Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten
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Osteopathie hilft

Nutzer 1344 15.07.10 [10:32]

Hallo,

meine Tochter ist 6 Jahre alt und nässt seit 3 Jahren tagsüber und auch nachts ein.
Sie hat oft gesagt, dass sie es nicht merkt, wenn die Blase voll ist. Wir haben unsere Tochter sehr oft auf die Toilette geschickt, wobei oftmals nichts kam. Zwischenzeitlich hat sie sich auch
einfach geweigert, weil das Spielen unterbrochen werden musste. Das ist ja auch doof. Sie hat auch nicht verstanden, warum sie auf die Toilette gehen soll, obwohl sie doch gar nicht muss. Oft war die Hose dann noch nicht mal 5 Minuten nach dem letzten Toilettengang nass.
Wir haben die ganze Zeit nicht verstanden, warum auf der Toilette nichts kam und 5 Minuten später ist die Hose nass.
Bei uns hat das ständige auf die Toiletteschicken nichts geholfen. Es war nur eine große psychische Belastung für uns und unsere Tochter.
Jetzt haben wir endlich Hilfe bei einer Osteopathin gefunden. Schon nach der ersten Untersuchung hat sie herausgefunden, was das Problem ist. Die Blasenmuskulatur meiner Tochter war sehr stark verkrampft. Dadurch hat die Blase kein Signal ausgesendet, dass sie voll ist. Die nasse Hose war dann sozusagen das Resultat der übergelaufenen Blase.
Wir sind jetzt seit drei Monaten alle zwei Wochen bei der Ostheopatin in Behandlung und es wird immer besser. Es hat etwas gedauert, bis eine Besserung eingetreten ist. Am Anfang mussten wir unsere Tochter noch auf die Toilette schicken, aber dann kam auch immer öfter etwas und die nassen Hosen wurden immer weniger. Mittlerweile merkt sie es schon alleine, wenn sie auf die Toilette muss. Anfangs hatten wir mehrmals täglich nasse Hosen. Inzwischen nur noch einmal alle zwei Wochen, wenn überhaupt.
Ich kann nur empfehlen, einfach mal zu einer Erstuntersuchung zu einem Osteopathen zu gehen. Man hat ja nichts zu verlieren, nur etwas zu gewinnen, wenn der Osteopath helfen kann.

Vielleicht

Gabriele Grünebaum 19.07.10 [23:50]

Hallo Sternschnuppe,
schön dass Ihre Tochter nun deutlich weniger einnässt.
Was hat denn die Ostheoppathin gemacht?
Was war denn die Diagnose, die sie gestellt hat?
.. fragt neugierig
G.Grünebaum

Nutzer 1344 31.07.10 [10:07]

Nach der Erstuntersuchung, bei der die Ostheopathin meine Tochter von Kopf bis Fuß an bestimmten Punkten abgetastet hat, wurde festgestellt, dass die Blasenmuskulatur meiner Tochter mehr wie stark verkrampft ist.
Während der Behandlung drückt die Ostheopathin an bestimmten Punkten, meistens in der Blasengegend, mit ihren Fingern.
Das hört sich jetzt wahrscheinlich komisch an. Ich kann es nicht anders beschreiben, aber es hilft meiner Tochter.

Heute nacht war sie zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren trocken.
Wir waren zwar zweimal auf der Toilette, aber egal. Sie war so stolz, als sie heute morgen immer noch ihre Unterhose anhatte, und diese auch trocken war.
Das Strahlen in ihrem Gesicht hat die ganzen Anstrengungen wettgemacht.

Gabriele Grünebaum 31.07.10 [10:37]

Hallo, schön, dass das Kind nachts nicht eingenässt hat nach der ostheopatischen Behandlung. Ich gebe nur zu bedenken, dass das Ziel einer Enuresis-Behandlung NICHT das trockene Bett ist! sondern trocken durchzuschlafen.
Kinder brauchen einen ungestörten (auch von der Blase ungestörten) Schlaf. Da macht es keinen Sinn, wenn sie nacht ein- oder mehrmals aufwachen/aufstehen, um Pipi machen zu gehen ...
Untersuchungen haben gezeigt, dass der Schlaf, wenn er denn auf diese Weise unterbrochen wird, deutlich schlechter ist, d.h. dass man dann morgens weniger ausgeruht, zerschlagener und müde ist.
Das kann nicht das Ziel sein, nur um ein trockenes Bett zu erreichen.
Aber berichten Sie doch mal weiter, wie sich die Situation entwickelt.
Liebe Grüße
G.Grünebaum