Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Rückfall nach Pieselpiepser

TanteEmma 14.04.18 [07:16]

Hallo Zusammen,
mein Sohn ist sechs Jahre alt und müsste bis Januar diesen Jahres jede Nacht ein. Er war jeden Morgen bis zum Hals nass.
Im Januar starteten wir mit dem Pieselpiepser und waren ganz begeistert, wie schnell es funktionierte. Nach zwei Wochen war er trocken und so mega stolz. Er ging seit dem jede Nacht zwei mal auf Toilette ohne dass etwas in die Hose lief. Seit zwei Wochen nun nässt er wieder jede Nacht große Mengen ein. Ich habe das Gefühl, dass er momentan besonders tief schläft und einfach nicht wach wird. Auch der Pieselpiepser schaffte es bisher noch nicht ihn rechtzeitig zu wecken. Kommt es häufiger vor, dass Kinder nach 2 Monaten noch mal einen Rückfall haben? Mein Sohn leidet um unter einer leichten Muskelschwäche. Nach Wachstumsschüben fällt dies besonders auf. Im Moment scheint dies wieder der Fall zu sein, da er auch große Probleme hat seine Spucke kontrolliert im Mund zu halten. Könnte sein Einbüssen auch mit seiner fehlenden Muskelspannung zusammen hängen? Hat jemand von euch Erfahrung damit? Mein Kinderarzt geht darauf leider gar nicht ein.
Mein Sohn macht tagsüber einen fröhlichen ausgeglichenen Eindruck auf mich. Natürlich möchte ich auchh für psychische Probleme wachsam sein, aber bisher konnte ich keinerlei Auffälligkeiten feststellen.
Ich würde mich über Antworten sehr freuen.

Gabriele Grünebaum 14.04.18 [13:01]

Guten Tag Tante Emma,
Die Alarmtherapie ist nicht gedacht, dass die Kinder mehrfach in der Nacht geweckt werden. Kinder benötigen dringend ihren ungestörten Schlaf, um tagsüber fit zu sein.
Nach dem ersten Wecken sollte der Alarm ausgeschaltet werden.
Ziel jeglicher Therapie ist nicht das trockene Bett (allein), sondern ein Kind, dass trocken durchschläft!
Falls Ihr Sohn jedesmal "bis zum Hals nass" war/ist und mehrfach auf die Toilette gehen muss, so scheint es zu sein, dass er Nachts mehr Urin bildet, als die Blase fassen kann. Das mag daran liegen, dass die Blase nicht altersgerecht entwickelt ist, oder daran, dass Nachts zuviel Urin gebildet wird (der dann nicht in die Blase passt).
Ist das der Fall, würde man ggf. anders therpieren.
Ist denn schon einmal ein Blasentagebuch geführt worden, um die Blasenkapazität zu ermitteln und die Menge des Urins, die Nachts gebildet wird?
Mit besten Grüßen
G.Grünebaum