Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Verzweifelte italienische mutter

rosangela3683 18.11.17 [21:01]

Hallo,
Mein name ist Rosangela. Ich bin eine Italienische Mutter. Mein Sohn ist 6 Jahre alt und leidet unter überaktive Blase. Hat 2 Jahre lang Oxybutynin bekommen aber er nässt ein bisschen fastidio täglich. Nichts funktioniert: tabletten, Uhr,Verhältnistherapie...ich bin so verzweifelt! Nachts ist er immer trocken, aber am Tag kann er auch 2mal in einer Stunde nassen.
Gibt es eine Losung??

Gabriele Grünebaum 18.11.17 [21:21]

Hallo Rosangela, verständlich, dass Sie verzweifelt sind. Allerdings bestehen für Kinder im Alter von 6 Jahren noch sehr gute Chancen das Problem in den Griff zu bekommen. In diesem Alter gibt es tatsächlich von viele Kinder mit dem Problem der Inkontinenz.
Wo wohnen Sie denn? Vielleicht können wir einen Arzt in der Nähe empfehlen. Oder Sie suchen in Ihrer Nähe einen Urotherapeuten? Die haben sich nämlich genau darauf spezialisiert.
Sinnvoll ist jetzt aber sicherlich erst einmal, den Stress und die Verzeiflung herauszunehmen. Geben Sie sich Zeit und sorgen Sie erst mal dafür, dass es einen guten und stressfreien Umgang mit der nassen Wäsche gibt (so lange wie es eben dauert).
Alles Gute
G.Grünebaum

Gabriele Grünebaum 18.11.17 [21:45]

Hier die Antwort auf Ihren Beitrag:
<i>"Vielen Dank für Ihre Antwort! Ich bin so besorgt, weil mein Sohn mehrmals in weniger Zeit sich nässt..wäre es nur 2mal pro Tag aber nach einigen Stunden, wäre ich sicher ruhiger. ich habe wirklich Angst, er will dieses Problem nie lösen! Als er 3 Jahre alt war, nässte er sich auch mehr als 10 Mahle....einigen Tagen 5 Mahle stundlich.
Wie kann es "nur" eine Reifungsverzögerung sein?
Kann Jemand mir sagen, dass er irgendwann eine schlimme Erinnerung wird? "</i>

Wenn Sie versuchen, das Problem als medizinisches Problem zu sehen und nicht als ein Versagen, und wenn Sie versuchen, die daraus resultierenden Folgen (nasse Wäsche, Geruch, ...) so zu organisieren, dass es für die ganze Familie - für Sie und das Kind und die anderen Familienmitglieder - nicht so belastend ist, machen Sie es sich um dem betroffenen Kinder einfacher.
Gegebenenfalls sollte Ihr Sohn wasserfeste Höschen oder Einlagen tragen oder immer ausreichend Wechselwäsche dabei haben.
Übrigens können Sie so genanntes "aufsaugendes Inkontinenzmaterial" (das sind Einlagen, Windeln, Bettauflagen) von Ihrem Arzt auf Rezept verordnet bekommen. Das kann in jedem Fall auch die Haushaltskasse entlasten.

Versuchen Sie nicht zu schimpfen, nicht zu strafen und nicht traurig und enttäuscht zu sein. Sie tun das Richtige, wenn Sie sich Hilfe suchen.

Suchen Sie einen kompetenden Mediziner, der das Kind und Sie betreuen kann.

Alles Gute.
G.Grünebaum

rosangela3683 18.11.17 [23:05]

Liebe Gabriele,
Sind Sie auch der Meinung, es sei ein vorübergehendes Problem, bitte?

Gabriele Grünebaum 19.11.17 [10:40]

Hallo rosangela, die internationalen Therapierichtlinien empfehlen bei Inkontinenz ab dem vollendeten 5. Lebensjahr, eine frühzeitige Behandlung. Die Kooperation des Kindes und der Eltern ist hierzu allerdings erforderlich.
Je eher eine Behandlung anschlägt, um so besser für Sie und das Kind.
Die Folgeprobleme durch Stress, Enttäuschung, Ärger, Wut und Angst können sehr belastend sein.
Wenn bei Ihnen ein so großer Leidensdruck besteht (ich weiß nicht, wie es beim Kind ist), ist es sinnvoll, sich kompetente Hilfe zu suchen, nicht zuletzt auch, um zu lernen während der Therapie mit der Erkrankung besser umgehen zu können.
Eine Einschätzung darüber, ob die Inkontinenz Ihres Kindes ein "vorübergehendes Problem" ist, kann ein kompetenter Arzt nach einer Diagnose stellen.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft.
Alles Gute
G.Grünebaum