Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Drei 3 trocken und jetzt nass....

emy19 16.05.16 [17:26]

Kurz zur Vorgeschichte.
Meine Tochter ist jetzt ca. 6 1/2 Jahre alt. Sie war ab dem dritten Lebensjahr Nachts trocken - komplett trocken.
Jetzt ist sie seit einem halben Jahr jede Nacht nass. Natrülich waren wir nach einiger Zeit beim Kinderarzt. Führten Wolken-Sonne-Kalender. Gut.
Dann entschied der Doc das wir mit MINIRIN Schmelztbl. starten sollten. Nach einer Einahme von einer Tablette war sie für drei/vier Nächte trocken, dann wieder jede Nacht nass. Der Arzt steigerte die Dosis auf zwei Tabletten. Da war sie keine einzige Nacht trocken.
Jetzt möchte unser Doc mit dem Piesel-Piepser starten - bestellt.
(Eingeschult wird sie erst im Herbst, gab keine Veränderungen in ihrem Leben)

Ich habe meine Tochter jetzt zwei Tage lang billanziert.
Tag 1: Gesamturinmenge: 485 ml
Trinkmenge: 500 mlg
Tagesurinmenge: 335ml
Nachturinmenge: 150ml

Tag 2: Gesamturinmenge: 410ml
Trinkmenge: 680ml
Tagesurinmenge: 280ml
Nachturinmenge: 120ml
(am nächsten Morgen hatte sie 190ml in der Pampi)

Abends ab 18.00 Uhr hatte sie eine Trinkmenge von ca. 70ml.

Jetzt stellt sich mir die Frage, warum war sie gute 3 Jahre trocken und jetzt ist sie dauernass jede Nacht.
In den Ergebnissen wurde mir immer angezeigt das sie ein max. Urinportion von . 65 ml hatte. Meistens pieselt sie so um die 30-40 ml. Das Volumen (Blasenkapazität) der Blase, ist das zu klein lt. der Tabellen - Ultraschall hatte der Doc zu Anfang gemacht, aber eine Aus- und Einfuhrkontrolle wurde noch nie gemacht.

Was können Sie mir raten???

Herzlichen Dank

emy19 24.05.16 [18:33]

Keiner???

Gabriele Grünebaum 24.05.16 [21:40]

Hallo emy, tschulidgung, dass wir uns so spät melden. Sehr gut, dass Sie so viele Informationen gesammelt haben. Die größte am Tage gelassene Urinmenge ist ein Hinweis auf die Blasenkapazität. Ihre Tochter sollte durchschnittlich (!) 6 (=Alter) + 1 = 7 --> 7*30=210ml Urin in ihrer Blase speichern können.
Möglicherweise ist die Blase Ihrer Tochter nicht altersgerecht mitgewachsen? Das Thema sollten Sie bitte mal mit dem behandelnden Arzt ansprechen.
Wichtig wäre auch zu wissen, wann Ihre Tochter wieviel trinkt. Optimal wäre es, wenn Sie 75% der Tagestrinkmenge VOR 17 Uhr getrunken hat.
Wenn die Blase die Nachtmenge an Urin gar nicht halten kann, ist ein Alarmgerät nicht die richtige Therapie. Dadurch wird Ihre Tochter allenfalls ein- bis mehrmals aufgeweckt. Das Bett bleibt somit zwar trocken, aber das Ziel jeglicher Therapie sollte es sein, dass das Kind trocken durchschläft.
Ich würde den Arzt noch mal auf die Blasenkapazität ansprechen.
Mit besten Grüßen
G.Grünebaum

emy19 25.05.16 [09:02]

Guten Morgen Fr. Grünebaum,

danke für die Informationen.
Meine Tochter hat eine Trinkmenge nach 17.00 Uhr von: 6% und 14% gehabt an den Billanztagen (an anderen Tagen trinkt sie nach der Uhrzeit auch nicht mehr).
Ganz blöde Frage. Wenn die Blase wirklich zu ihrem Alter zu klein ist, wird die Blase noch den Rückstand aufholen (wachsen), sprich in absehbarer Zeit altersgerecht sein???
Danke und lg

Gabriele Grünebaum 25.05.16 [09:15]

Hallo emy, blöde Fragen gibt es nicht icon_wink.gif)
bei dieser Fragestellung ist es auch von Bedeutung, wie häufig Ihre Tochter auf die Toilette geht und wie sehr sie selbst und die ganze Familie das Bettnässen belastet. Bei einer maximalen Urinmenge von 40ml und ca. 400-500ml Tagesurinmenge würde es bedeuten, dass Ihre Tochter ca. 10-12 mal am Tage Pipi machen geht?
Gibt es hierbei auch so genannt Drangsymptome - d.h. dass das Kind ganz plötzlich und dringend muss? Geht auch schon mal während des Tages ein Tröpfchen in die Unterhose? Ist schon mal eine Blaseninfektion ausgeschlossen worden (Urin getestet)?
Wenn die Belastung nicht groß ist und wenn andere Ursachen ausgeschlossen sind, kann man bei dem Alter Ihrer Tochter man ggf. noch ein wenig abwarten, ob sich die Blase weiter entwickelt, oder aber man kann mit einem Medikament nachhelfen.
http://www.initiative-trockene-nacht.de/bettnaessen/therapie/medikamente/anticholinergika.html
Dabei wäre es sinnvoll den Erfolg auch mit Hilfe eines Blasentagebuches zu überprüfen um festzustellen, wie wirksam das Medikament ist.
Ein erfahrener Kinderarzt (oder Kinderurologe) sollte Ihnen hierzu individuelle Ratschläge geben können.
Alles Gute
G.Grünebaum