Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Hilfe bald fängt die Schule an...

Julietta 04.07.08 [23:50]

Hallo,
mein Sohn Noah ist jetzt 6 Jahre alt. Mit 3 Jahren war er ca. 3 Monate tagsüber trocken, danach fing er wieder an tagsüber mal mehr, mal weniger einzunässen. Manchmal mehrmals am Tag, manchmal auch 3 Wochen gar nicht - das geht bis heute so! Nachts war er noch nie trocken. Er trägt Nachts nach wie vor eine Windel.
In unserer KiTA habe ich nun einen Flyer dieser supertollen Internetseite gefunden und bin begeistert!
Und trotzdem weiß ich momentan nicht weiter. Wir haben schon vieles ausprobiert, allerdings auf eigene Initiative, sei es Belohnung für einen trockenen Tag, viele Gespräche, eine Art selbst ausgedachten Sonne-Wolken Kalender...usw. . Unser Kinderarzt entgegnet mir jedesmal wenn ich ihn darauf anspreche, nur ganz locker ob ich wissen würde wieviel prozent kinder dieses problem haben und das dies nicht soo "unnormal" seie. "Das wird schon." sind seine Worte. Super das hilft uns weiter...
Ich habe noch zwei Kinder und so langsam geht mir die Puste aus. Es gibt Tage da kann ich ganz ruhig und locker bleiben. Und mir machen Berge von Wäsche(von einem einzigen Kind) und ständige Riesen-Pipi Pfützen im Bett nichts aus. Dann gibt es aber auch ´Tage wo ich das ganze nicht so einfach nehme und langsam gehts an die Substanz. Es belastet die ganze Familie in einer gewissen Weise. Nicht zuletzt Noah. Und jetzt kommt er im August in die Schule und mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich nur daran denke!!!
Wer hat ähnliche Erfahrungen?

Susi0 05.07.08 [23:34]

Hallo Julietta, so gehts uns ähnlich. Lukas kommt jetzt auch in die Schule. Und bis letzten Herbst hat uns der Kinderarzt auch eher vertröstet. Aber dann wollte Lukas gern trocken werden. Und als wir vom Kinderarzt keine Unterstützung bekamen, habe ich nach langem überlegen im Mai den Arzt gewechselt. Das war die superguteste Idee, die wir hatten. Wir haben erst mal diesen Miktionskalender geführt -hier heisst er Blasenkalender. Da war dann deutlich zu sehen, dass Lukas Blase zu klein ist. Dann hat der Verhaltenstraining bekommen und wir achten viel mehr darauf, was er wie trinkt. Seit dem haben wir 6 trockene Nächte pro Wochen icon_smile.gif Es geht also etwa 1 mal pro Woche noch was daneben. Aber wir sind bester Dinge, dass wir auch das in den Griff kriegen. Der neue Kinderarzt widmet sich uns und dem Thema und wiegelt nicht nur ab.
Ich kann dir nur raten: such dir nen anderen Arzt! Und wenn der nächste ähnlich reagiert, such weiter.
Lukas ist seit er merkt, dass er Einfluss auf sein Pipimachen hat, viel viel ausgeglichener als vorher.
Ihr schafft das auch - nur müsst ihr euch Hilfe suchen.

pacal 06.07.08 [12:08]

Hallo,

ich habe auch den Urologen gewechselt, da der erstere mir immer Ferndiagnosen via Telefon mitgeteilt hat. Keinerelei Kontrollsono, etc.! Der jetztige Urologe hat mir für meinen Sohn für die Nacht zuetzl. Medikamente verschrieben! Und was soll ich sagen: In 4 Wo. war dreimal (in jeweils einer Wo. einmal) das Bett naß! Und wir schleichen die Tbl. gerade langsam aus!
Tagsüber nimmt mein Sohn auch Tbl. ein. Da auch mein Sohn eine zu kleine Blase hat. Mit den Tbl. soll sich die Blase nicht mehr willkürlich zusammenziehen und mein Sohn soll lernen, mehr Urin halten!
Mein Sohn hat nächstens ein Röntgentermin mit Kontastmittel, wo er nüchtern zu sein muß! Der Urologe will nachsehen, ob man evtl. was übersehen hat, was man behandeln/beheben kann! Oder, ob schlichtweg in dieser Hinsicht (was das einnässen angeht) Reifeverzögert ist!

