Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Tochter (6j nässt tagsüber ein

AstridA 21.09.16 [20:58]

Hallo,
Meine Tochter war noch nie trocken. In der Kita hat sie oft mehrmals täglich eingenässt, erst im letzten halben Jahr ist es besser geworden und sie nässte ca. 2-3 mal pro Woche ein. In der Nacht hat sie es ziemlich gut im Griff - sie wacht um ca. Mitternacht auf und geht dann selbständig auf die Toilette.
Wir haben schon Kalender geführt, haben es mit Belohnungen versucht ( hat ein paar Tage geklappt, dann war es uninteressant für sie), waren im KH in der Kinderurologie (alles in Ordnung). Zumindest geht sie seit einiger Zeit ohne Murren auf die Toilette, wenn wir sie schicken.
Vor drei Monaten haben wir ihr eine Vibralite mini gekauft, auf die sie sehr stolz war - anfangs.

Nun ist sie in die Schule gekommen, die jahrgangsübergreifend arbeitet mit drei Stufen in einer Klasse. Sprich die Älteren sind bereits 8-9 Jahre alt und hänseln sicher schon bei weniger als einer nassen Hose in der Schule.
Ich habe wirklich große Sorge um meine Tochter, denn sie muss ja die nächsten sechs Jahre dort verbringen - und hat man erst mal einen Ruf weg, kriegt man den nicht mehr los!

Aber ihr ist es egal. Jeden Morgen binde ich ihr die Armbanduhr um, nachmittags hole ich sie ohne Armbanduhr mit nasser Hose ab. Sie geht auch nicht, wie ausgemacht, im Anschluss an jede Doppelstunde auf die Toilette (falls sie die Uhr nicht um hat).

Ich habe versucht, ihr klar zu machen, was die Folgen für sie sein können, wenn die anderen Kinder sie mehrmals mit nasser Hose ( evtl. sogar nach Urin riechend) sehen. Aber das scheint für sie nicht greifbar zu sein - das wird es wohl erst, wenn es zu spät ist...

Mir fällt einfach nichts mehr ein, was ich noch tun könnte - außer sie einfach ihre Erfahrung selber machen zu lassen (was halt sehr böse enden kann).

Könnt ihr mir Tipps geben, was ich noch versuchen könnte? Habt ihr das auch erlebt? Wie würdet ihr mit dieser Situation umgehen?

Gabriele Grünebaum 01.10.16 [12:29]

Hallo Astrid, ich finde es gut, was sie schon alles probiert haben. Einige Kinder brauchen manchmal etwas länger, bis sie aktiv an der Therapie mitarbeiten und müssen dann durch schmerzhafte Erlebnisse mit anderen Kindern durch.
Ohne Unterstützung Ihrer Tochter selbst, wird es schwierig werden, ihr zu helfen.
Können möglicherweise die Lehrer in der Schule unterstützend beitragen und Ihre Tochter nach jeder Doppelstunde auf die Toilette schicken?
Alles Gute
G.Grünebaum

AstridA 07.10.16 [13:12]

Hallo Frau Grünbaum,

herzlichen Dank für Ihre Antwort.
Ich habe mit der Lehrerin und dem Erzieher meiner Tochter gesprochen und beide waren sehr verständnisvoll. Sie schicken sie jetzt aktiv auf die Toilette. Vormittags klappt das gut, nachmittags im Hort geht sie tlw. trotz Aufforderung nicht...

Die Kinder haben auch schon begonnen, sie zu hänseln bzw. lehnen manche Mädchen ab, mit ihr zu spielen. Sie erzählt mir zwar dann, dass sie traurig darüber ist und die Schule nicht mag, aber am nächsten Tag scheint dann wieder alles vergessen icon_frown.gif

Wissen Sie von einer guten Kurklinik für eine MuKi-Kur im Bereich Inkontinenz (tags) und nicht nur Enuresis?

Mal sehen, wie es weitergeht...

Viele Grüße
Astrid