versehentl. knusper)
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Gabriele Grünebaum
01.07.11 [14:23]
Hallo Pacal, sorry für die späte Antwort. Häufig nässen Kinder in den Ferien oder bei Übernachtungsbesuchen nicht ein. Eltern denken dann oft, dass das ein Beweis dafür ist, dass es doch geht, mit dem Trocken sein.
Aber in den Ferien oder woanders schläft man halt auch ganz anders - und da kann halt vorkommen, dass die Kinder, die sonst zu Hause einnässen, woanders trocken durchschlafen.
Das hat dann nicht notwendig was mit "nicht wollen" oder "nicht können" zu tun.
Ich denke, dass es eine gute Idee ist, wenn Ihr Sohn stationär lernt, seine Ausscheidungen zu bemerken und adäquat darauf zu reagieren. Wichtig ist es, dass die Station, auf die er da kommen soll, auf Enkopresis und Enuresis spezialisiert ist. Es sollte dort auch eine Enuresis-Sprechstunde eingerichtet sein und die Ärzte sollten gemeinsam mit Urologen ein Behandlungs- und Therapiekonzept entwickeln können. Es sollten dort in jedem Fall auch Urotherapeuten vorhanden sein.
Ich drücke fest die Daumen.
Mit den besten Grüßen G.Grünebaum
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