Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Enkopresis - Ich brauche Hilfe!

Howl 20.01.16 [21:02]

Hallo c:

Ich habe seit ich mich erinnern kann Enkopresis und bin jetzt 16 Jahre alt. Ich will das wirklich nicht mehr, wirklich. Ich kann das so nicht mehr.
Ich war für eine Zeit mal wegen zweifachem Suizidversuch in einer Klink für Jugendliche, wo wir eben auch versucht haben dieses Thema zu behandeln. Ich habe einige Woche Movicol genommen, aber es hat mir nicht wirklich was gebracht. Mir wurde davon nur schlecht und ich habe mich fast übergeben. Wir haben feste Toilettenzeiten ausgemacht, aber es passiert trotzdem noch. Meine Mutter versteht das nicht, sieht es nicht als Krankheit an und schimpft mich deswegen. Meine Psychologin hat ihr auch schon gesagt, dass das nicht in Ordnung ist, aber sie tut es immer wieder. Mein Vater kann sie in dem Sinne auch nicht besänftigen.
Sie gibt mir andauernd das Gefühl sie enttäuscht zu haben und lacht mich deswegen auch auch, macht sich über mich lustig. Das tut wirklich weh und ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Ich will einfach normal sein und nicht immer Angst haben, wenn ich bei Freunden oder meiner Tante übernachte.
Ich fühle mich so ekelhaft und habe so einen Hass auf mich selbst, es ist kaum auszuhalten. Wenn ich dann noch meine Tage habe und meine Unterhose dreckig ist, fühle ich mich ekliger... ich weiß nicht mehr was ich tun soll.
Hat irgendjemand Tipps für mich?

LG Howl.

Gabriele Grünebaum 22.01.16 [14:11]

Hallo Howl, Enkopresis ist eine Erkrankung. Wer unter ihr leidet, braucht sich nicht zu schämen, denn in der Regel kann man nichts dafür. Das ist sicher leichter gesagt als getan.
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Trotzdem ist es wichtig, sich das immer wieder vor Augen zu halten!
Es gibt fast immer eine gute Behandlung.
Falls Sie derzeit keinen Kinder- oder Hausarzt, Gastroenterologen oder Therapeuten haben, dem Sie vertrauen und der Sie betreuen kann, sollten Sie nach einer solchen Person weitersuchen. Mit Hilfe eines entsprechenden Spezialisten ist es einfacher, das Problem in den Griff zu bekommen. Gegebenenfalls kann der Kinderarzt weiterhelfen und jemanden empfehlen?
Ich wünsche alles Gute und möchte Sie motivieren, nicht aufzugeben.
Liebe Grüße
G.Grünebaum