Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

nicht trocken tags und nachts / meine Tochter Leni 5

DaniSahne1984 28.09.16 [11:30]

Hallo zusammen,

ich brauche mal eure Motivation - Eure Tipps ...
Meine Tochter Leni 5 - (wird im Februar nächstes Jahr 6) nässt nach wie vor Tags und Nachts ein. Nachts hat Sie noch eine Windel. Diese wollte ich eigentlich erst "abschaffen", wenn es tagsüber mal richtig klappt.
Sie ist vom Typ her eine richtige Träumerin, hat viel im Kopf und gerade wenn Sie im Spiel ist sieht Sie es auch nicht ein auf Toilette zu gehen. Ich sehe es richtig wenn Sie muss. Sie setzt sich dann in die Hocke. Aber auf Nachfragen muss Sie natürlich nicht.
Großes Geschäft klappt super. Kleines geht nicht.
Es geht nur - Wenn ich Sie schicke oder auch im Kiga - wenn die Erzieherinnen Sie aktiv schicken.
Von selber geht Sie einfach nicht. Und wenn ist es seeeehr selten. Ein anderes Ding ist, dass es Sie auch NULL stört wenn Sie eingenässt hat. So gar nicht. Es ist ihr überhaupt nicht unangenehm.

Wir waren auch mal bei einer Untersuchung Ihrer Blase. Dort wurde festgestellt, dass Sie die Blase nicht richtig entleert. Das heißt, es bleibt immer ein Rest zurück. Sie hat einfach keine Zeit für die Toilette.
Dort wurde uns gesagt, dass es halt Geduld braucht und mehr wollten die da einfach nicht machen.
Ich hab auch schon mit Stickern und Belohnen versucht aber alles bringt nichts auf langfristige Dauer.
Vor allem der Punkt, dass Sie selber! zur Toilette geht.
ich weiß es echt langsam nicht mehr weiter und ich will auch das Thema bei ihr nicht non Stopp ansprechen. Ich merke dass es Sie ja auch stresst.

Habt Ihr Erfahrungen Tipps für mich?
Ein ganz wichtiger Punkt ist sicher auch noch die Trennung vom Vater vor einem Jahr. Das belastet Sie sicher auch noch. ER sieht die Kinder regelmäßig das auch nur als Info.
Aber das Thema war davor ja schon mit dem einnässen.... und dem nicht selber aufs Klo gehen.

Tausend Dank und Grüße
Dani

AstridA 28.09.16 [22:38]

Liebe Dani,

Wenn ich deinen Beitrag lese, habe ich meine Tochter vor Augen! Die ist jetzt sechs und wurde vor kurzem eingeschult. Die ersten paar Tage in der Schule gings gut, aber nun ist wieder alles beim Alten.
Vor einiger Zeit haben wir eine Vibralite Armbanduhr geschenkt. Das bringt ein bisschen was - wenn sie sie nicht wieder mal abnimmt, weil sie sie unbequem findet. Vielleicht wäre das für euch ein Ansatz. Ansonsten war das einzige dauerhaft "erfolgreiche" , dass wir den Deal ausgehandelt haben, dass ich nicht schimpfe bzw. das einpullern thematisiere und sie dafür auf die Toilette geht, wenn ich sie darum bitte. Ein winziger Schritt, aber immerhin etwas...

Falls du in Berlin wohnst, könnten wir mal einen Selbsthilfe-Kaffeetreff icon_smile.gif organisieren.
Sei lieb gegrüßt
Astrid

Gabriele Grünebaum 01.10.16 [12:09]

Hallo Dani, es gibt viele Kinder, die dasselbe "Problem" haben. Wenn Ihre Tochter die Blase nicht richtig entleert, so ist das eigentlich ein Grund dafür, dies zu therapieren. D.h. mit einer Urotherapie kann man da viel erreichen. Eine Blase, die immer etwas Resharn enthält ist anfälliger für Infektionen. Eine gute Hilfe ist es, wenn Sie Ihrer Tochter eine Armbanduhr kaufen, die mind. 5 Alarmfunktionen hat. Dann stellt man den Alarm so ein, dass er sich etwa alle 2 Stunden meldet (entweder mit Klingeln oder Vibrieren oder beides) und dann MUSS das Kind unverzüglich (auch wenn es grad so schön am Spielen ist) zur Toilette gehen und dort so lange sitzen bleiben, bis die Blase leer ist UND ein Glas (aus einer mitgebrachten Flasche) trinken.
Beides sollte rhythmisch einstudiert werden. Sehr häufig löst sich das Problem dann von selbst.
Man braucht die Mitarbeit des Kindes. Nur wenn das Kind bereit ist, die getroffenen Verabredungen einzuhalten, ist ein Erfolg möglich.
Man kann das Kind auch belohnen - nicht aber für eine trockene Hose, sondern für die Einhaltung der Verabredung!
Solche Alarmuhren funktionieren auch im Kindergarten oder in der Schule, wenn die Erzieher/innen oder Lehrer/innen eingeweiht sind und mitmachen.
Es lohnt sich, das auszuprobieren.
Alles Gute
G.Grünebaum