Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten
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Behandlung mit Nocutil

Gummibaum 13.09.11 [07:56]

Hallo! Ich bin neu hier im Forum. Mein Sohn (6) ist seit etwa einem Jahr in Behandlung beim Kinderurologen. Bei ihm war u.a. die Blasenkapazität zu gering, was mit Mictonetten nun sehr erfolgreich behandelt wurde. Nun steht die Nacht an. Laut Miktionsprotokoll hat sich gezeigt, dass er nachts einfach noch sehr viel Urin produziert, trotz 2x2 Mictonetten war das Bett jede Nacht nass (er schlief dabei weiter und wachte davon nicht auf), so dass wir dann wieder auf Windel umgestiegen sind. Mittlerweile ist das ein Problem für ihn, denn die kleine Schwester schläft nun auch ohne Windel. Nun haben wir die Behandlung mit Nocutil begonnen - bisher mit Windel (die auch immer noch sehr gut gefüllt ist). Wir haben nächste Woche einen Termin beim Kinderurologen, bisher nimmt er auch nur 1 Tablette, man muss ja erst mal abwarten.
Aber wie sind eure Erfahrungen? Ist es kontraproduktiv, ihm momentan noch eine Windel anzuziehen?

LG

Gabriele Grünebaum 13.09.11 [08:37]

Hallo Gummibaum, die Reihenfolge der Behandlung scheint sinnvoll. Erst einmal kümmert man sich um die Tagesproblematik bzw. die Blasengröße. Wenn sich jetzt zeigt, dass zusätzlich auch eine so genannte Polyurie vorliegt, kann man gut mit Desmopressin behandeln.
Normalerweise versucht man es erst einmal mit einer geringeren Dosis (0,2mg) und wenn diese nicht hilft , kann man verdoppeln (also abends 0,4mg geben). Falls das Problem daran liegt, dass nachts zuviel Urin gebildet wird, sollte diese Medikation ansprechen - wenn das nicht der Fall ist, muss der Arzt neu überlegen.
Falls Desmopressin als Tabletten nicht oder nicht ausreichend wirkt, kann man auch versuchen auf die Schmelztabletten umzusteigen. Diese werden von einigen Kindern besser vertragen bzw. einige Kinder reagieren besser auf den Wirkstoff, wenn er über die Mundschleimhaut aufgenommen wird.
Der Vorteil hier ist auch dass man 1. abends keine Flüssigkeit trinken muss, wenn die Medikation verabreicht wird und 2. ist weniger Wirkstoff drin, der besser wirkt.
Sie sollten aber erst einmal 10-14 Tage abwarten. Sprechen Sie noch mal mit Ihrem Arzt.
Viel Glück
G.Grünebaum