Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten
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Desmotabs

Nutzer 1182 03.02.10 [13:33]

Guten Tag zusammen,

ich hoffe, man hat hier einen Rat fuer mich. Mein Sohn, 6 Jahre alt, naesst nachts immer noch ein. Er war noch nie trocken nachts, tagsueber schon mit knapp drei Jahren, das war nie ein Problem.
Wir haben alles schon kontrollieren lassen, er hat eine Reizblase, seine Blase ist nicht sehr dehnbar und kann nur eine gerine Menge Urin fassen. Ausserdem schlaeft er so fest, dass er wirklich nachts, wenn ohne Windel, im Nassen liegt und nicht wach wird.
KLingelhose, aufs Trinken (sowie Menge als auch Art der Getraenke) achten, nachts mehrfach wecken, ohne Windel schlafen lassen, hat alles nichts genutzt. Wir sind jetzt ca. 1 Jahr damit dran, weil vor allen Dingen er sich damit sehr sehr unwohl fuehlt. Er geht jetzt in die Schule und irgendwann kommt ja auch mal die Zeit der Klassenfahrten oder bei Freunden uebernachten. Davor hat er natuerlich total viel Angst und schaemt sich.
Jetzt haben wir nach vielem HIn und Her Ueberlegen doch das Medikament Desmotabs begonnen. Er nimmt die Tabletten 1x abends vor dem Schlafengehen seit dem 06.01. Jetzt ist die erste Packung fast zuende und ich kann keine Besserung feststellen.
WIe sind Ihre/Eure Erfahrungen hier? Wie lange (max 3 MOnate?) darf man die Tabletten geben? Sollte man diese hoeher dosieren, nach Absprache mit dem KiArzt? Gibt es andere Moeglichkeiten. Wann sollte denn eine Besserung eintreten? Vielen Dank fuer Meinungen bzw. Erfahrungen hierzu.

Viele Gruesse
Stefanie

pacal 03.02.10 [15:58]

Hallo Steffi,

wenn nach 2 bis 3 Wo. noch keine Besserung eingetreten ist, dann bringt das Medikament nichts! Und wenn du schreibst, daß die erste Packung schon fast leer ist, würde ich das Medikament erst nicht weiter geben!
Schon mal überlegt, den (Urologen) Arzt zu wechseln? Ich weis ja nicht, wie oft du schon bei ihm warst, was er schon alles unternommen und verschrieben hat und wie du zufrieden mit ihm bist! Aber wenn nach einem halben Jahr keinerlei Besserung in Sicht ist, würde ich an deiner Stelle einen anderen Arzt aufsuchen! Ich habe das damals leider zu spät gemacht (erst nach einem Jahr)! Obwohl ich schon früher merkte, daß das nichts wird/nichts ist und wollte auch schon eher wechseln. Aber ich zögerte, leider!

Weiter hinten, bzw. so ziemlich zu Anfang auf dieser HP kannst du meine ganzen Postings lesen, wie es bei meinem Sohn war!

Gruß, pacal

Gabriele Grünebaum 07.02.10 [20:43]

Hallo Steffi,
ich habe zu Pacals Hinweisen wenig hinzuzufügen. Ich denke auch, dass es die Aufgabe des Arztes ist, das Medikament richtig einzustellen. Eigentlich ist gewünscht, dass nach der Einnahme von Desmopressin der Arzt das Kind engmaschig sieht, bzw. engmaschig ein telefonischer Kontakt mit den Eltern sein sollte, um zu besprechen, ob das Medikament hilft, ob ggf. die Dosis erhöht werden sollte u.a.m.
Ruf den Arzt an oder bespricht mit ihm, wie weiter verfahren werden sollte. Ggf müssen Sie den Arzt wechseln, wenn sich dieser nicht genügend um sie kümmert icon_wink.gif
G.Grünebaum

Nutzer 1182 08.02.10 [09:34]

