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murakami
10.06.10 [16:23]
Hallo zusammen,
mein Sohn ist seit April sechs Jahre alt. Er nässt tags und nachts ein, wobei es schon längere Phasen gab, in denen er nicht nass war. Dabei hat es anfangs nachts meist besser geklappt als tagsüber. Außerdem hat er bis vor zwei Wochen eine längere Zeit lang fast jeden Tag etwas Kacka in der Hose gehabt und zwar nicht nur einmal, sondern häufig mehrfach. Zur Zeit hat er eine geheime Verabredung mit seinem Opa, die dazu führte, dass er fast zwei Wochen nicht eingenässt und auch nicht eingekotet hat. Gestern waren wir dann beim zweiten Termin in der Kinderurologie im Evangelischen Kinderkrankenhaus Hamm, den wir schon vor längerer Zeit gemacht hatten. Ich dachte eigentlich, wir müssten da schon gar nicht mehr hingehen, weil er es ja auf einmal alles so gut schafft. Aber heute hatte er prompt wieder nachts und auch tags die Hose nass. Wir hatten für den Urologen ein Pipitagebuch über drei Tage geführt. Hier stellte sich heraus, dass er sehr häufig auf die Toilette gehen muss und auch immer nur sehr wenig Pipi macht. Ohne Tagebuch geht er aber nicht ganz so häufig. Das ist irgendwie tagesformabhängig. Deshalb finde ich dieses Tagebuch nicht unbedingt so aussagekräftig für den Alltag. Es ist jedenfalls schon häufig so, dass er - wenn er muss - ganz schnell muss und kaum einhalten kann. Der Urologe sagte nun, dass - laut Tagebuch - mein Sohn eine zu kleine Blase hat und hat uns Mictonetten verschrieben. Außerdem sollte ich ihm einen Einlauf machen und ihm über längere Zeit Movicol geben gegen Verstopfung. Die Verstopfung war meine eigene Vermutung gewesen, da ich gelesen hatte, dass bei chronischer Verstopfung häufig etwas Kacka in die Hose geht. Er hatte auch öfter mal Bauchschmerzen. Wenn er aber auf Toilette gegangen ist, war der Stuhl nicht hart, sondern eher weich. Nun bin ich etwas beunruhigt, dass ich ihm so viele Medikamente geben soll und bin vor allem wegen der Nebenwirkungen der Mictonetten irritiert. Mein Sohn hat sowieso schon Konzentrationsprobleme und das muss ja nicht unbedingt noch verstärkt werden. Außerdem ging das beim Urologen alles etwas sehr schnell. Ich hatte nicht den Eindruck, dass er wirklich eine gründliche Anamnese gemacht hat. Das Verschreiben dieses Hammermedikaments ging aus meiner Sicht etwas sehr schnell. Besonders wundert es mich eben, dass mein Sohn es ja scheinbar doch auch ohne Medikamente schaffen kann, wenn der Anreiz groß genug ist. Muss man wirklich diese Mictonetten geben oder gibt es auch andere Wege?
Danke für Eure Unterstützung!
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pacal
15.06.10 [21:04]
Hallo murakami,
gebe deinem Sohn die Mictinetten!
Als ich dein Posting gelesen habe, habe ich in vielem meinen Sohn darin wieder erkannt!
Er hatte auch eine zu kleine Blase! Mußte teils oft auf Toilette und hat dann immer wenig und teils gar nihct müssen!
Klar, daß wenn man so ein Blasentagebuch führt, daß man dann öfters auf Toilette geht, damit man was zum eintragen hat und weil man da ja in einen Behältnis pieselt! Da ist was besinderes und wird dem Kind wahrscheinlich auch Spaß machen! Ist schonwas anderes, als wenn man nur so auf Toieltte geht!
Wegen Verstopfung, bzw. dem Stuhl in der U-Hose, kann ich nicht sehr behilflich sein! Vielleicht hat er ja wirkl. eine Verstopfung! Und dieses Movicol ist so ähnlich wie Bifiteral (auch Bifi genannt.! Ist eine flüssige Form), soll den Stuhl geschemeidig halten, daß der Stuhl nicht hart wird und man deswegen nicht kann! Da kann nicht arg viel passieren, bei dem Mittel! Es wird ja auch nur kurze Zeit gegeben!
Das es zu schnell beim Urologen ging, wird daran liegen, daß der Arzt nihct unbegrenzt Zeit hat, sich jedem Patienten ausführlich zu widmen! Da gibt es eine begrenzteZeit, in der Arzt mit dem Patient fertig werden muß! Leider!
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pacal
15.06.10 [21:06]
Sorry wegen der Rechtschreibfehler! Da waren die Finger wohl etwas zu flink!
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Gabriele Grünebaum
15.06.10 [23:57]
Hallo murakami, es ist ganz richtig, dass sich der Arzt zunächst darum kümmert, dass der Stuhlgang bei Ihrem Sohn richtig funktioniert.
Kinder sollten in diesem Alter einmal am Tag Stuhlgang haben. Hat das Ihr Sohn nicht, kann dies zu Problemen führen. Dann ist es auch zweitrangig, ob der Stuhl hart oder weich ist es kommt eher darauf an, dass es täglich klappt.
Wenn bei der Diagnose bzw. dem Blasentagebuch herausgekommen ist, dass das Kind zu häufig auf die Toilettte geht und hierbei zu kleine Mengen Pipi macht dann sind Mictonetten schon das Mittel der Wahl.
Man muss das Medikament ja nicht lange geben. Wichtig ist daran zu denken (bitte den Arzt fragen!) dass das Medikament nach einiger Zeit langsam ausgeschlichen (und nicht plötzlich abgesetzt) wird.
Um die Ausnahmesituation zu normalisieren, die duch das Führen des Blasentagebuches entsteht, kann es sinnvoll sein, dieses mal über zwei Wochen zu führen.
In jedem Fall ist ein korrekt geführtes Blasentagebuch ganz wichtig für die richtige Diagnose bzw. Therapie.
Viel Glück
G.Grünebaum
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