Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Anticholinergika zur Therapie des Bettnässens

Anticholinergika sind Wirkstoffe, die bei einer überaktiven Blase, auch Dranginkontinenz, Blasenspeicherstörung oder Blaseninstabilität genannt, oder bei einer kleinen Blasenkapazität eingesetzt werden.

Anticholinergika, die auch manchmal Blasenweichmacher genannt werden, stehen als Behandlung zur Vergrößerung der Blasenkapazität und Dämpfung der Blase zur Verfügung. Falls eine kleine Blasenkapazität die Ursache des Bettnässens ist, so können Anticholinergika zur Therapie eingesetzt werden.

Funktionsweise von Anticholinergika
Durch Anticholinergika wird die starke Aktivität der Blasenmuskulatur gesenkt. Dadurch erhöht sich das Fassungsvermögen der Blase. Die Betroffenen müssen nicht mehr so oft zur Toilette gehen. Bei entsprechendem Toilettentraining wird so der Tagesablauf besser planbar, weil die Blasenfunktion immer besser zu kontrollieren ist. Die häufigste Nebenwirkung stellt bei allen Substanzen Mundtrockenheit dar. Wie Studien belegen, kommt dies bei etwa 30% aller Anwender vor. Wegen dieser und anderen unerwünschten Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Verstopfung wird die Behandlung mit Anticholinergika häufig von den Patienten abgelehnt oder abgebrochen.

In Deutschland für Kinder zugelassene Wirkstoffe
Es gibt heute eine ganze Reihe von Substanzen, die alle nach diesem Wirkprinzip funktionieren. In Deutschland sind dies Medikamente mit den Wirkstoffen

  • Oxybutinin
  • Propiverin (z.B. Mictonetten)