Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Annkathrin, fast 15 Jahre

naumann birgit 06.08.16 [14:52]

Hallo, und Guten Tag
Meine Tochter, bald 15 Jahre, ist bis heute noch nicht trocken.
Wir haben schon so ziemlich alles ausprobiert.
Das "wirksamste" dabei war, als wir ihr einen Computer für die Schule gekauft haben. Denn dafür musste sie 3 Monate trocken bleiben. Das hat sie auch geschafft, Nachts und auch am Tag.
Ab dem 4. / 5. Monate ging es wieder los. Ich finde nur, dass es noch mehr geworden ist.
Ich sage ihr immer, wenn in der Nacht das Bett nass ist, soll sie es einfach neu beziehen und die Wäsche früh zur Waschmaschine schaffen. Ich denke, in diesen Alter dürfte das kein Problem sein.
Aber deshalb gibt es immer Streit. In der Nacht ist das Bett nass. Sie holt sich die nächste Decke und legt es einfach darauf. Die nasse Bettdecke dreht sie rum, oder es kommt auch eine Neue. Ihre Wäsche bleibt in den Zimmer. Wenn es ihr denn doch zuviel wird, mit dem Gestank, macht sie die Kinderzimmertür auf.
Der Geruch zieht durch die ganze Wohnung.
Von allein kommt meine Tochter leider nicht auf die Idee überhaupt ihr Zimmer aufzuräumen, incl. der ganzen dreckigen Wäsche.
Tagsüber läuft sie auch immer mal wieder mit einer nassen Hose rum.
Ich frage sie dann immer: "Merkst du nicht, das deine Hose nass ist"
Antwort: Ach nee, oder Mama nerv mich nicht.
Umziehen tut sie sich aber nicht.
Ihre zwei Brüder, 15 und 12 Jahre, finden das nicht mehr witzig. Sie schämen sich richtig, wenn ihre Freunde mal kommen. (Meine Tochter hat keine Freundin, die mal zu Besuch käme)
Schläft sie allerdings wo anders, klappt das immer.
Der Hausarzt konnte mir noch nicht helfen.
Deshalb habe ich vor 3 Monaten einen Termin beim Urologen gemacht. Er sagte nur zu mir das er so einen Fall noch nie gehabt hätte.
Bei den Medikamenten nimmt sie in den 1. Monat "Mictonorm" Abends 1 Tablette
2. Monat "Mictonorm" Früh und Abends je 1 Tablette
3. Monat "Mictonorm" Früh, Mittags, Abends je 1 Tablette
Auf dem neuen Rezept steht das da sie noch zusätzlich "Mintrin nehmen soll.Die ersten 14 Tage je 1 Tablette und dann 2 Tabletten täglich. ( Das sind dann 5 Tabletten am Tag)

Das was der Arzt ihr sagt ,macht sie auch nicht. ( Einen Tag lang die Trinkmenge aufschreiben, Die Urin menge messen,) Helfen darf ich dabei aber auch nicht. (das will sie nicht)

Organisch ist zum Glück alles OK.
Ihre Regel hat sie noch nicht.
Der Arzt hatte ihr auch Windeln für die Nacht und Einlagen für den Tag verschrieben. Die nimmt sie auch. Bett aber trotzdem Nass. Und die vollen und benutzten Windeln und Einlagen bleiben auch liegen.

Nun wurde mir empfohlen, ich soll doch mal mit meiner Tochter zur Hypnose gehen.
Hilft das was? Wo finde ich so jemanden?

Viele Grüße
Birgit

Gabriele Grünebaum 13.09.16 [10:27]

Hallo, es gibt keine wissenschaftlichen Untersuchungen darüber, ob Hypnose bei Enuresis hilft. Bei solchen nicht wissenschaftlich belegten "Therapien" besteht immer die Gefahr, dass man den Kindern Hoffnungen macht, die sich nicht erfüllen. Vielleicht sollten Sie noch mal einen Urotherapeutischen Ansatz wagen. Es gibt hierfür einige Zentren, die sich auf die Enuresis spezialisiert haben. Alles Gute
G.Grünebaum