Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

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Nächster Versuch ;)....

mimost 04.07.10 [16:05]

Hallo, auch ich bin neu hier und mit einem bettnässenden Sohn gesegnet....
Er ist jetzt acht und war noch nie nachts trocken ( doch vielleich 10 mal so ausversehen ).
Momentan sind wir ohne Windel, weil sein vierjähriger bruder es auch gerade mehr oder weniger erfolgreich ohne versucht. Wir handhaben es so, das wir ihn zwei bis zweieinhalb Stunden nach dem zu Bett gehen ( vorher geht er immer noch aufs WC!) wecken und aufs WC bringen. Naja wecken kann man es eigendlich nicht nennen es ist fast ein schlafend rüberschleppen...dort pieselt er dann gefühlte mehrere liter.wenn wir ihn rechtzeitig aus dem bett geholt haben ist er meistens morgens trocken.Leider merkt er von den nächtlichen Toiletten gängen überhaupt nichts.Des öftreren sind wir einfach zu spät dran, da schwimmt er dann immer schon richtig in seinem bett!für mich ist das ein sicheres Zeichen für einen ADH Mangel oder? Wir waren auch schon bei Ärzten klar, lange hieß es abwarten das gibt sich.Körperlich ist er gesund und in einer Pipiklinik waren wir, wo er aber etwas stur reagierte und bei dem vorgeschriebenen Trink und Pipi protokoll nicht gut mitmachte, woraus wir kurzerhand nach Hause geschickt wurden und uns die Tabletten verweigert wurden!Seit zwei Wochen sind wir homöopatisch unterwegs, er ertägt auch die extra Zahnpasta die sooo eklig schmeckt,aber erfolg haben wir gleich null!Können wir das desmopressin nicht auch von der Kinderärztin bekommen?Ach ja,der opa und ich waren auch bettnässer...

Gabriele Grünebaum 05.07.10 [08:37]

Hallo Mimost,
Ihre Beschreibungen könnten in der Tat ein Hinweis sein auf einen ADH Mangel. (Opa, große Menge, erhöhter Aufwachwiderstand ...).
Aber es ist verständlich, dass die Klinik möchte, dass das Kind bei der Therapie mitmacht. Es macht z.B. wenig Sinn, Desmopressin zu verordnen, wenn zusätzlich auch ein Verhaltensfehler vorliegt und das Kind z.B. morgens zu wenig trinkt ...
Sprechen Sie mit Ihrem Sohn darüber, dass Sie das Thema sicherlich bald durch haben, wenn er bei der Therapie gut mitmacht. Dann machen Sie noch mal ein Blasentagebuch und suchen sich dann ggf. einen Arzt, der mit dem Kind gut sprechen kann.
Vielleicht mag Ihr Sohn ja mithelfen, das interaktive Blasentagebuch im Internet auszufüllen?
www.blasentagebuch.de

Viel Glück
G.Grünebaum

mimost 07.07.10 [19:18]

Hallo Frau Grünebaum!
Viele Dank für Ihre Antworten!Seit wir in der Klinik waren achten wir natürlich so gut es geht auf die Trinkerei. Er trinkt morgens oft zwei
Becher, in der Schule mit Mittagsbetreuung ( bis 14h) hat er ca einen halben Liter, davon trinkt er min die Hälfte, wenn mal nicht erinnere ich ihn besser drauf zu achten. Zum Mittagessen 1-2 Becher nachmittags nochmal einen und den Letzten zum Abendbrot spätesten 19h. Danach wenn schlimmer Durst gibts nur ein paar Schluck Milch, weil die nach meinen Infos anders verwertet wird. Schlafen ist bei ihm selten vor neun.

Hört sich an, als sollte ich das mal kopieren und mitnehmen beim nächsten Arztbesuch was ? icon_wink.gif

Aber ich werde mit ihm nochmal das Tagebuch führen, momentan hat er eine recht positive Phase icon_wink.gif und man will ja auch verhindern eine therapie zu beginnen die zum Scheitern verurteilt ist, das bringt uns und ihn ja auch nicht weiter!

Hatte ich erwähnt das wir wegen einer auditiven Wahrnehmungsstörung in Behandlung sind? Er ist jetzt kein ganz schlimmer Fall, aber im Alltag recht nervenaufreibend und Schule ist anstrengend...

Viele Grüsse
Michaela Schneider