Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Enkopresis - Das Ende eines langen Weges

Seni73 13.01.16 [16:37]

Meine Tochter (icon_cool.gif litt lange unter primärer Enkopresis, lange auch verbunden mit Enuresis. Immer wieder suchte ich im Netz nach Lösungen, stieß aber bei der Suche nach Hilfe oft nur auf Leute mit den gleichen Problemen. Oft habe ich mir teilweise sehr alte Beiträge angeschaut und oft dachte ich, es wäre interessant zu wissen, wie die Leidenswege weitergehen bzw. im besten Falle enden. Doch die Suche ist meist vergebens.
Deshalb möchte ich dieses Forum nutzen, um anderen Mut zu machen. Ich hoffe, es ist nicht zu früh, wenn ich sage, meine Tochter hat es (fast) geschafft!!!
Unsere "Leidensgeschichte" kann man hier im Forum in einem Beitrag aus April 2014 nachlesen (einfach Suchwort "Enkopresis" eingeben). Ich möchte nicht noch einmal alles ausführen.
Nachdem der Darm komplett durchgespült wurde, stellte sich langsam eine Besserung ein, jedoch hatte sie immer noch zeitweise leichtes Stuhlschmieren und hin und wieder nässte sie auch noch ein, obwohl dies schon wesentlich besser wurde. Die Verhaltenstherapie setzten wir auch fort, die Termine waren in größeren Abständen.
Da wir organisch und psychisch alles abgeklärt hatten, waren wir 15 Monate nach dem Krankenhausaufenthalt zum ersten Mal bei einer Osteopathin. Es dauerte 2 Monate, dann war zunächst das nächtliche Einnässen komplett verschwunden. Ein nasses Bett gab es in den letzten 1,5 Jahren ein Mal. Das Einnässen tagsüber war auch irgendwann gar kein Problem mehr.
Das Movicol reduzierten wir ganz langsam. Sie nimmt immer noch ganz wenig, da sie sich beschwert, wenn der Stuhlgang zu hart wird. Die Hosen sind nun fast immer sauber. Hin und wieder hat sie eine leichte "Bremsspur". Sieht aber eher so aus, als habe sie sich nicht richtig abgewischt. Die Stuhlfrequenz hat sich normalisiert, statt 4-5 mal am Tag, geht sie nun 4-5 mal pro Woche auf die Toilette und hat normalen Stuhlgang. Insgesamt hatten wir im Laufe eines Jahres 9 Termine bei der Osteopathin.
Ich hoffe sehr, dass sich das Problem nun endgültig erledigt hat und dass es keinen Rückfall gibt.
Ich weiß auch nicht, ob die Osteopathie alleine geholfen hätte. Ich denke, es war ein Zusammenspiel aus allem. Die organischen Voraussetzungen müssen sowohl für eine Verhaltenstherapie als für die Osteopathie gegeben sein.
Ich möchte allen Mut machen: Gebt nicht auf!!!

Gabriele Grünebaum 14.01.16 [10:50]

Hallo Seni, danke, dass Sie hier noch mal ein update veröffentlichen. NICHT AUFGEBEN ist eine wichtiger Appell! Enkopresis ist häufiger mit der Enuresis verknüpft, als man glaubt. Da das Thema so tabuisiert ist, wird kaum darüber gesprochen. Schön, dass Sie Hilfe gefunden haben und dass es besser wird. Alles Gute G.Grünebaum