erneutes Einnässen
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09.04.09 [20:59] Hallo, vielleicht kann mir ja irgendjemand weiterhelfen. Meine Tochter ist 6 Jahre alt. Sie war mit 3,5 Jahren komplett trocken. Jetzt nässt sie seit 2 Monaten wieder ein. Fast jede Nacht. Ich war mit ihr beim Urologen, habe Desmotabs bekommen. Die wirkten überhaupt nicht. Danach sollte ich ihr Mictonetten geben. Hilft auch nicht. Ich weiß nicht mehr weiter. |
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09.04.09 [22:56]
Hallo Ancle, mein Rat = Urologen wechseln! |
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10.04.09 [16:31] Hallo Hexe, der Urologe hat den Urin untersucht und einen Ultraschall gemacht. Ein Blasentagebuch haben wir nicht geführt. Es hat sich aber auch nichts geändert. Sie trinkt sowieso wenig. Es hat sich nichts verändert. Zuerst dachte ich, es wäre eine Kopfsache, weil meine Tochter sich mit ihrer Freundin heftig gestritten hatte. Als die Desmotabs nicht halfen, sagte der Arzt, dann sollen wir es mit Mictonetten versuchen. Die wirkten dann aber auch nicht, er sagte wir sollen sie einfach noch etwas länger nehmen. Es funktioniert aber einfach nicht. Deshalb habe ich auch schon an einen Urologenwechsel gedacht. Das Einnässen liegt bei uns in der Familie, ich selber bin erst mit 12 Jahren trocken geworden. Meine 14-jährige Tochter war trocken, fing dann nach einiger Zeit wieder an. Sie hatte aber auch viele große Zysten am Eierstock, die wohl auch auf die Blase drückten. Nach einer OP war es besser, den Rest haben wir mit Nocutil Nasenspray hinbekommen. Sie nimmt seit einem Jahr nichts mehr und es ist immer noch alles ok. Bei meiner 12-jährigen Tochter war es auch so, daß sie nach einiger Zeit wieder einnässte. Mit ihr war ich zuerst beim Kinderarzt. Der verschrieb auch zuerst Minirin, dann Mictonetten. Weil es immer noch nicht klappte, bin ich zum Urologen. Der gab wieder Desmotabs, es klappte zuerst auch nicht, mittlerweile schon. Sie nimmt die Tabletten immer noch. Daher kam mir die Behandlung meiner Kleinen auch zuerst normal vor. Aber ich fühle mich irgendwie von den Ärzten im Stich gelassen. Es wird nur rumprobiert. Der Urologe meinte, man könnte noch Röntgen, würde er in dem Alter aber nicht gerne machen. Ich auch nicht, aber wenn es hilft. Vielleicht muß ich mich auch damit abfinden, weil es irgendwie ja in der Familie drin steckt. Aber meine Tochter leidet darunter, daß sie ständig naß ist. |
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10.04.09 [23:15]
Hallo Ancle, was du schreibst deutet darauf hin, dass bei deiner Tochter eine familiär bedingte Entwicklungsverzögerung vorliegt und (noch) nicht genug Antiwasserlasshormon gebildet wird. Minirin, Demotabs und Nocutil sind derselbe Wirkstoff, der in solchen Fällen meist hilft. Hierbei ist es aber ganz besonders wichtig, dass das Zeug (gibt es übrigens nicht mehr als Nasenspray) auch richtig eingenommen wird. Wenn es bei deiner Tochter schon geholfen hat, muss jemand, der sich damit auskennt sich die Mühe machen und die richtige Dosierung einstellen. Dann nimmt man die Tabletten eine zeitlang und beginnt sie langsam wieder abzusetzen. Hier steht auf er Internetseite (und ich habe das in diesem Forum auch häufiger gelesen), dass es ganz, ganz wichtig ist wie man das Medikament absetzt. Tut man das falsch, kann es Rückfälle geben. |
