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Xenia03
04.09.11 [11:36]
Hallo,
meine Tochter ist 8 J. alt und nässt nachts noch ein. Tagsüber ist sie zu 100 % trocken. Das ist also kein Thema mehr. Nachts schäft sie so tief das sie nicht aufwacht. Sie nässt jede nacht ein. Auch wenn sie mal später ins Bett gegangen ist und noch vorher auf dem Klo war. Was mich wundert ist , warum muss sie tagsüber so selten aufs Klo? Sie trinkt nicht so viel tagsüber aber nachts ja gar nichts. Es kann sein, daß sie den ganzen vormittag (in der Schule) nicht auf dem Klo war. Hebt sie sich das für nachts auf?
Auf jeden Fall hab ich jetzt mit Nocutil angefangen und achte darauf das sie bis 17.00Uhr das meiste getrunken hat.
Aber trotzdem, warum ist die Windel nachts voll bis zum Anschlag während sie tagsüber selten auf Klo muss? Hat da jemand eine Idee?
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Gabriele Grünebaum
05.09.11 [17:25]
Hallo,
haben Sie schon mal ein Blasentagebuch geführt - d.h. aufgeschrieben wieviel und was und wann Ihre Tochter trinkt?
Wenn Sie schreiben sie "trinkt nicht so viel" - dann sollte das objektiviert werden.
Wie schwer ist sie? Wieviel trinkt Sie denn tatsächlich?
Häufig ist es so, dass Kinder, die tagsüber richtig trinken (über den Tag verteilt), auch Nachts trocken werden.
Vor der Gabe von Medikamenten ist auch wichtig zu wissen, wieviel Pipi sie tagsüber und wieviel sie nachts macht.
Auf der Internetseite www.blasentagebuch.de können Sie so ein Blasentagebuch führen.
Alles Gute
G.Grünebaum
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Xenia03
13.09.11 [17:35]
Hallo,
nein ein Blasentagebuch hab ich bisher nicht geführt. Muss allerdings auch sagen, dass ich mich ziemlich allein gelassen fühle. Als ich mit meiner Tochter das erstemal beim Arzt war hat er mir die Tabletten verschrieben, sagte aber auch das es irgendwann auch von selbst funktioniert. Viele hätten dieses Problem. Nachdem ich dann die Nebenwirkungen gelesen habe, hab ich mich entschieden zu warten. Leider passierte aber bis heute nichts. Die Windel ist sehr voll, wir haben es ohne Windel versucht aber sie ist gar nicht aufgewacht als das Bett naß war. Nun geb ich ihr Nocutil. Wir sind noch in der Einstellphase. Die Windel ist noch immer naß aber es wird immer weniger Urin. Ich wiege die Windel jeden Morgen. Leider wurde sonst nichts gemacht. So etwas wie "Blasentagebuch" , "Blasenkapazität", "richtige Trinkmenge tagsüber" musste ich mir "ergoogeln".
Auch wird beschrieben nicht soviel Flüssigkeit aufzunehmen wenn man Nocutil nimmt. Gilt das auch tagsüber oder vor allem 1-2 Std. vor Einnahme der Tablette und vor allem danach? Im Moment schaue ich danach das sie tagsüber mehr trinkt.
Im Moment geb ich ihr die Tablette ca 1 Stunde bevor sie ins Bett geht. Es ist auch immer die gleiche Uhrzeit. Ist es wichtig das die Tablette immer zur gleichen Zeit gegeben wird? Oder kann es auch mal 1 oder 1/2 Stunde später sein? Irgendwo -im Interenet- hab ich gelesen "Einnahme auf der Bettkante" also direkt vor dem Schlafen gehen. Hin und wieder kann es ja mal passieren, das sie etwas später ins Bett geht.
Für die Hilfe schon mal besten Dank im Voraus.
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Gabriele Grünebaum
14.09.11 [07:43]
Hallo Xenia, ein Artz, der einfach mal Desmopressin verschreibt und der zu einem 8 jährigen Mädchen sagt, das das nicht mal notwendig ist, weil das Bettnässen von allein verschwindet, ist nicht zu empfehlen!
VOR eine Therapie MUSS ein Blasentagebuch gemacht werden, um festzustellen, was überhaupt die Ursache ist und dann sollte zielgerecht behandelt werden.
Fürhen Sie doch mal für 3-4 Tage ein Blasentagebuch (z.B. unter www.blasentagebuch.de).
Wenn Ihre Tochter morgens gar nicht zur Toilette geht, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass sie auch morgens nicht genügend trinkt. Ein Blasentagebuch wird dieses Verhalten auswerten und Ihnen wertvolle Tipps geben können.
Desmopressin sollte "auf der Bettkante" gegeben werden, damit das Kind anschliessend nichts mehr trinkt. Besser wäre es, etwa 1 Stunde vor dem zubett gehen, aber dann sollte sicher gestellt werden, dass das Kind DANACH nix mehr trinkt. Richten Sie sich bei der Einnahme danach, wann das Kind ins Bett geht und geben Sie die Medikation entsprechend - es muss nicht täglich dieselbe Uhrzeit sein.
Gut, dass Sie darauf achten, dass das Kind genug trinkt. Tagsüber sollte das Kind dem Gewicht entsprechend ausreichend trinken - ca. 40-50 ml pro kg Körpergewicht. Und hiervon sollte es 75% bis 17 Uhr getrunken haben.
Wenn Desmopressin hilft (ohne Diagnostik reiner Zufall - und da haben Sie Glück) kann es ggf. wenn es zwar die Urinmenge reduziert aber noch nicht zur Trockenheit führt, auch in der Dosis angepasst werden. Das muss aber der Arzt entscheiden. Entweder gibt man dann 2 Tabletten 0,2mg oder ggf. auch die Schmelztabletten, die besser resorbiert werden und wo weniger Wirkstoff häufiger zu einem besseren Ergebnis führen.
WICHTIG: Wenn Desmopressin hilft, sollte es langsam nach einem besonderen Schema ausgeschlichen werden. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind nachhaltig trocken bleibt und keinen Rückfall erleidet enorm. Mehr als 87% der Kinder, die so behandelt werden (wo man das Medikament ausschleicht), bleiben trocken.
Ihr Arzt kann sich das Schema z.B. bei der Herstellerfirma von MINIRIN aus dem Netz laden - und Sie finden hier ganz unten auf der Seite
http://www.initiative-trockene-nacht.de/bettnaessen/therapie/medikamente/desmopressin.html
unsere Beschreibung des Ausschleichschemas.
Viel Glück
G.Grünebaum
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