Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Akupressur/Homöopathie

krokette 01.08.16 [10:36]

Hallo,

da sämtliche Versuche, meinen Sohn (7,5 Jahre alt) nachts trocken zu bekommen, bisher gescheitert sind, würde ich es gern mal mit Akupressur bzw. Naturheilverfahren versuchen. Hat jmd. da schon Erfahrungen gesammelt?
Folgendes haben wir bereits versucht: Desmopressin, Mictonetten, Klingelhöschen, Osteopathie

Nach dem Klingelhöschen wude es besser - aber so richtig wochenlang trocken war er noch nie.

Danke für eine Rückmeldung

Gabriele Grünebaum 01.08.16 [11:54]

Hallo krokette, was war denn Diagnose, die zu den von Ihnen aufgezählten erfolglosen Therapien geführt hat?
Es gibt ja verschiedene Ursachen für das nächtliche Einnässen, die unterschiedlich behandelt werden.
Wenn ein Kind eine zu kleine Blase hat, können Mictonetten dazu beitragen, dass die Blase wächst.
Produziert ein Kind nachts "zu viel" Urin, kann Desmopressin dazu beitragen, dass die Urinmenge reduziert wird.
Trinkt ein Kind falsch (zuwenig im Laufe des Tages und abends im Verhältnis zu viel), hift es, wenn das Kind regelmässig über den Tag verteilt trinkt und die Hauptmenge (75%) bis 17 Uhr getrunken hat.
... usw ...
Gab es schon eine Diagnose? Ist ein Blasentagebuch ausgewertet worden? Welche Untersuchungen sind mit welchem Ergebnis durchgeführt worden.
Häufig wird einfach mal das ein oder andere (und oft auch noch falsch) ausprobiert. Wenn es aber nicht die für die Diagnose passende Therapie ist, ist es wahrscheinlich, dass der Erfolg ausbleibt.
Es gibt keine wissenschaftlichen Untersuchungen über Enuresis und Osteopathie, Akupunktur und andere naturheilkundlichen Ansätze.
Es ist immer sehr schade und depremierend, wenn dem Kind mit einer "neuen" Therapie Hoffnungen gemacht werden, die sich nicht erfüllen.
Alles Gute
G.Grünebaum

Yasmin K. 12.11.16 [04:40]

Hallo,
das letztere kann ich bestätigen.

Wir waren mit unserer Tochter (jetzt 7 1/2) beim Osteopaten und bei einer klassischen Homöpathin BEVOR wir jetzt in der Klinik waren und seit zwei Monaten eine Urotherapie begonnen haben (vom Kinderarzt, dem wir damals vertrauten wurden wir schlecht und unzureichend beraten/untersucht). Sie war noch nie nachts trocken und nässt tagsüber ein bis fünfmal ein. 2016 wurde jetzt eine zu kleine Blase diagnostiziert und sie muss jetzt ihr Trinkverhalten ändern.

Beide Therapien (siehe oben) haben nichts gebracht. Ich habe viel Hoffnung (und Geld!!!) reingesteckt, die ich sicher auch mein Kind gesprüt hat. Diese wurden leider entäuscht.

Mit der Urotherapie, die wir seit zwei Monaten machen geht es zäh voran, aber wir stehen ja am Anfang und es braucht viiiel Geduld.

Jedes Kind ist natürlich anders, mein weiss es nicht vorher.
Ich kann nur beschreiben, wie es bei UNS lief/läuft.

MEIN Leidensdruck ist gross, der von meiner Tochter nicht so. Sei spürt sich auch oft nicht oder hat anderes im Sinn, als auf die Toilette zu gehen (Alarmuhr pausieren wir grade - sie spürt sie nicht oder ist zu vertieft in anderes - brachte viel Stress -vielleicht klappts später!?)

Momentan bin ich entspannt, weil ich spüre das ich sie da abholen muss, wo sie steht und einfach für sie da sein muss. Die Therapeutenrennerei macht auch Stress.

Ganz liebe Grüsse und trockenere Zeiten ; )