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Eulenspiegel
19.12.11 [10:54]
Unser Sohn, er wird im Januar 7 Jahre alt, macht z. Z. ca. 1x pro Woche ins Bett.
(dabei nasse Schlafanzughosen im Wäschekorb nicht mitgerechnet).
Häufiger wird es nach Schwimmunterricht (Schule), auskühlen, verspätete Nachtruhe.
Er steht nachts ca. 1-2x auf um zur Toilette zu gehen.
Er machte mit gut 2 Jahren erste Bestrebungen Trocken zu werden, leider zog sich der Prozess dann doch sehr lange hin. Tagsüber ist er – bis auf Kitzel-Attacken - seit ca. Einschulung trocken (1.5 Jahre).
Nach Vorstellung beim Kinderarzt, schulmedizinischer Untersuchung, Rektorin hatten wir uns entschlossen ihn mit 5 ½ vorzeitig einzuschulen.
Ihm fällt das Lernen leider nicht so leicht, wie seinen zwei älteren Brüdern, die auch vorzeitig eingeschult wurden.
Unser Kinderarzt rät uns zum Thema Einnässen weiter abzuwarten und das Problem nicht zu sehr in den Mittelpunkt zu stellen.
Natürlich bin ich weiter verunsichert, zumal in gut einem Jahr die erste Klassenfahrt ansteht.
Was können wir tun?
Was empfehlen Sie?
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Gabriele Grünebaum
19.12.11 [11:13]
Hallo, ist Ihr Sohn denn schon einmal vom Kinderarzt durchgecheckt worden? Kinder, die nach dem 5. Lebensjahr noch einnässen, sollten wenigstens einmal eine gründliche Diagnostik erfahren. Das ist sinnvoll, um ggf. ernstere Probleme auszuschliessen (die zwar sehr selten vorkommen, die man aber nicht übersehen sollte), aber auch, um darüber nachzudenken, welche mögliche Therapie in Frage kommt.
Die Untersuchungen sind nicht invasiv und nicht unangenehm! Es gehört dazu:
1. Anamnesegespräch (wie lange nässt das Kind ein, wann, gibt es in der Familie ander Personen, die spät trocken geworden sind, gibt es am Tag Probleme usw ...)
2. Körperliche Untersuchung
3. Urinstick (Untersuchung des Urins zum Ausschluss einer Infektion)
4. Ultraschall der vollen und der leeren Blase
5. GANZ WICHTIG: Auswertung eines Blasentagebuches.
Für das Blasentagebuch sollten Sie 3-4 Tage (geht auch an zwei Wochenenden) aufschreiben was das Kind wann und wieviel trinkt, wann und wieviel Pipi es macht, ob es Tagesprobleme oder Tagesauffälligkeiten gibt u.a.m.
Anhand des Blasentagebuches kann ein erfahrener Arzt erkennen, was möglicherweise die Ursachen sind und er kann dann entsprechend der Leitlinien Therapievorschläge unterbreiten.
Ein Abwarten ist jenseits des 6. Lebensjahres nicht sinnvoll, da man weiß, dass die Therapie umso schwieriger wird, je älter ein Kind ist.
Alles Gute
G.Grünebaum
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