Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Desmopressin als Nasenspray

briho79 14.10.08 [15:26]

Hallo!
Ich habe jetzt doch schon an mehreren Stellen gelesen, dass Desmopressin nicht mehr als Nasenspray verschrieben wird. Warum ist das so. Finde die Stellen leider nicht mehr. Der Arzt meiner Tochter hat nämlich genau dieses verschrieben und auch nicht weiter gesprochen über ausschleichen und so weiter. Aber im Grunde müsste er als kompetenter Arzt mir das doch alles im Voraus genau erklären, oder nicht? Gibt es vielleicht eine Ärztehotline, wo man sich am Telefon beraten lassen kann?
Wäre froh, wenn mir schnell jemand antwortet.
Liebe Grüße briho79!

briho79 14.10.08 [15:43]

Also ich habe jetzt bei der Frau Dr. Zimmermann in Ludwigsburg und bei dem Herrn Dr. Burger in Kornwestheim angerufen, weil die hier in der Ärzteliste drinstehen und die behandeln das jeweils nur bei den eigenen Patienten. Wie kommt man denn dann an einen Experten dran, wenn sich der eigene Kinderarzt nicht auskennt und die anderen nur die eigenen Patienten nehmen.

giraffenfan 14.10.08 [21:43]

ich kann dir dazu nur schreiben, dass meine kinderärztin auch sagte, dass das nasenspray nicht mehr verschrieben und genutzt werden darf. leider weiß ich nicht mehr genau warum, glaube aber mich zu erinnern, dass es mit verletzungen der nasenschleimhaut zu tun hatte. gruß giraffenfan

pacal 15.10.08 [12:53]

Hallo briho,

wenn ich deinem Posting richtig entnehme, bist du mit deinem Kind beim KiA in Behandlung?!!
Ich würde mir vom KiA eine Überweisung an einen Urologen rausschreiben lassen, der dann einmal alles genau abklärt! Damit man auch weis, welche angbrachte Therapie notwenig ist!
Nasenspray allgemein ist deswegen schlecht, weil es die Nasenschleimhäute austrocknet!

pacal

pacal 15.10.08 [12:55]

Schau mal hier; Habe dazu was gefunden:
http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2007/06-2007-11-desmopressin.htm

pacal

Gabriele Grünebaum 15.10.08 [23:19]

In der Darreichungsform als Nasenspray wird Desmopressin bei der Diagnose BETTNÄSSEN, also Enuresis, nicht mehr verschrieben. Es ist bei dieser Darreichnungsform zu unerwünschten Nebenwirkungen gekommen, die zu dieser Entscheidung geführt hat. Als Tablette ist es bei Enuresis, die in Folge einer Unterproduktion des Antiwasserlasshormons Desmopressin auftritt, immer noch empfohlen. Es gibt die Tablette mittlerweile sogar als Weiterentwicklung - nämlich als so genannte Schmelztablette, die deutlich besser vom Körper resorbiert wird. Für die Schmelztablette gibt es auch eine europäische Zulassung für die Enuresis, aber leider (noch) keine deutsche Zulassung. Die Schmelztablette wird daher derzeit nur über die internationalen Apotheken abgegeben.
Übrigens gibt es neueste Studien zu Desmopressin. Wenn das Medikament bei einem Hormonmangel verordnet wird und richtig eingenommen wird und dann nach ca. 3 Monaten RICHTIG ausgeschlichen (langsam abgesetzt) wird, liegt die langfristige Erfolgsquote bei ca. 90%.
Leider kennen zu wenige Ärzte die neusten Untersuchungen. Die Deutsche Enuresis Akademie e.V. in Frankfurt ist bemüht, diese Studien bekannter zu machen. Wer hierzu noch Fragen hat, kann uns gern schreiben. Uns liegen diese Studien vor.
Gabriele Grünebaum

briho79 17.10.08 [19:39]

Hallo! Vielen Dank für die schnellen Antworten. Werde jetzt doch mal noch nen Termin beim Urologen ausmachen. Mal schauen was der so schreibt.
Also vielen Dank nochmal.