Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Klingelmatte für Erwachsene

Die_Kaempferin 23.07.14 [18:45]

Ich als Erwachsene mit der Diagnose Enuresis nocturna (psychisch bedingt), habe einige Fragen zur Klingelmatte:

Ist die sogenannte Klingelmatte auch für Erwachsene geeignet?
Ist die sogenannte Klingelmatte für Erwachsene sinnvoll?
Wird die sogenannte Klingelmatte für Erwachsene von der Krankenkasse übernommen?
Wie bekommt man so eine sogenannte Klinelmatte für Erwachsene?
Wer darf so eine Klingelmatte für Erwachsene verordnen?
Was muss alles auf der Verordnung für so eine Klingelmatte für Erwachsene draufstehen?

greg 23.07.14 [23:32]

Hallo Kaempferin,
mir hat mein Urologe vor 6 Monaten eine Klingelhose verordnet. Die Diagnose lautet bei mir wie bei dir F 98.0 - nichtorganische Enuresis. Bei der Verordnung gab es keine Probleme, ich konnte mir das Modell aussuchen. 10 € Zuzahlung musste ich leisten.
Der Erfolg hat sich leider nicht eingestellt, so dass ich nun eine Psychotherapie begonnen habe.
Am Besten ist es natürlich, wenn Du jemanden hast, der einen leichteren Schlaf hat als Du.

Viel Erfolg

Greg

Die_Kaempferin 24.07.14 [18:49]

@greg

Eigentlich schrieb ich von einer Klingelmatte und nicht einer Klingelhose!
Wie lange bist denn schon in der Psychotherapie und zeichnet sich dort schon ein leichter erfolg ab?
wie geht man das Bettnässen eigentlich in einer psychotherapie an?

greg 26.07.14 [14:58]

Hi Kaempferin,
Ich denke, dass das Prozedere beim Verschreiben und Beschaffen bei Klingelhose und Klingelmatte gleich ist. Leider hat die Klingelhose nicht wirklich geholfen. Zur Zeit nehme ich neben der Psychotherapie Desmotabs. Durch die nässe ich nur 1-2 mal pro Woche ein.
Über die Psychotherapie kann ich noch nicht viel sagen, da sie noch sehr am Anfang steht.
Schönes Wochenende

Greg

Die_Kaempferin 27.11.14 [21:54]

Wohin geht man mit der Verordnung für die Klingelmatte? Apotheke, Sanitätshaus, oder muss ich das direkt an die Krankenkasse schicken?

Sven67 28.12.14 [16:18]


Hallo Kämpferin,

das alles mit Desmopressin, Klingelmatte usw. habe ich auch vor 10 Jahren durchgemacht, es hat aber wenig gebracht. Nur die Zeit hat geholfen. Versuchen sollte man es aber.

Aus der damaligen Erfahrung heraus habe ich in der jetzigen Krisensituation eine Psychotherapie begonnen. Such Dir einen Arzt oder Therapeuten, in aller Regel kann man dann erst einmal fünf "probatorische" Sitzungen machen. Danach wird per Gutachten eine Kostenübernahme bei der Krankenkasse beantragt. Bei meiner Kasse wären das 20 Sitzungen im Jahr.

Schon jetzt finde ich die Therapie klasse, weil dort Fragen gestellt und Themen beleuchtet werden, auf die Du niemals kommen würdest. Da gibt es oft Sachen aus der frühesten Kindheit aufzuarbeiten; da geht es um Fragen von fehlender Zuneigung oder Misshandlung, Strafe oder Belohnung usw...
Wichtigster Punkt ist aber zuerst die Selbstakzeptanz, um den Druck, unter dem man einnässt, zu reduzieren.

Alles Gute jedenfalls.

Sven