Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Klassenfahrt

JulisMum 30.05.08 [14:06]

Hallo Ihr!

Ich bin neu hier und hab gleich mal eine brennende Frage...

Mein Sohn ist wird im September 10 Jahre alt (ist dann 4. Klasse). Er war schon immer ein sog. "Blasenkind", hat lange gebraucht, bis er nachts trocken war. Nun hatten wir eigentlich ein Jahr Ruhe, bis auf einige wenige Nächte, wo es mal zu einem Malheur kam. Das konnte ich aber auch meistens nachvollziehen, dann hatte er vorher Stress oder mitunter auch tatsächlich zu viel Saft getrunken.

Die Klassenlehrerin weiß von seinem Problem durch ein Elterngespräch in der 2. Klasse, als es mal große Schwierigkeiten gab. Jedenfalls sprach sie mich nun vorgestern an, dass im Okt. ja die Klassenreise sei - und ich solle ihm doch bitte unbedingt Windeln einpacken, denn sie könne ja nicht dauernd Bettzeug wechseln. Ich sagte ihr, dass er das Problem nicht mehr hätte und schon seit einem Jahr trocken sei, aber sie hörte gar nicht zu und redete immer wieder auf mich ein, wie stressig die Situation für die Kinder sei und man könne da kein Risiko eingehen... er könne sich die Windel in ihrem Zimmer umbinden, es würde gar keiner mitbekommen....

Mein Sohn hat das Gespräch z. Teil mitbekommen, fing daraufhin an zu weinen, sie würde ihn wie ein Baby behandeln und er würde ganz sicher keine Windeln tragen (was ich auch echt verstehen kann). Nun will er natürlich gar nicht mit zur Klassenfahrt....

Und was noch viel schlimmer ist.... das Bett ist nun wieder fast jede Nacht nass....

Ich habe nun eben in diesem Forum von den Huggies Drynites gelesen und wollte mal fragen, ob ihr die empfehlen könnt? Sieht man die wirklich nicht?

Ich möchte schon, dass er mit zur Klassenfahrt geht, und ich kann natürlich auch die Lehrerin verstehen, aber es muss doch eine Lösung geben, die für beide Seiten akzeptabel ist...!

Für schnelle Antworten wäre ich echt dankbar!

Liebe Grüße

Michaela

EvaE. 30.05.08 [21:35]

Hallo JulisMum, ich kenne das. Meine Tochter ist 10 und hat das Problem. Wir haben alles ausprobiert und nachdem ich nicht mehr ein noch aus wusste, waren wir vor zwei wochen beim Arzt . ich bin zum Urologen mit kinderurologie Spezialisierung gegangen, der sich mit Bettnässen gut auskennt (hier aus der Arztsuche).
DER TREFFER !
Erst mal nette Atmosphäre. dann viele Untersuchungen, aber total nett. Wir hatten bei der Anmeldung ein Tagebuch mitgeschickt bekommen, was ich mitgebracht habe. Und siehe da. körperlich ist alles OK aber meine Tochter trinkt falsch. Tatsächelich trinkt sie zum Frühstück wenig und abends viel, aber ich hatte noch nie drauf geachtet. So sah er das im tagebuch und hat uns auch gefragt. Seit zwei wochen trinkt meine Tochter nach Uhrzeit. Die Mengen sind bis 17 uhr festgeschrieben und danach kann sie trinken was sie mag, soll aber nicht allzuviel trinken. Seither ist das Bett überwiegend trocken!!!!!!
Übrigens zu den Drynites. Das nächste Land, in dem es so was ähnliches gibt ist Österreich oder Holland. Vielleicht kannst du die Originale auch aus USA bestellen?
Aber vielleicht überlegts du mal, wann dein Sohn das meiste trinkt? Ich hätte nie gedacht, dass das so einen Einfluss hat.
Ausserdem würde ich dringend ein Gespräch mit der Lehrerin unter 4 Augen führen. So ein Trampeltier gehört doch mal ordentlich Bescheid gesagt ...
Ausserdem haben viele Jugendherbergen auf Anfrage auch Betteinlagen und nicht solche großen Probleme, wenn das Bett frisch bezogen werden muss. (aber was ist denn peinlicher? WIndel oder nasses Bett?)
Schreib mal, wies dir/euch ergeht.
Eva

