Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten
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Psychische Ursache bei primärer Enurisis diurna?

Kerstin 05.04.09 [09:27]

Hallo miteinander,

wir waren am Montag bei der Kinderpsychologin, da mein Sohn (fast 6 Jahre) an primärer Enurisis diurna et nocturna (war noch nie tagsüber oder nachts trocken) leidet. Beim Urologen waren wir schon und da wurde fest gestellt, dass die Blase zu verkrampft ist, nicht genug fasst (wenns hoch kommt 100ml) und er zu wenig trinkt. Da mein Sohn die Medikamente nicht verträgt hält ihn der Urologe für austherapiert, womit ich ganz und gar nicht einverstanden bin.
Leider weigert sich mein Sohn standhaft mehr zu trinken. Ich krieg höchstens 500ml täglich in ihn rein und das auch nur selten.
Da ich nichts unversucht lassen möchte, bin ich von mir aus zur Kinderpsychologin gegangen. Nun meinte diese, dass primäre Enurisis diurna immer ein psychisches Problem sei. Hä?
Im I-Net habe ich nur gelesen, dass es gerade hier keine psychische Ursache hat. Auch alle Ärzte bisher (Urologe bzw. KiArzt) meinten, man könne eine psychische Ursache gleich ausschließen.
Leider bekommen wir die Auswertung der Sitzung erst in zwei Monaten, da die Psychologin bis Ende April im Urlaub ist und im Mai schon alle Termine voll waren.
Jetzt bin ich halt schon hibbelig was da raus kommt.
Hat jemand schon Erfahrung bei primärer Enurisis diurna und psychische Ursachen?

Grüßle, Kerstin

pacal 05.04.09 [17:08]

Hallo Kerstin,

ist doch klar, daß die Psychologin sagt, daß es eine psychische Ursache ist! Sie kann doch den Pat. nicht ablehnen und etwas muß man ja behandeln!
Das ist totaler quatsch! Laß das mit der Psychologin sein und such einen anderen, guten Urologen auf! Beim Psychodoc bekommt man gleich einen "Stempel" aufgedrückt!
Mein Sohn, mittlerweile 6 1/2 J., litt auch lange Zeit an einnässen, sowohl tags- als auch nachts über! Ich habe auch einmal den Urologen gewechselt. Der hat meinem Sohn neben den Tabl. für Tags auch Tbl. für nachts gegeben! Und siehe da, innerhalb von 1 bis 2 Mon. war mein Sohn nachts trocken. Nur tagsüber hat er wieder einen ganz leichten Rückfall bekommen, nachdem er 1 Mon. komplett trocken war! Aber es ist schon um einiges besser, als vor den Tbl.! Da hat er an so manchen Tagen 6 bis 8 nasse Hosen gehabt! Und mein Sohn ging noch mit 3 Jahren mit Windel in den Kindergarten!
Jetzt hat er immer ein paar Tropfen in der Unterhosen, bis minimalen kleinen Urinfleck in der U-Hose, bis er auf Toilette geht! Doch inzwischen bin ich mir bei meinem Sohn sicher, daß es jetzt nicht mehr das Problem ist, daß er es nicht spührt, daß er muß, sondern Faulheit! Bzw., er ist so ins Spielen, Fernsehen oder anderes so sehr vertieft, daß er vergißt, auf´s Klo zu gehen!

Was das zu wenig trinken angeht: Ist bei meinem Sohn heute noch nicht viel besser! Er trinkt am Tag zwischen einem halben bis 1 Liter! Doch meist belibt es bei einem halben Liter!
Ich wende, ohne, daß es mein Sohn mitbekommt, Tricks an: Z.b. auch mal ne Suppe als Vorspeise vor dem Hauptgang! Oder auch mal nur Nudelsuppe zum Mittagessen! Oder wenn er es möchte, auch mal Eiswürfel ins Trinken! Die geben ja noch zusätzlich Flüssigkeit ab (wenn sie schmelzen). Des weiteren liefern Obst und Gemüse auch noch eine gewisse Menge an Flüssigkeit!
Jetzt, da es ja wieder wärmer wird, bekommt mein Sohn ab und an auch mal ein Wassereis! Dann gibt es ja noch im Sommer Wassermelone! und ab und zu lasse ich meinen Sohn auch mal Saft pur trinken. Schmeckt besser, als immer wieder Frucht-Schorlen. Und mein Sohn kann´s vertragen, der ist eine Bohnenstange icon_wink.gif !
Was mein Sohn auch liebt, wenn er Orangen mit der elektr. Saftpresse pressen darf - so ein frischgepresster O-saft ist schon was feines!!!
Wenn die Kids, wie auch Erw., salziges essen, kommt der Durst ganz von allein! Und wenn es erst mal wärmer wird, bzw.., im Sommer warm ist, dann kommt das Trinken von ganz allein.

Gruß,
pacal