Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten
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primäre Enuresis Nocturna mit 9 1/2 - wer kennt INPP?

sabines_123 08.04.09 [19:35]

Hallo,
schön, dass man sich mal austauschen kann... Die Tochter meines Lebengefährten nässt nachts immer noch ein (9 1/2 Jahre). das war auch schon immer so. Vor einigen Jahren wurde Sie durch den Kinderarzt therapiert mit Medikamenten, die die Blase stärken/vergrößern sollten. gleichzeitig musste sie Diät halten, um den Darm zu entlasten, damit er nicht auf die Blase drückt. Wie die Tabletten hießen, weiß ich leider nicht mehr. Hat aber auch keine Besserung gebracht.

Danach wurde Tage- bzw. Nachtprotokoll geführt. Dazu gab es eine Klingelhose. Die einzigen, die wirklich davon wach geworden sind waren wir. Das Heft, das geführt wurde, war glaub ich auf 4 Wochen ausgelegt, es gab gar keine Besserung. Danach hat die Mutter uns zu den Wochenenden einen Sonne/Wolkenkalender mitgegeben. Meist waren es Wolken.. Irgendwann hat die Mutter dann entschieden, dass alles aufzugeben und gar nichts mehr zu machen.

Einmal vor längerer Zeit hatten wir in den Ferien fast eine Woche ein trockenes Bett, aber das war wohl Zufall.
Wir würden so gern helfen, sind natürlich dadurch, dass Katrin bei der Mutter lebt sehr eingeschränkt.

Ich habe mir in der letzten Zeit ein paar Dinge angelesen und hätte da einige Fragen, weil mein Lebensgefährte in Kürze ein Gespräch mit der Mutter hat:
Wer hat den Hormonhaushalt überprüfen lassen und wie bzw. wann wird das gemacht (nachts??)?

Die Mutter will nun über das Institut INPP eine Therapie beginnen. wir haben uns den Internetauftritt dieses Unternehmens angesehen und sind sehr skeptisch, dass man da überhaupt zu der richtigen Zielgruppe gehört. Es wird von motorischen Störungen, ADS und ADHS-Kindern gesprochen. Hat da jemand etwas von gehört? Abgesehen davon soll das Ganze mind. 1 Jahr mit täglichen Übungen dauern und 1.000 Euro kosten! Ich finde, das ist noch ein langer Leidensweg, wenn noch nicht mal die körperlichen Dinge abgeklärt sind, oder!?

Was man vielleicht noch wissen sollte, ohne dass mein Roman zu lang wird, ist, dass wir das Gefühl haben, dass Mutter und Kind fast eine Symbiose in ihrer Beziehung haben. Die Mutter ist sehr dominant und übt immens viel Druck aus. Katrin ist ein Kind, dass sehr "Funtioniert" - wir vermuten daher eventuell auch ein psychisches Problem.

Noch eine letzte Frage: gibt es einen Experten in Schleswig-Holstein, bei dem man alle möglichen Therapiemöglichkeiten besprechen könnte?

Ich hoffe, dass ich nicht zu lang geworden bin, es gibt so viel zu sagen - Danke für Antworten.
Viele Grüße Sabine

Hexe 09.04.09 [09:23]

Hallo sabines, ich hatte noch nie über INPP gehört. Habe versucht, mich mal schlau zu machen und nix seriöses zum Thema INPP und Bettnässen gefunden. Man darf aber soch wohl davon ausgehen, dass wenn es die Krankenkasse nicht zahlt, es keine anerkannte, durch Studien belegte Methode bzw. Therapie ist.
Ob ein Mangel am Hormon Desmopressin vorliegt (den man übrigens dann medikamentös behandeln kann z.B. mit Minirin) kann man feststellen, wenn man für mind. 3 Tage und Nächte ein Blasentagebuch führt. So was findest du hier auf der Seite. Du musst dann 3 Tage und Nächte aufschreiben wann, wieviel und was das Kind trinkt und wann und wieviel sie Pipi macht. Normalerweise sollte sie tagsüber 2/3 pinkeln und nachts max. 1/3. Viele Kinder machen Nachts aber genausoviel Pipi oder gar deutlich mehr, als tagsüber - das kann ein Hinweis auf den Hormonmangel sein. Wenn die Kinder motiviert sind, können sie mit 9 Jahren solch ein Blasentagebuch auch selbst führen (finden sie sogar aufregend). Dazu muss sie tagsüber in einen Messbecher pinkeln und Nachts eine Windel tragen, die morgens gewogen werden muss - Trockengewichte der Windel vom Nassgewicht abziehen und dann entspricht 1g etwa 1ml Urin.
In Kiel praktiziert im Krankenhaus ein Vorstandsmitglied der Deutschen Enuresis Akademie - Dr. Eggert, der auch zum Thema Bettnässen forscht.
Viel Glück Hexe

sabines_123 09.04.09 [11:47]

Hallo Hexe, vielen Dank. Das bestärkt uns. Habe gerade mit meinem Hausarzt gesprochen. Der konnte scih vage daran erinnern, dass er von INPP mal einen Prospekt bekommen hat. Er äußerte nur, dass es mehr Institute gäbe, die mit dem Leid anderer Leute ihr Geld verdienen und es immer noch genug gäbe, die meinen, weil es viel Geld kostet wäre es auch besonders erfolgversprechend.
Der richtige Weg ist, wie du auch schreibs:, Überprüfung Hormone bzw. zum Urologen.
Danke
Gruß Sabine