Hope 01.06.08 [09:09]

Hallo JulisMum,

das ist aber wirklich dumm gelaufen. Wie kann die Lehrerin sich so ungeschickt verhalten?
Das Problem mit der Klassenfahrt kennen wir auch. Mein Sohn ist auf einer Montessorischule. Sie fahren jedes Jahr für 5 Tage auf Klassenfahrt. Außerdem übernachtet mein Sohn schrecklich gerne bei Freunden. Die Freunde wissen von seinem Einnässen, die Klassenkameraden (vermutlich) nicht alle.
Wir haben uns dafür entschieden, Windeln zu benutzen (Tena Pants). Das sind Windelhosen, die er unter der Schlafanzughose trägt. Wenn er "außer Haus" übernachtet, nimmt er sie abends in einem Täschchen mit zur Toilette und zieht sie an. Morgens zieht er sie ebenfalls auf der Toilette aus und hat kleine Einkaufstüten dabei um sie zu verpacken und in den Müll zu werfen. Das klappt gut. Ohne Windeln müsste ich Unmengen Reserveschlafanzüge und Bettwäsche mitgeben. Bei 4 Nächten kommt da einiges zusammen.
Ansonsten bestärken wir ihn in der Überzeugung, dass andere Kinder andere Schwierigkeiten haben, seine Bettnässerei sicherlich bald aufhört und wir voll hinter ihm stehen. Er macht sich schon selber genug Stress, den soll er nicht auch noch durch uns bekommen.

Ich drücke die Daumen, dass es bald wieder aufhört.
Liebe Grüße Hope

JulisMum 05.06.08 [22:36]

Hallo Ihr!

Vielen Dank für eure Antworten! So, nachdem mein Kind nun eine Woche lang jede Nacht nass war, habe ich mit der Kinderärztin gesprochen, die ebenfalls total empört war. Er war ja schließlich schon 1 Jahr trocken, also ist das eine reine Kopfgeschichte.
Sie riet mir auch, wie schon einige andere, die Direktorin zu informieren. Aber vorher hab ich meinem Sohn alle Bettunterlagen weggenommen und ihm gesagt, dass er die nicht braucht. Er ist schließlich groß - und die Genugtuung geben wir der Lehrerin nicht, dass sie recht behält. Seitdem ist er trocken.... siehe da. Außerdem hielt die KÄ es nicht für gut, wenn er unter diesen Umständen mit zur Klassenfahrt käme, denn die psychische Belastung sei für ihn einfach zu groß. Denn die Windeln bzw. DryNites hält sie nicht für klug, da er ja schon trocken war und das für sein Selbstbewusstsein einfach nicht gut wäre. Andererseits, passiert ihm dort ein Missgeschick.....hätte die Lehrerin auch noch recht... geht gar nicht...

Also wird es wohl leider darauf hinauslaufen, dass er diesmal hierbleibt. Ich habe die Direktorin informiert, die das Verhalten auch unmöglich fand und mit der Lehrerin sprechen will.
Zur Zeit hab ich nicht das Gefühl, als würde es was gebracht haben. Mein Sohn kommt jeden Tag nach Hause und fühlt sich von ihr ungerecht behandelt (was vorher nicht so war). Aber ich kann ihn doch jetzt nicht ein Jahr vor Schluss rausnehmen...
Es gibt bei uns auch nicht wirkliche Alternativen...also müssen wir da wohl durch...
Schade, dass diese Lehrerin ihm das nun eigentlich versaut hat...