Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Bin am verzweifeln mit meiner Tochter 9 Jahre alt

briho79 26.08.08 [16:32]

Hallo! Ich bin neu hier und stehe kurz vor der Verzweiflung, weil meine Tochter mit 9 Jahren immer noch jede Nacht einnässt. Von irgendwelchen Pädagogen und Psychologen bekomm ich immer nur zu hören, dass es psychisch ist, da man organisch alles ausschließen konnte. Aber trotz allem sollte man das Problem doch mal angehen. Wir haben auch schon alles mögliche probiert. Von der Klingelhose über jede Stunde wecken( hinterher war ich ein körperliches Wrack) bis hin zu unten rum nackt schlafen. Mein größtes Problem ist im Moment, dass bei meiner Tochter die Pubertät eingesetzt hat. Sprich sie bekommt ihre Schambehaarung und die Brüste fangen an zu wachsen. Ich habe so Angst, dass sie bald ihre Periode bekommt und dann immer noch ins Bett macht. Windeln helfen auch nicht immer, da sie manchmal so viel einnässt, dass selbst die Windel überläuft. Außerdem sind die ja nicht grad billig. Aber ohne Windel bekomm ich ein anderes Problem und das heißt Wäsche.
Jetzt habe ich hier schon mehrmals den Begriff "DESMOPRESSIN" gelesen, kann aber nichts damit anfangen. Wer kann mir denn erklären, was das genau ist und wie dieses Medikament wirkt.
Ich habe außerdem das Gefühl, dass vielmehr unten raus kommt, als sie oben reinleert.
Wer kennt dieses Problem auch noch?
Wäre für jeden Tipp und für jede Hilfe dankbar.

Maren 26.08.08 [19:14]

Hallo briho79!

Ich bin 11 Jahre alt. Enuresis habe ich schon seit ich 4-5 Jahre alt war. Bei mir ist es exakt genau so. ( Bin auch in der Pubertät) windeln habe ich noch nicht aus probiert (und werde sie warscheinlich nie ausprobieren.) Ich habe auch schon Klingelhose probiert. Hat allerdings auch nicht geholfen. Nun bin ich so weit, dass ich ( zum 2. Mal) MINIRIN 0,2 mg nehme. Habt ihr eigentlich schon MINIRIN ausprobiert? Bei mir hilft das super!
So wie ich das bei einem Text gelesen habe ist Despopressin MINIRIN.? Bei dem Text steht auch das Despopressin den Wirkstoff hat, den MINIRIN auch hat. Aber wie gesagt ich bin mir nicht sicher.

Alles Gute
Maren

Maren 26.08.08 [20:28]

Nachtrag:

Hat jemand MINIRIN lange genommen bzw. weiß, ob es bei langer Einnahme Nebenwirkungen geben kann?

Danke im Vorraus

Maren

Maren 26.08.08 [20:31]

Hallo

Wie ich gerade festgestellt habe ist niriniM ( bitte lest es von hinten nach vorne Das gleiche wie desmopressin

briho79 26.08.08 [21:53]

Hallo Maren!
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Auch mal interessant es aus den Augen eines Kindes und nicht der Eltern zu hören. Dem eigenen Kind glaubt man ja doch immer nicht so recht, wenn dann kommt :" ich merke es nicht, wenn ich muss!" Man stößt da als Mutter leider sehr schnell an seine Grenzen. Das mit dem Desmopressin werde ich auf jeden Fall beim Kinderarzt mal ansrechen.
Liebe Grüße briho79!

EvaE. 27.08.08 [14:37]

Hi Briho79, M I N I R I N (hihi Maren, so gehts vielleicht auch?) hat wohl auch langfristig keine Folgeschäden. Es wird wohl hauptsächlich für die Langzeittherapie bei einer besonderen Sorte von Diabtes verordnet und da nehmen es die Patiernten ewig. Wie mein Arzt mir sagt, liegen mehrere jahrzehnte Erfahrungen mit dem Medikament vor.
Ich würd es auch mal versuchen, weil so wie du schreibst, scheint deiner Tochter ja nachts besonders viel zu pinkeln und das kann ja ein Hinweis darauf sein, dass ihr das Hormon fehlt, welches durch MINIRIN ersetzt wird.
Aber kleienr Tipp: nicht alle Ärzte kennen sich damit gut aus. Such dir einen Arzt, der das Zeug nicht alle Naeslang verschreibt und sich vor allem damit auskennt, es wieder richtig !!!!! abzusetzten. Das scheint das A und O dabei zu sein, ob es als erfolgreich gilt.
Mein Mann und ich wir haben uns mittlerweile richtig schlau gemacht. Wenn du noch Fragen hast, antworte ich gern (so weit ich kann). Eva

pacal 01.09.08 [17:09]

