Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Habe mich gestern angemeldet

Gertrud 31.07.08 [00:09]

Hallo,
mein jüngster Sohn (9 Jahre) nässt seit gut einem Jahr in unterschiedlichen Abständen nachts ein. Die letzten 6 Monate allerdings zwischen 2 und 6 x die Woche. Er schläft so fest, daß er nicht wach wird, selbst wenn ich mit ihn ca. 3 Stunden nachdem er ins Bett ging, auf Toilette gehe (besser gesagt, ich muss ihn festhalten, das er nicht von der Toilette kippt). Anfangs war ich ziemlich genervt, Bett abziehen, waschen etc.
Dann habe ich bei meinem Hausarzt das Thema angesprochen und der nickte verständnisvoll mit dem Kopf. Er selber habe einen 12 jährigen Sohn, der ständig einnässte und mit Desoprssin Spray, weil ich lese in so vielen Beiträgen immer nur was von Tabletten, gute Erfolge erzielt.
Bei meinem Sohn wurde ein Ultraschall von der Blase gemacht, der Urin und das Blut untersucht. Alles ohne Befund. Mein Hausarzt erklärte mir, das es Kinder gibt, die das Hormon ADH nicht ausreichend produzieren, das in der Nacht den Harndrang reduzieren soll. Er empfahl mir Desmopressin-Spray 10 Mikrogramm, in jedes Nasenloch 1 - 2 Spraystöße vor dem Zubettgehen. Dann sollte ich abwarten und viel Geduld und Verständnis aufbringen. Ich habe mir ein paar Tage Bedenkzeit eingeräumt, denn ich habe über viele Jahre Nasenspray wegen Heuschnupfen genommen und Probleme mit der Nasenschleimhaut bekommen. Ich enschied mich dann trotzdem für das Spray und in der ersten Woche waren wir so was von euphorisch, denn er war 6 Nächte hintereinander trocken.
Dann gab es wegen einem Infekt mit Husten, schnupfen, Fieber einen Rückfall. Eigentlich habe ich schon in der ersten Nacht damit gerechnet und der nächste Morgen bestätigte meine Vermutung. Ok-sollte halt nicht sein. Für meinen Sohn allerdings war das ein "Weltuntergang". Mit viel Verständnis versuchte ich es ihm zu erklären, aber für ihn war es ein Rückschlag. Vielleicht hatte ich ihm es auch falsch erklärt.
Die Wochen gingen ins Land und die Abstände wurden trotz Spray wieder kürzer. Nur gut das wir noch Sommerferien haben und das Wetter einigermaßen sonnig ist, das ich die Wäsche draußen trocknen kann. Alles eigentlich kein Problem, aber selbst mein ältester Sohn, 11 Jahre, fragte mich dauernd, wieso sein Bruder ins Bett macht.
Daraufhin habe ich im Internet nachgeschaut und bin auf diese Seite gestoßen und mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Ich habe meinem Jüngsten diese Seite auch gezeigt und wir haben uns zusammen entschieden einen Sonne/Wolken Kalender anzufangen und ein Trinkprotokoll anzulegen. Heute war erster Tag für das Tagebuch! Und ich habe einen Termin beim Kinderarzt gemacht und für übernächste Woche einen Gesprächstermin bekommen. Eigentlich hatte ich mir die Ärztin, Fr. Rommel aus Mayen aus dem Ärzteverzeichnis rausgesucht, aber leider gibt es diese Ärztin in Mayen nicht mehr, laut Auskunft. Deshalb habe ich dann doch den Kinderarzt angerufen.
Oder kennt jemand von Euch eine/n Arzt/Ärztin im Bereich Koblenz und Umkreis, an dem ich mich wenden kann?
Was ich allerdings auch über die evtl. Ursachen gelesen habe. Mein Sohn setzt sich selber "unter Druck". Wenn er Dinge nicht direkt mit einem gutem Ergebnis machen kann, wird er unzufrieden und sagt über sich selber, daß er das nicht kann. Er vergleicht sich sehr oft mit seinem älteren Bruder, der dann versucht ihn zu hänseln. Mische ich mich dann ein oder soll ich das die beiden untereinander austragen lassen? Das ist nicht immer einfach!
Der ist sportlich sehr gut, er schwimmt. fährt gerne Rad, klettert wie eine Spinne und macht Judo.In der Schule hat er Schwierigkeiten mit dem Lesen und mit der Rechtschreibung. Es liegt allerdings keine Lese-u. Rechtschreibschwäche vor. Und seine nächste Befürchtung ist, das er die weitergehende Schulempfehlung nicht schafft. Er möchte unbedingt auf die gleiche Schule wie sein Bruder. Das beschäftigt den kleinen Kerl ganz schön.
Hat jeamnd von Euch so ähnliche Erfahrungen gemacht? Würde mich über eine Anwort freuen.
Gertrud

frau-do 23.09.08 [22:09]

HALLO GERTRUD.
Meine Tochter nässt nachts auch ein und ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie du. Bei uns geht das schon seit 7 Jahren so und wir wissen bis heute nicht warum und haben schon einige Male den Arzt gewechselt. Hier gibt es so viele nette leute die wirklich gute Tips haben.Lohnt sich wirklich mal alle Beiträge zu lesen. Ich habe in den letzten Jahren nur eins gelernt: man darf sich nicht damit abfinden und man darf es nicht schleifen lassen, den Arzt regelmässig zu besuchen. Man muss Gedult haben aber man sollte sich immer weiter informieren und sich nicht scheuen mal selbst eine Anregung beim Arzt zu machen und eventuell auch mal einfach drauf zu bestehen....Ich wünsche euch viel Glück und vor allem viel Kraft und Gedult!!!