Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Falsche Trinkgewohnheiten

Häufiger, als man glauben mag, spielen falsche Trinkgewohnheiten eine Rolle bei der Enuresis. Einige Kinder trinken morgens nichts oder kaum etwas und nehmen die Hauptmenge ihrer Flüssigkeit erst am späten Nachmittag und Abend ein. Nicht selten kann man durch richtiges Trinken das Problem Bettnässen erfolgreich behandeln.

Vormittags viel trinken!
Falsches Trinkverhalten kann die Ursache dafür sein, dass der Blase tagsüber ein wichtiger Reiz fehlt und somit die altersentsprechende Vergrößerung der Blasenkapazität verzögert ist. Bis zum Nachmittag sollte das Kind etwa 75% seines Tagesbedarfes an Flüssigkeit zu sich nehmen.

Cola-Getränke und Koffein vermeiden!
Es ist sinnvoll, spätestens ab dem Nachmittag möglichst keine oder nur wenig gezuckerte Getränke, also keine Cola-Getränke und keinen Tee oder Kaffee zu trinken. Koffeinhaltige Getränke wie Cola, Energy-Drinks, Tee oder Kaffee regen die Urinproduktion an.

Trinkgewohnheiten ändern
Beobachten Sie Ihr Kind und ändern Sie, falls notwendig, gemeinsam die Trinkgewohnheiten des Kindes. Es gibt viele leckere Getränke, die Sie zum Frühstück und zwischendurch anbieten können und die wenig oder keinen Zucker enthalten. Verdünnte Säfte oder Kräutertees mögen die meisten Kinder gerne. Ein 6jähriges Kind sollte bis mittags etwa einen halben Liter trinken.

Trinken in Kindergarten und Schule
Leider wird in vielen Kindergärten und Grundschulen viel zu wenig darauf geachtet, dass die Kinder im Laufe des Vormittags ausreichend trinken. Einige Kindergärten bieten sogar anstatt der Frühstückspausen, die immer zur selben Zeit stattfinden und bei denen die Kinder essen und trinken, so ganannte Frühstücksbuffets an, an denen sich die Kinder bei Bedarf bedienen. Kleine Kinder haben aber häufig während des Vormittags keine Lust aufs Trinken und spielen dann lieber. Ein guter Rhythmus, den die Erwachsenen hier anbieten ist äußerst hilfreich.
Versuchen Sie es so einzurichten, dass spätestens alle zwei bis zweieinhalb Stunden eine kleine Pause eingelegt wird, die dem Trinken und dem Toilettengang vorbehalten ist. Auch die kleinen und größeren Pausen in der Schule sollten dem Trinken und dem Toilettengang vorbehalten sein.
Wenn Erzieherinnen und Lehrerinnen hierauf mehr achten, kann dies für viele Kinder eine wichtige Hilfe zu sein, ein gesundes und sinnvolles Trinkverhalten zu erlernen.