Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

ist es wirklich noch OK oder sollte ich handeln

britlin 07.12.14 [21:20]

Mein Sohn ist 7 Jahre. Tagsüber ist er erst seit einem Jahr trocken, was auch über ein Jahr gedauert hat. Allerdings merkt er erst ziemlich spät wenn er auf Toilette muss so das auch jetzt noch des öfteren ein Malleur passiert. Nachts ist er komplett noch nass. Das trinken abends schränke ich zwar ein wenig ein, aber nicht um ihn damit trocken zu kbekommen, sondern weil er seinen Trinkbefarf sonst ausschließlich zu 80% Abends stillt und er sich angewöhnen soll seinen Trinkbedarf auf den Tag verteilt zu stillen. Positiver Nebeneffekt, die Panty ist nachts zwar nass aber nicht der Schlafanzug oder das ganze Bett. Wecekn lässte er sich nachts fast gar nicht so das ich ihn eigentlich nicht damit quälwn möchte (Silvester oder wenn es in den Urlaub ging ließ er sich gar nicht wecken oder hat alles in einem halbwachen Zustand über sich ergehen lassen, wovon er nachher gar nichts mehr wusste).
Insgesammt hat mein Sohn im Rahmen Motorik Entwicklungsverzäögerungen und psychisch ist er auch durch eine sehr schwierige Elternbeziehung (trennung in der Schwangerschaft, Umgangssituation wird durch Umgangspflegerin geregelt weiter möchte ich hier erst mal nicht drauf eingehen) belastet.
Mit dem Kinderarzt habe ich schon mal darüber gesprochen, der jedoch meinte, solange es ihn nicht belaste sollten wir noch abwarten. Im Sommer war ich in der Kur, die meinten auch fast einstimmig, solange es ihn nicht stört kein Problem.
Grundsätzlich sehe ich das auch so. Nun werden durch Umgangspflegerin und Jugendamt immer mehr Stimmen wach die meinen es müsse was getan werden das wäre nicht "normal". Mein Dagegenhalten wird eher abgewunken. Jetzt habe ich die Befürchtung das meinem Kind dort ein Problem eingerdet wird, andererseits hat es mich auch nachdenklich gestimmt, wie lange ich den noch warten soll, denn wenn ich mich ein wenig durch die Materie lese desto mehr befürchte ich jetzt auch das er älter wird und dann nur noch sehr schwer die "Kurve" bekommt und es dann für ihn wirklich zu einer Belastung wird.
Was meint ihr? Hat jemand ähnlich Erfahrung mit solchem Druck von "Einflussnehmenden"? Sollte ich vlt doch beim Kinderarzt mal darauf beharren eine komplette Diagnostik durchzuführen? Wann ist die Schmerzgrenze erreicht wo man sich nicht mehr auf sein Gefühl verlassen sollte, das wird schon?
Achso, in der schule klappt es mit dem Toilettengang auch erst nach kontunierlichem Beharren darauf das er egal ob er dringend muss oder nicht in den Pausen zu gehen. Wenn er dringend muss, muss er rennen da er es immer noch sehr spät merkt. Unterwegs oder zu Hause wo man sofort reagieren kann klappt es einwandfrei.

Gabriele Grünebaum 10.12.14 [12:58]

Hallo britlin, eine Therapie bez. des Bettnässens ist nur dann sinnvoll, wenn auch das Kind einen Leidensdruck hat und trocken werden möchte. Nichtsdestotrotz ist es nicht normal, dass ein 7-Jähriger noch einnässt. Da kann es schon Sinn machen mal die 5-Punkte-Diagnostik durchführen zu lassen:
1. Anamnese-Gespräch (wo liegt das Problem?)
2. Körperliche Untersuchung (wg. möglicher Fehlbildungen)
3. Urinuntersuchung
4. Ultraschalluntersuchung der Blase, Niere usw.
5. WICHTIG: Auswertung eines Blasentagebuches

Wenn die Diagnostik incl. der Auswertung des Blasentagebuches keine weiteren Erkenntnisse oder Auffälligkeiten zu Tage bringt, dann kann man, wenn das Einnässen niemanden in der Familie stört, noch ein Weilchen warten und dann ggf. noch mal in einem halben Jahr das Problem angehen.
Alles Gute
G.Grünebaum