Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

piesel piepser mit problemen

Luck 15.06.15 [21:22]

hallo zusammen,

erst mal möchte ich uns kurz vorstellen:

wir, das sind meine Tochter (im Sep 8 und kommt in die dritte Klasse) und ich, allein erztiehend seit 4 Jahren, aber sehr gutes Verhältnis zum Kindsvater. Freundschaftliche gute Trennung.

Tochter war schon mal vor etwa 3-3,5 Jahren für ein paar Monate trocken, warum dann nciht mehr, weiss ich nicht, es gab keinen konkreten Auslöser. Das wieder (täglich nächtliche Einnässen war vor Einschulung - daran kann es also nicht liegen)

KIA Besuch und Uruloge haben wir hinter uns. Also soweit so gut. Sie hat zwar immer Rstharn, der aber nicht das Problem des nächtlichen Einnässen ist, da sie tagsüber sehr zuverlässig (seit sie 3 ist) trocken ist.
Geht nur häufig af die Toilette, aber das kann man (lt Uruloge trainieren)

Nun haben wir den Piesel Piepser verschrieben bekommen.

Tochter ist so semi begeistert, denn:

Die Windel war morgens immer knallvoll - aber nach Gesprächen mit ihr wissen wir, dass von viell 3-4 rein pieseln, 2-3 reine Bequemlichkeit sind, weil sie zu faul zum Aufstehen ist.
Das sagt sie auch.
Sie will nicht aufstehen und aufs Klo gehen - laufen lassen ist da praktischer.

Nun haben wir also den Piesel Piepser is Spiel gebracht, mt mittlerer begeisterung.

Sie hat dann gleich mal in der zweiten Nacht den Sensor aus der Unterhose gepult, und ich hab ihr morgen gesagt, dass das mist ist.
In der nächsten Nacht selbes Spiel wieder, mit dem Ergebnis, das Sensor kaputt war (Kabel gerissen)
Nun haben wir seit samstag das neue, und die Maus wieder im Einsatz.

Zum thema rauspulenn hab ich ihr gesagt, dass sie das nciht machen darf, weil wir sonst echt Ärger bekommen.
Um das besser im Auge zu behalten dachte ich, ich lass sie ohne was ins Bett gehen, und wenn ich dann ins Bett gehe, schicke ich sie nochmal aufs Klo, dann Maus dran, und dann ist hffentlich alles gut - Pustekuchen.
Dann hat sie gestern nact eben einfach so gepullert.
Ich weiss es nach dem gespräch von heute, dass sie da noch wwach war, man hat es an ihrem Gesicht gesehen, als ich sie gefragt hab.
nun auch dieses Thema hoffentlich ad acta gelegt. weil das geht nicht.
Ich hab ihr auch klar gesagt, wen nachts was ins Bett geht, überhaupt kein Thema, aber mit Absicht - nicht gut, gar nicht gut, und da werd ich auch stinkig.

Nun weiss ich einfach nicht, wie der beste Weg ist.
Ich hoffe, dass mir da vielleicht ein paar Mut zusprechen können, oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben..Irgendwie bin ich ratlos.

Nachts wacht sie von dem Piepsen auf, und wir gehen zusammen auf die Toilette. Soweit so gut. (im Moment so 2x, aber piepser ist auch erst ab 11 im Einsatz)

Und vielleicht noch ganz wichtig. Bis vor 2 Monaten hatte das Thema überhaupt keinen Druck, da ich gehofft hatte, es regelt sich von selber.
Aber nun, da sie bald 8 wird, sehe ich da schon langsam handlungsbedarf, vor allem mit dem (jetzigen) Bequemlichkeitswissen.

Ich danke Euch vielmals, da ich nun echt etwas unsicher bin icon_frown.gif

Liebe Grüße
Luck

Gabriele Grünebaum 21.06.15 [12:05]

Hallo Luck,
"Geht nur häufig auf die Toilette" - was bedeutet das? Wie häufig geht sie und wieviel Urin lässt sie jedesmal? Diese Details können einen Hinweis auf die Blasenkapazität geben. Und die zu wissen ist wichtig, wenn man eine Therapie vorschlägt.
"Windel knallvoll" - haben Sie das mal gemessen? Das kann man tun indem man die trockene Windel wiegt und die nasse Windel und das Gewicht der trockenen Windel von dem der nassen abzieht. Die Differenz ergibt im ml etwa die Menge an Urin, die das Kind nachts gemacht hat. Zu dieser Menge ziehen Sie noch die Urinmenge hinzu, die das Kind direkt nach dem Aufstehen in die Toilette macht (zuerst in einen Messbecher zum messen). So haben Sie die Urinmenge, die das Kind des Nachts produziert hat.
Diese ist bei gesunden Kinder weniger bis gleich etwa ein Drittel der gesamten 24-Stunden-Urinmenge.
Übrigens: Eine Alarmtherapie sollte man nicht die ganze Nacht mehrmals an haben. Ein Alarm pro Nacht reicht! Das Kind braucht doch auch seinen ungestörten Schlaf.
Wenn der Leidensdruck beim Kind nicht so groß ist und Ihre Tochter an einer Therapie nicht nur nicht mitwirkt, sondern sie auch noch boykottiert, dann macht die Therapie auch wenig Sinn.
Alles Gute
G.Grünebaum