Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten
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Eure Meinungen zu der Piesel-Maus

Gabi 09.07.11 [15:15]

Hallo alle zusammen
brauche eure Meinungen. Habe vor langer Zeit schon mal hier geschrieben und es hat sich bisher bei uns nix getan. Mein Sohn mittlerweile 8,5 Jahre ist nach wie vor nass nachts.
Jetzt sind wir in Homburg in der Ambulanz für Ausscheidungsstörungen der Kinder und in Behandlung hatten wochenlang Trinkpläne und Pipipläne ausgefüllt. Und jetzt hat man uns das Klingelgerät verordnet. Heute die erste Nacht getragen und mein Sohn kann sich an die ganze nächtliche Aktion mit Toilettengang waschen Umziehen und neu anbringen der Maus gar nicht erinnern obwohl er alles selbst gemacht hat???????? Er wurde wach heute morgen mit HURRA ich bin trocken! Ist das am Anfang normal? Dann kam natürlich der grosse Absturz als ich ihn gefragt habe ob er nicht weiss was nachts war.
Mein Sohn ist frustriert und ich ziemlich mutlos da ich auch noch einen Kleinen habe der im Juni jetzt 5 wurde und ebenfalls keine Anzeichen macht jemals ohne Pampers zu schlafen obwohl er auch eigentlich keine mehr tragen möchte. Was habe ich falsch gemacht? Vielleicht den Zeitpunkt verpasst eine Situation in der ich hätte reagieren müssen. Ich habe den beiden in Sachen Sauberkeit alle Zeit gelassen und nie groß ein Thema draus gemacht und war sehr positiv gestimmt das es bei beiden so ganz problemlos über Tag von heute auf morgen ohne größere Zwischenfälle einfach so funktioniert hat. Sie hatten die Pampers aus gelassen und waren sauber und trocken und ich dachte ich mache das mit der Nachtpampers genauso das sie irgendwann einfach so weit sind aber weit gefehlt. Der Kleine fängt seit neustem auch an sich unter Druck zu setzten wenn er mit nasser Pampers aufwacht.
Was tun es muss doch irgendwas geben mit dem man den Mäusen helfen kann?
Kann mir jemand sagen welche Vorraussetzungen es zu einer Mutter Kind Kur bedarf?

Vielen Dank für eure Meinungen im Vorraus
Liebe Grüße Gabi

Iris 13.07.11 [08:15]

Liebe Gabi,
bei meinen Söhnen war's genauso, wie Du schreibst: sie wurden tags ganz normal trocken, nachts aber nie. Wir haben Untersuchungs-Marathone gehabt genau wie ihr. Vor 2 Jahren hatten wir die Piesel-Maus und das Ding haben wir gleich wieder weggepackt. Mein Sohn (damals 9) hat es gehaßt, diese ganze Zeug an seinem Körper tragen zu müssen in der Nacht und hat vor lauter "das ist unbequem" und "wann klingelt das denn endlich" überhaupt nicht mehr geschlafen.
Uns ist der große Durchbruch dann letzten Dezember mit der Piesel-MATTE gelungen. Das ist auch nachts relativ einfach und ich habe - mit beiden Kindern gleichzeitig - innerhalb von 2 Wochen trockene Betten gehabt. Die Jungs werden jetzt im Sommer 8 und 11 und sind der Matten-Therapie zuverlässig seit einem halben Jahr trocken. Beim Kleinen gab es in dem halben Jahr 2 nasse Betten, beim großen gar keines. Sie sind ganz doll glücklich damit, übernachten bei Freunden usw.
Ausführlich kannst Du dies alles weiter unten im Forum unter meinem Namen nachlesen. Auch zum Thema Klingelmatte contra Klingelhose...
Daß Dein Sohn im Schlaf das ganze vergißt, kann ich mir gut vorstellen. Mein Kleiner hat sich z.B. auch bis ca. 7 Jahre nicht an Alpträume oder nächtliche Wanderungen erinnert. Die Kinder haben einfach noch ausgeprägte Tiefschlaf-Phasen, da wird scheinbar der Speicher gelöscht...
Wünsche Euch alles Gute

Gabriele Grünebaum 17.07.11 [21:02]

Hallo Gabi, NEIN, Sie haben nichts falsch gemacht! Einnässen kann verschiedene Ursachen haben - und wenn ich den obigen Beitrag über Ihren Bruder lese, darf man davon ausgehen, dass in Ihrer Familie eine genetische Disposition vorliegt.
Wichtig ist, dass Sie mit den beiden Söhnen - vor allem aber mit dem Älteren - nun eine Therapie finden, die hilft. Wenn er sich morgens nicht erinnern kann, was nachts geschehen ist, dann sollten Sie diese notwendig mit dem Zentrum besprechen, wo Ihnen die Klingelhose empfohlen wurde! Sinn der Alarmtherapie ist die Konditionierung - wenn das Kind aber nicht richtig wach wird, funktioniert das nicht.
Bleiben Sie im engen Kontakt mit dort behandelnden Ärzten und besprechen Sie all Ihre Erfahrungen mit ihnen.
Ist denn schon mal ein Blasentagebuch geführt worden? Um zu sehen, ob eine Alarmtherapie überhaupt sinnvoll ist?
Liebe Grüße
G.Grünebaum