Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Einnässen

kondomelie 31.01.18 [11:25]

Hallo

Meine Tochter (7) war ab 2 Jahre trocken auch in Kita. 2013 lag sie dann 6 Wochen im Krankenhaus. Es konnte keiner da bleiben (Vater Arbeit kein frei bekommen) Mutter ( Schwester auf passen ). Sie hat verschiedene Medikamente bekommen. Seit sie dann aus dem Krankenhaus entlassen wurde hat sie mal mehr und mal weniger Eingenässt.
Ab 2014 ging sie wieder im Kindergarten und es wurde schlimmer mit einnässen.
Die Kinderärztin meinte es kommt daher das sie in den 6 Wochen nur Windel trug und es sich von allein gibt.
2014 - 2016
Mehrmals Urin Probe abgeben, dann kam Antibiotika Saft half 2 Wochen dann das gleiche wieder. Ultraschall an Blase nur von Oben von Kinderärztin gemacht " sei alles in Ordnung" sollen gedult haben.
Seit 2016 dann beim seelenklempter mit Trocken Nacht Heft klappte auch ganz gut 4 Monate lang dann wieder Rückschlag und dies bis heute im Wechsel.
Mitte 2016 dann zusätzlich ergo Therapie wo nur gebastelt wird.
2017 juli - August
Juli kam sie kita raus es lief 3 Wochen super.
Wurde sie eingeschult und die ersten 3 Wochen war nix mehr gewesen.
Urlaub Holland
1 Woche nix alles super
Wieder zurück gewesen ging es los.
Sie soll ab 18 Uhr nix mehr trinken , half 1 Woche lang und dann ging es wieder los.
Hat eine Klingelmatte die sie allein ausstellt wenn los geht.
Ignoriert den Klo gang. Mal sagt sie sie merkt es nicht und anderen mal geht sie nicht obwohl es merken tut ( kreuz Beine zsm )
Seelenklempter Jugendamt Familienhilfe sagen immer das die Mutter schuld dran ist geben ihr das Gefühl.
Sie tut und macht geht zum Arzt schickt ihr regelmäßig auf Klo und alles.
2018
Gestern beim Internist gewesen der meinte nun wir sollen eine stationär Behandlung mit der Tochter machen wo sie allein hin fahren soll.
Mein Bauch Gefühl sagt mir das es organisch ist.
- Sie wurde noch nicht mal zum Urologen geschickt.
- Es wurde kein Kinderdiabetes Typ 1 ausgeschlossen
- es wurde noch keine Medikamente versucht
Nun haben wir aber Angst falls wir ihr in diese Behandlung geben das wir Sie nie wieder bekommen werden.
Das wurde 12.2017 schon mal probiert und hat nicht geklappt weil keine Gefährdung vorlag.
So nun zum eigentlichen teil.

Was können wir noch tun ?
Sorry für den langen Text aber es musste nun mal sein.

Gabriele Grünebaum 03.02.18 [10:51]

Hallo kondomelie, Ihre Geschichte bzw. die Ihrer Tochter ist ja schon sehr belastend. Mir fallen hier mehrere Punkte besonders auf:
1. Wenn es mal eine Therapie mit Antibiotika gab, war da zuvor eine bakterielle Blaseninfektion festgestellt worden? Wenn ja, ist das später dann auch noch mal kontrolliert worden? Wenn nein, warum wurden dann die Antibiotika gegeben?
2. Es gab irgendwann einen Tipp: nach 18 Uhr nix mehr trinken. Das ist schon lange out. D.h. man soll Kinder nicht dursten lassen. Wenn Kinder abends noch richtig Durst haben und größere Mengen trinken, mag das möglicherweise daran liegen, dass sie im Laufe des Tages zu wenig getrunken haben. Dann holen die Kinder das Abends nach und weil die Blase diese abendlichen Mengen nicht fassen oder/und halten kann, kommt es zum nächtlichen Einnässen.

Möchte Ihre Tochter überhaupt gern trocken werden? Ist sie bereit, an einer Therapie mitzuwirken? Bei einem 7-jährigen Kind braucht man (meist) für eine sinnvollte Therapie auch den Willen des Kindes, trocken zu werden. Es sollte sich auf Verabredungen einlassen ("Wenn die Klingelmatraze Alarm gibt, gehst du IMMER aufs Klo" - oder "du gehst immer direkt auf die Toilette, wenn wir das sagen (ohne Diskussion)" oder Sie kaufen eine so genannte Alarmuhr, die alle 2,5 Stunden ein Signal gibt, um das Kind daran zu erinnern 1. ein Glas zu trinken UND 2. auf die Toilette zu gehen (egal, ob sie das Gefühl hat, dass sie muss).

Gibt es denn mal ein aktuelles Blasentagebuch Ihrer Tochter. D.h. haben Sie mal für 4 Tage notiert was und wann und wieviel Ihre Tochter trinkt und wann sie auf die Toilette geht und wieviel Pipi sie dann jeweils macht?

Und: Wenn das Jugendamt sagt, dass die Mutter Schuld ist, ist das ja nicht hilfreich, wenn es keine guten Tipps gibt, wie die Situation für alle verbessert werden kann. Das erzeugt neben dem ganzen Streß, den das Einnässen mit sich bringt noch zusätzliche Schuldgefühle.
Fragen Sie da mal nach.
Alles Gute
G.Grünebaum