Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

auch viel zu alt :-(

leaha_90 09.07.08 [11:50]

Hallo an alle
Ich weiss nicht genau, ob ich hier überhaupt schreiben darf oder kann... deshalb meine bitte: falls mein beitrag nicht hier hingehört (wegen meinem alter) muss ihn Frau Grünebaum halt löschen. Ich verfolge ihr forum schon seit einer weile, als mir eine freundin von eurer seite erzählte.
ich bin schon 18 und immernoch bettnässerin. das heisst ich war eigentlich lange normal trocken bis es mit 13 wieder anfing und mit der zeit immer öfter wurde. seit etwa zwei jahren kann es vorkommen dass ich mehrere monate wieder trocken bin bis es dann irgendwann wieder passiert. so ist es immer ein auf und ab bei mir. gerade ist eine ziemlich lange trockene phase leider wieder zu ende gegangen. dummerweise gerade vor meinen ferien. ärztlich hab ich mich schon mehrmals durchchecken lassen und hab auch schon vieles versucht um endlich beschwerdefrei zu sein. aber so richtig langfristig hat noch nichts geholfen.
meine frage: was tun, wenn man schon fast die hoffnung verloren hat und wie damit umgehen, wenn man bereits junger erwachsener ist? wer hat damit erfahrungen bzw gibts jemand, der das ähnlich erlebt hat und dann doch zuverlässig trocken wurde? und wenn ja wie?
würde mich riesig auf antworten freuen!
wohne übrigens in frankreich, bin aber auch deutsche... icon_smile.gif
liebe grüsse von
Lea

Gabriele Grünebaum 09.07.08 [13:19]

Hallo Leaha, wie wir sehen, verschwindet das Problem Bettnässen ja eben NICHT "automatisch", wenn man älter wird. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Therapie.
Auch im zarten Alter von 18 (und älter) leiden leider viele Menschen am Bettnässen, wenn auch es sich hier wegen der längeren trockenen Phasen zwischendrin wahrscheinlich nicht um die typische Enuresis handelt (Siehe den Text "Definition Enuresis".
Wichtig ist ein engagierter Arzt und eine gekonnte und gute Diagnostik! Der Arzt braucht sehr viele Informationen, um eine gute Diagnose stellen zu können. Tauchen die Symptome nur Nachts oder auch Tags auf? Gab/gibt es Erkrankungen im unteren Harnwegsbereich? Infektionen? Familiäre Häufungen? Tages- und/oder Nachtsymptomatik? Wie ist die psychische Situation? (um nur einige Fragen aufzuführen)
Die Diagnose sollte von einem Arzt gestellt werden, der sich sehr gut mit dem Thema auskennt. Und je nachdem, was dabei herauskommt, wird ein solcher Arzt aus einem breiten Spektrum von Therapien die richtige aussuchen.
Hilfreich für einen Arzt kann auch ein so genanntes Blasentagebuch sein, welches Sie 4 Tage und 14 Nächte lang führen sollten. Sie finden einen entsprechenden Vordruck hier auf der Seite im Bereich "Service".
Vielleicht meldet sich ja der ein oder andere selbst Betroffene hier noch.
Ich wünsche Ihnen viel Glück und Geduld.
Gabriele Grünebaum

Rita 10.07.08 [13:52]

Hallo leaha_90,
hast du schon mal den Weg zu einem Psychotehrapeut gesucht oder Verhaltenstherapeut? Vielleicht mags du dich mal im Internet unter Prof. von Gontard googlen. Ich selbst bin zur Zeit mit meinem Sohn dort in einer Spezialambulanz.
Viel Glück
Rita

Die_Kaempferin 22.09.13 [17:16]

Auch ich leider am nächtlichen Bettnässen. Zudem kann ich keine Windeln tragen, da ich (wegen einer sehr seltenen Hauterkrankung) eine Windeldermatitis habe.

Ich bin 26 Jahre alt! Ich habe das Problem seit ich 16 bin. In dem Alter bin ich von zu Hause weggelaufen und ins Heim.

In Psychotherapeutie bin ich quasi schon mein ganzes Leben!