Hallo briho,

Kopf hoch!
Versuch das Bettnässen nicht zum Thema zu machen! Klar, schwieriger gemacht, als gesagt! Aber ich selber habe bei meinem Sohn festgestellt, daß je weniger ich das Thema anspreche/zumThema mache, um so eher klappt es, daß er trocken ist/bleibt! Sicher hast du schon eines meiner Postings gelesen: Mein Sohn (wird in ein paar Tagen 6 Jahre) näßt tags und nachts ein!
Nachts bekommt er seit gut 3 Monaten Nocutil Tbl.! Und seither ist er nachts "trocke"! Ich setzte es deswegen in Anführungsstriche, weil man erst vom trocken sein reden kann, wenn es länger als ein halbes Jahr andauert, daß ein Kind nicht mehr einnässt!
Es ist sehr wichtig, daß du einen guten Kinderurologen findest, der das Thema angeht! Daher ist es auch wichtig, da0 du mit deiner Tochter zum Kinderarzt gehst, daß Einnässen bei deinem Kinderarzt ansprichst! Der kann dir evtl. Ratschläge und Hilfestellung bieten! Das wichtigste aber ist, daß er dir eine Überweisung an einen Urologen raußschreibt!!!
Du kannst schauen, wo in deiner Nähe ein Urologe ist, der das Spezialgebiet Kinder hat! Der geht das Thema an und hilft, etc.!
Bei den Tbl., die mein Sohn erhält, ist es wichtig, diese nach einem bestimmten Schema, das ich vom Urologen bekommen habe, zu geben! Ansonsten wäre alles "für die Katz" gewesen! Und bei meinem Sohn bin ich gerade wieder am Ausschleichen (Reduziern) der Tabletten!

Wie ist denn das Trinkverhalten deiner Tochter?
Trinkt sie über den Tag verteilt viel und gegen abend hin weniger? Denn das ist wichtig! Daß man tagsüber viel trinkt und gegen Abend hin das Trinken reduziert! Damit die Blase abends nicht mehr so voll ist!
Mein Sohn trinkt nach 16 Uhr keinen Saft mehr, weil ich festgestellt habe, daß Saft die Blase meines Sohnes treibt. Sprich, dann muß er vermehrt pieseln und dann war auch oft das Bett naß!
Auch geht er abends, unmittelbar vor dem Schlafen gehen, auf Toilette und entleert nochmals die Blase!
und abends zum Abendessen (18/18.30) bekommt mein Sohn noch ein Glas Leitungswassser und dann nichts mehr!Höchstens ein paar Schluck Wasser nach dem Zähneputzen!
Bei MINIRIN habe ich erfahren, daß es wichtig ist, das Trinken gegen Abend zu reduziern, damit keine Schäden der Nieren entstehen können!
Hmmmm...? Wenn du noch Fragen hast, melde dich nochmal! Ich möchte dir gerne helfen! Denn ich weis, wie es ist, wenn ein Kind einnässt!

pacal

briho79 02.09.08 [10:28]

Hallo EvaE und Pacal!
Ich bin sehr froh, dass man sich hier mal austauschen kann, mit Leuten, die es direkt betrifft und nicht immer nur die ( sicher gut gemeinten ) Ratschläge der Ärzte zu hören bekommt. Meistens schaue ich schon drauf, dass meine Tochter abends nicht mehr viel trinkt und vor allem nichts süßes. Sie nässt zwar bei allem was sie trinkt gleichviel ein, aber sie trinkt weniger, wenn es nicht sooooo gut schmeckt. Das Problem ist nur, dass ich häufig abends noch arbeiten muss und da ich alleinerziehend bin, kann ich das dann natürlich leider nicht immer so gut kontrollieren. Auch das mit dem vor dem schlafen aufs Klo gehen hilft nichts. Bei meiner Oma hat es jetzt zwei Nächte geklappt, aber meine Oma ( sie ist 79 ) muss selbst nachts 2-3 mal raus und hat sie dann immer mit zur Toilette genommen. Aber mal ehrlich ich hab das auch schon probiert, aber ich bin nach ein paar Tagen so erledigt, weil ich ja einen Wecker stellen muss und nicht von allein aufwache.
Zum Thema macht sie es selber immer wieder. Sie weint auch, wenn sie dabei ist, wenn ich in der Apotheke Windeln holen muss und sie merkt, dass es andere mitbekommen. Naja ich hoffe jetzt halt mal, dass uns das Desmopressin hilft, wie es hier scheinbar vielen geholfen hat. Ich denke ein Erfolgserlebnis wäre für uns beide das größte.
Liebe Grüße briho79

nanana 03.05.11 [18:42]