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10.04.09 [23:30] Hallo Hexe, das Absetzen hat ja bei meiner Großen schon prima geklappt. Wir haben die Abstände immer vergrößert. Meine Mittlere nimmt die Tabletten noch nicht so lange, da ist noch nicht ans Absetzen zu denken. Aber bei den Beiden hat es wenigstens gewirkt. Nur bei meiner Kleinen schlagen die Medikamte nicht an. Das macht mir ja Sorgen. Mein Urologe sagte mir, sie soll die Desmotabs nach dem Abendbrot nehmen, hier habe ich gelesen, daß die Einnahme sozusagen auf der Bettkante stattfinden soll. Heute Abend habe ich das auch so gemacht. Ich greif nach jedem Strohhalm. Ich wohne in dem PLZ-Bereich 52441. Hier gibt es im Umkreis keine große Auswahl. An das Blasentagebuch habe ich auch schon gedacht, ich verstehe nur nicht ganz, was ich da so alles erfahren soll. Es wird doch nur die Trinkmenge und die Urinmenge festgehalten. Was kann ich denn mit diesen Daten anfangen? Den Vordruck habe ich mir heute Nachmittag mal ausgedruckt. |
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10.04.09 [23:48]
Hallo Ancle, wenn ihr ein Blasentagebuch führt, dann seht ihr z.B. wieviel Urin tags und nachts gebildet wird. Normal wäre tags etwa 2/3 und nachts etwa 1/3. Hier gibt es irgendwo auf der Seite einen Rechner, mit dem du ausrechnen kannst, wie groß die Blasenkapazität des Kindes je nach Alter sein sollte. |
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11.04.09 [22:08] Hallo Hexe, bis Köln sind es noch 70 km. Die nächstgrößeren Städte bei uns sind Düren, Heinsberg und Aachen. Sie sind ungefähr 30 km von Linnich enfernt. Das Blasentagebuch werde ich auf jeden Fall mal führen. Der Urologe hatte bei meiner Tochter direkt die doppelte Dosis angeordnet. Trotzdem hat es nicht geholfen. Weißt Du, ob man diesen Hormonmangel im Blut feststellen kann? Eine Freundin meinte, es kann doch nicht sein, daß ein Arzt direkt Tabletten verschreibt, ohne diesen Mangel festgestellt zu haben. Ich bin jetzt ziemlich verunsichert. Bei meinen älteren Töchtern ist auch nie so ein Test gemacht worden. Es war trotzdem der richtige Weg. Hat Dein Kind eine sekundäre oder primäre Enuresis? Mir ist aufgefallen, daß es über die sekundäre Enuresis sehr wenig nachzulesen gibt. |
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12.04.09 [22:44]
Hallo Ancle, soweit ich gelesen habe, ist der Hormonmangel nicht im Blut feststellbar. Die Menge des Hormons verändert sich im Laufe des Tages stehr. Aber man kann den Mangel feststellen, indem man das Blasentagebuch führt und die Tagesurinmenge mit der Nachturinmenge vergleicht. Wenn ein Hormonmangel vorliegt, wirken die Minirin Tabletten dann auch sehr schnell und relativ zuverlässig. |
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12.04.09 [23:05] Hallo Hexe, meine Tochter hat eine sekundäre Enuresis. Sie war 2 Jahre trocken und nässt jetzt wieder ein. Da die Tabletten nicht helfen, vermute ich, daß es doch eine Kopfsache ist. Sie erzählt leider nicht, wenn sie etwas bedrückt. Ich werde es mal über meine Große versuchen. Die zwei verstehen sich super. Vielleicht erzählt sie ihr ja mehr als mir, von Schwester zu Schwester und "Mama erfährt nichts davon". Heute hat sie dem Osterhasten versprochen, nicht mehr ins Bett zu machen, weil sie so eine schöne Kette von ihm bekommen hat. Nachmittags waren wir bei der Großtante, dort wollte meine Kleine übernachten. Die zwei sind ein Herz und eine Seele. Ich sagte ihr, sie müsse erst trocken sein, vorher geht es nicht. Wenn sie es bis zum nächsten Wochenende schafft, trocken zu sein, darf sie da schlafen. Von der Tante aus, wäre es natürlich so auch kein Problem. Aber ich möchte diesen Weg einfach mal versuchen. Wenn sich nach zwei Tagen nichts geändert hat, darf sie trotzdem dort schlafen. Ich denke, es ist ein Versuch wert. Man kann ja leider wenig über die sekundäre Enuresis nachlesen, aber es scheint ja oft psychisch zu sein. Wenn die Aussprache mit meiner Großen und die Aussicht auf Übernachtung bei der Tante nichts bringt, werde ich zu einem anderen Urologen gehen. Ich habe mir schon einen ausgesucht, hier aus der Liste. Da muß ich zwar eine halbe Stunde fahren, aber was solls. |
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20.04.09 [13:45]
Hallo Ancle, |
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Autor: Gabriele Grünebaum
Letzte Änderung: 22.03.2008