Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Motivation steigert den Erfolg
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder bessere Chancen haben, durch eine Therapie trocken zu werden, wenn sie hoch motiviert sind.

Aktiv mitmachen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Kind aktiv an der Therapie zu beteiligen. Zunächst einmal stellt sich die Frage, ob das Kind überhaupt trocken werden will. Erst wenn das Kind so weit ist, das ist häufig spätestens, wenn es in die Schule kommt, kann es richtig losgehen.

In Gespräche einbinden
Wichtig ist es, Kinder in die Therapie einzubeziehen. Und das beginnt damit, dass sie während der Untersuchungen und Gespräche, die zum Thema Bettnässen stattfinden, als Partner teilnehmen. Der Arzt sollte die Kinder immer wieder selbst befragen und ihnen die Problematik und die vorgeschlagene Therapie altersgerecht erklären.

Offen miteinander sprechen und gemeinsam Hilfe suchen
Sprechen Sie mit Ihrem Kind offen darüber, wenn Sie das Bettnässen beschäftigt und belastet. Je älter die Kinder sind, um so besser verstehen Sie auch die Probleme der Eltern mit dem Thema. Einem 11 jährigen Kind können Sie durchaus verständlich machen, dass das viele Wäsche waschen  oder der Einkauf der Windeln sie belastet und sie gemeinsam nach Lösungen finden wollen. Eine deutliche und ehrliche Aussage der Eltern kann dem Kind den Rücken stärken, den Wunsch nach einer Therapie verstärken und die Zusammenarbeit mit dem Arzt unterstützen.

Sonne/Wolken-Kalender
Einige Ärzte gehen fälschlicherweise davon aus, dass ein Sonne/Wolkenkalender, den die Kinder führen können, allein dazu beitragen kann, ein bettnässendes Kind trocken zu bekommen. Durch einen Kalender allein, kann aber ein Kind meist nicht trocken werden. Er kann und sollte lediglich zur Unterstützung einer sinnvollen Therapie dienen und die Motivation steigern, diese Therapie - sei es eine medikamentöse Therapie oder eine Verhaltenstherapie (Urotherapie) - zu unterstützen.