Hallo,
vielen Dank fuer Eure Antworten.
Ich bin seinerzeit (schon vor ca. 2 Jahren) bei der Kinderaerztin gewesen. Sie meinte immer, dass wuerde sich selbst geben. Erst seitdem er die 5 ueberschritten hat, hat sie nach eingehender Ultraschall Untersuchung mir Desmotabs verschrieben. Ich habe das Praeparat aber zunaechst nicht gegeben, weil ich damit kein gutes Gefuehl habe. Danach sind wir mit ihm staendig zum Urologen gegangen. Er hat die Reizblase festgestellt und ihm noch ein zusaetzliches Praeparat verschrieben, welches die Blase weiten soll. Weiter hat er mir geraten, ihm keine Einlage etc. in den Schlafanzug zu tun, eben aus psychologischen Gruenden. Hab ich alles verstanden und gemacht. Wenn man aber monatelang im Nasse liegt, das Kind staendig verschnupft ist, weil er alles nass hat, die Einlagen und Bettwaesche, Inlet, etc. alles fast taeglich gewaschen werden muss, dann kann man irgendwann nicht mehr. Dazu kommt, dass er nachts eben zu uns ins Bett kommt, finde ich in seinem Alter auch noch normal. Jedoch hatten wir dann natuerlich unser Bett auch nass. Dies alles hat der nette Urologe so gar nicht verstanden und meinte, da muessten wir konsequent ihn in sein Bett schicken. Das finde ich geht gar nicht, zumal wir in dieser heissen Phase auch noch weiteren Nachwuchs bekommen haben und da kann ich das Kind doch nicht abschieben. Ich werde jetzt nochmal die Kinderaertzin fragen. Ich hatte dies schon vor einer Woche getan, sie meinte nur, ich solle wieder ein Trinkprotokoll fuerhren/////gaehn...hatten wir alles bis zum Erbrechen schon.... und das Praeparat drei Monate durchgeben.
Danke trotzdem nochmal fuer die Antworten.

pacal 08.02.10 [16:05]

Hallo Steff74,

das Medikament 3 Mon. lang gegeben und keinerlei Besserung in Sicht? Der Arzt hat keine weiteren Kontrollen, Blutuntersuchungen, etc. gemacht? Dann würde ich aber schnellstens wechseln und einen Arzt/Urologen aufsuchen, der was von seinem Hnadwerk versteht! Weist du, wie du die Tabletten ausschleichen sollst? Sprich, wie du die Tabl. langsam reduzieren sollst bis er keine mehr bekommt? Bei meinem Sohn werden regelm. die Blutwerte kontrolliert, da er das aktuelle Medikament (Oxibutynin) zwar verträgt, aber die Leberwrte während der Einnahme erhöt waren und nach ausschleichen des Medikamnts sich die Lberwerte normalisierten! Er hatte bis letztes Jahr (April 2009) das besagtes Medikament schon einmal genommen. Dann war 1 1/2 Mon. alles bestens und dann fing es lansam wieder an, daß die U-Hose tagsüber leicht feucht wurde! Ich dachte mir nichts bei und wartete ab, daß das wieder verschwindet! Aber nachdem es dann Ende Nov. vermehrt wirde, habe ich gleich im Jan. einen Termin beim Urologen vereinbart! Und ich muß sagen, ich bin mit dem Urologen sehr zufrieden, da er mir zuhört, mir Ratschläge git, was ich tiun kann, er mir ein nützl. Medikament für meinen Sohn verschrieben hat, er Kontrollen macht, mein Sohn mit in die Behandlung einschließt und die Sprechstundenhilfen sind super freundlich!

Gruß, pacal

pacal 08.02.10 [16:24]

Jetzt habe ich doch total vergesen dir zu sgane:
Wenn noch jede Nacht das Bett naß wird, er sich auch dadurch Erkältungen, etc. holt. Dann würde ich ihm zuliebe wieder Windeln anziehen!
Erklär ihm, warum! Du machst das ja nicht zur Strafe, sinden, uim ihm zu helfen! Es ist ja auch für deinen sohn eine psychische Belastung, wenn ständig das Bett naß ist! Und wenn du dann auch noch jeden Tag das Bettzeugs waschen mußt...! Also da würde ich schauen, daß er eine Windel anbekommt! Du kannst ihn auch "aufmuntern" und ihm erklären, daß enn die Windel morg. trocken ist, daß er dann ein Smilie bekommt. Diese Smilies kannst du mit deinem Sohn selbst basteln! Und wenn er z.b. 5 Smilies zusammen hat, darf er sich was wünschen. Einen ganz speziellen Wunsch, wie z.b. einen Tag im Schwimmbad oder was er auch immer sich gerne wünscht.
Hast du schon ein Blasentagebuch geführt? Da schreibt man auf, wann das Kind wieviel trinkt, wann es auf Toilette geht, es pinkelt in einen Meßbecher, damit man aufschreiben kann, wieviel es Urin gelassen hat, ob das Kind Harndruck hatte. Und auch die Nachtwindel, wieviel Pipi darin ist (leere Windel wiegen. Dann am morg. die volle Windel wiegen und das Gewicht der leeren abziehen), schreibt man auf. Dieses Tagebuch führt man über zwei bis 3 Tage. Am besten am Wo.-ende, wo man Zeit für hat, so ein Buch zu führen! Das kann dem Arzt auch sehr viel zeigen, ob das Kind eine zu kleine Blase hat, ob es viel Pipi läßt oder häufiger kleinere Mengen, etc.!