pacal

Julietta 06.07.08 [22:49]

hallo susiO, heißt das diesen Erfolg habt ihr ganz ohne Medikamente hinbekommen? Mit speziellem ganz gezielt bewußtem Training? Noah will auch gerne trocken werden zumindestens deutet er das an, er ist eher so ein Kind dem man allles aus der Nase ziehen muss. Trägt dein Sohn denn Nachts jetzt auch keine Windel mehr?

hallo pacal, auch danke für Deinen Tip, wir haben Freitag (11.7) nochmal einen Termin beim Arzt und ich hoffe das wir dann konkreter werden, was unternehmen und uns ernst genommen fühlen. Ansonsten steht auf jedenfall ein Arztwechsel an!
Langsam bin ich mir auch immer sicherer das wir, mit tausend Hausmittelchen= gut zureden, mal schimpfen, belohnen, ignorieren,so tun als sei alles nicht weiter schlimm,
für jeden "guten" Tag einen Stempel und bei x Stempeln gibts eine bestimmte vorher ausgemachte belohnung...usw. ... nicht weiterkommen. Eher habe ich gedacht man spricht von uns als ich diese Seite zum ersten mal durchgelesen hatte. Ich entdecke soviele Übereinstimmungen. z.B. pinkelt mein sohn nachts immer riesige Mengen, obwohl er vor dem schlafen auf toilette war und seit spätnachmittag nicht mehr viel getrunken hat. er braucht meistens zwei windeln pro nacht und wir tragen ihn noch auf toilette bevor wir ins bett gehen. und trotzdem ist an 4-5 Tagen in der Woche morgens das bett nass. mein sohn hat auch einen supersuper tiefen schlaf, er wird nie wirklich wach beim spätabendlichen auf toilette bringen.

Susi0 06.07.08 [23:11]

Hi Julietta,
wir haben es ganz ohne Medikamente geschafft. "Nur" mit Verhaltensänderung (war für alle beteiligten Erwachsenen nicht ganz einfach) - dazu gehörte, regelmässiges trinken über den Tag verteilt und alle zwei Stunden Lukas aufs Klo geschickt und immer wenn Lukas tagsüber von sich aus pinkeln wollte ihn gebeten, noch ein paar Minütchen zu warten - aber nie so lange, dass was daneben geht. Seit er schon ab dem Frühstück regelmässig trinkt, schluckt er auch abend nicht mehr so viel wie früher, ohne, dass wir was dazu sagen müssen. Kam früher vor, dass er zum oder sogar noch nach dem Abendbrot noch 3 ! große Gläser Schorle getrunken hat (und irgendwo muss das Zeug ja hin ...).
Du schreibst, dass dein Sohn nachts riesige Mengen pinkelt. Das kannst du mit Hilfe des Blasenkalenders (hier gibt es unter dem Punkt Service so ein Teil zum runterladen) selbst mal objektivieren. Nachts sollte die Blase nur 33% Urin herstellen, den Rest am Tag. Wenn dein Sohn nachts sooo viel pinkelt, dann scheint was mit dem Hormon nicht zu stimmen und das kann man medikamentös behandeln.
Lukas trägt nur noch Windeln wenn er sich selbst sicher fühlen will - aber das kommt immer seltener vor. Und wenn dann trotzdem mal was ins Bett geht, ist es auch nicht schlimm. Frische Wäsche liegt immer neben dem Bett und seit das so selten vorkommt, klappt das auch mit dem Waschen.
Das A und O ist die gute Beratung. Und da muss man halt den richtigen Arzt finden, der auch Ahnung hat.
Viel Glück. Wenn du noch Fragen hast, dann melde dich gern noch mal.
Susi