WEis ein Freund in seiner Klasse über bestehendes Problem bescheid? Bzw. dessen Eltern? Wenn ja, dann kann er, wenn er den mal möchte, bei dem Freund übernachten! Mit den Kids kann man vorher darüber reden, was dein Sohn hat, etc. und dann versteht das Gastkind auch, warum er Nachts noch Windeln trägt! Ihr könnt es auch so machen, daß zuerst der Freund bei deinem Sohn übernachtet! dann ist dein Sohn bei der ersten Übernachtung in vertraueter Umgebung und wenn was schief gehen sollte, kannst du und/oder er schneller und angbrachter reagieren!
So war es vor längerer Zeit bei meinem Sohn, als er bei einem Freund übernachtet hat. Dessen Mztter und ich kennen uns schon, seit unsere Kids gerade mal 1 Jahr alt waren! Und wir kennen unsere Kinder, welche "Probleme" der eine hat, was der eine nicht mag und der andere gerne tut, etc.!

Noch eine Sache, bevor ich meinen Mamutbeitrag beende! Bitte laß deinen Sohn nachts schlafen! Es bringt nichts, wenn du ihn nachts immer wieder weckst und ihn zur Toilette begleitest! Erstens ist das Kind wahrscgeil. icht ganz wach und bekommt das nicht richtig mit. Dann ist die Nachtruhe beiderseits unterbrochen und gestört, was sich dann in der Laune tagsüber bemerkbar macht! Damit ist niemandem geholfen! Und zweitens, wenn nachts eine gewisse Menge bestimmter Hormone ausgeschüttet werden, wacht ein Kind von alleine auf, wenn es auf Toilette muß! Ist wie bei uns Erwachsenen! Die wachen auch auf, wenn sie nachts auf Toilette müssen!

Also, nochmals gute Besserung für deinen Sohn.
Gruß, pacal

Nutzer 1182 09.02.10 [07:32]

Hallo Pascal,
danke fuer Deinen Mammutbeitrag icon_smile.gif. Da das Ganze bei uns ja auch schon eine Weile anhaelt und wir schon einiges durchhaben, haben viele Tipps schon gemacht. Mein Sohn zieht schon sehr lange wieder eine Einlage oder auch Windeln an. Mein Mann und ich waren naemlich auch der Meiinung, dass dies psychologisch noch viel schlimmer ist, wenn er staending frustriert morgens aufwacht und merkt, dass alles um ihn herum nass ist. Deswegen habe ich mit ihm gesprochen und das war auch ok, zumindest momentan....
Auch Uebernachten zum Abschluss im KiGa klappt so einigermassen, wobei er nicht wollte, dass ich mit einer Erzieherin im Vorfeld darueber spreche, das war ihm peinlich und das habe ich dann auch gelassen. Er hat das mit Schlafsack und darin dann morgens umziehen, ganz gut hingekriegt.

Blasentagebuch / Trinkprotokoll fuehren wir staendig. Er ist da auch sehr pingelig und sehr gewissenhaft. Aber wie schon geschrieben, dass haben wir schon zum 10000 Mal gemacht und ich finde nicht, dass sein Trink- bzw. Urinverhalten sich so sehr aendert.

Vielen Dank fuer Deine Tipps zum Medikament. Ich habe naechste Woche einen Termin und dann werde ich darueber nochmal sprechen. Mal sehen, vielleicht ist auch irgendwann mal von selbst alles beendet..

VIelen Dank!