Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Die häufigsten Fragen zum Thema Bettnässen

Allgemeine Fragen zum Bettnässen

Was bedeutet Enuresis nocturna?

Der Zusatz "nocturna“ wird hier nicht mehr verwendet. Es handelt sich um eine veraltete Terminologie, die ersetzt wird durch den Begriff der Enuresis oder des Bettnässens. Falls ein Kind tags und nachts einnässt, so handelt es sich um eine zweifache Diagnose: Inkontinenz tagsüber und Enuresis = Bettnässen oder nächtliche Inkontinenz nachtsüber. Entsprechend der von der Enuresis-Akademie vorgeschlagenen einheitlichen Terminologie soll der missverständliche Begriff "Enuresis diurna" nicht mehr und der Begriff "Enuresis nocturna" nur dann verwendet werden, wenn er zu Verdeutlichung des nächtlichen Einnässens sinnvoll ist.

Was bedeutet Enuresis diurna?

Der Begriff der "Enuresis diurna" wird hier nicht mehr verwendet. Es handelt sich um eine veraltete Terminologie, die ersetzt wird durch den Begriff der Tagesinkontinenz. Falls ein Kind tags und nachts einnässt, so handelt es sich um eine zweifache Diagnose: Inkontinenz tagsüber und Enuresis = Bettnässen oder nächtliche Inkontinenz nachtsüber. Entsprechend der von der Enuresis-Akademie vorgeschlagenen einheitlichen Terminologie soll der missverständliche Begriff "Enuresis diurna" nicht mehr und der Begriff "Enuresis nocturna" nur dann verwendet werden, wenn er zu Verdeutlichung des nächtlichen Einnässens sinnvoll ist.

Was ist eine Dranginkontinenz?

Die Dranginkontinenz, auch als überaktive Blase oder Blaseninstabilität bezeichnet, ist eine häufige Form des Einnässens, die bei Mädchen häufiger als bei Jungen vorkommt. Es handelt sich bei der Dranginkontinenz oft um eine genetisch bedingte Anlagestörung des Blasenhohlmuskels. Schon bei kleinen Urinmengen beginnt die Blase sich zusammenzuziehen wobei der Druck steigt und als Harndrang wahrgenommen wird. Ist der Drang sehr stark, müssen die Kinder sofort auf die Toilette. Häufig schaffen sie es dann nicht und nässen Hose oder Bett ein. Typischerweise gehören zur Dranginkontinenz auch die sogenannten Haltemanöver. Der erste Therapieversuch sollte darin bestehen, dem Kind eine bewusste Wahrnehmung und Kontrolle der Blasenfunktion beizubringen. Kinder müssen verstehen, was im Körper vor sich geht, um maximal motiviert zu sein. Sobald ein Harndrang spürbar ist, sollen sie sofort auf die Toilette gehen. Ist Ihr Kind von einer Dranginkontinenz betroffen und lernt gerade seine Blasenfunktion kennen, so sollten Sie die Kindergärtnerin oder der Lehrerin informieren, damit das Kind so schnell als möglich die Toilette aufsuchen kann. Falls dieses Blasen-Training nicht ausreichend hilft, kann es mit einer medikamentösen Therapie unterstützt werden. Ihr Arzt sollte sie nach der entsprechenden Diagnose über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten informieren.

Mein Kind nässt tags und nachts ein. Ist das auch Enuresis?

Beim Einnässen am Tag handelt es sich fast ausschliesslich um eine Harninkontinenz und nicht um eine Enuresis. Ursache der Harninkontinenz kann eine körperliche Anomalie sein. Meistens jedoch handelt es sich um eine psychogene oder funktionelle Störung der Blase.
Eine ärztliche Untersuchung und Abklärung der Ursache für das Einnässen am Tag ist sehr wichtig.

Was ist der Unterschied zwischen Inkontinenz und Einnässen?

Einnässen wird definiert als jede normale, zumindest weitgehend vollständige Blasenentleerung am falschen Ort zur falschen Zeit, und zwar ab dem Alter von etwa 5 Jahren.
Harninkontinenz hingegen wird definiert als jede Form von ungewolltem Harnabgang, der nicht durch eine normale Blasenentleerung zustande kommt.

Wann sollten wir mit dem bettnässenden Kind zum Arzt gehen?

Solange ein Kind noch drei oder vier Jahre alt ist und nachts das Bett einnässt, können Sie abwarten, wenn es weder dem Kind noch den Eltern etwas ausmacht.
Irgendwann, meist ab dem Alter von etwa 5 Jahren und häufig spätestens bei Schulbeginn, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Allein der Trost: "das wird schon von allein", kann das falsche Signal sein und beim Kind so ankommen, als sei Ihnen das Problem Bettnässen nicht wichtig. Mit zunehmendem Alter hat das Bettnässen häufig ein geringeres Selbstwertgefühl des Kindes zur Folge. Spätestens, wenn Sie das feststellen, ist medizinische Hilfe dringend angesagt.

Was untersucht der Arzt, wenn ich mit meinem bettnässenden Kind dorthin gehe?

Falls Ihr Kind mindestens 5 Jahre alt ist oder/und Sie und das Kind mit dem Bettnässen ein Problem haben, so wird der Arzt zunächst einmal versuchen herauszufinden, wann, wie häufig und warum das Kind nachts noch das Bett einnässt. In wenigen Fällen gibt es dafür eine körperliche Ursache wie zum Beispiel eine Blasenentzündung. Der Arzt geht das Problem daher mit verschiedenen Untersuchungen an. Zur ersten Untersuchung gehören:

Nur wenn eine der o.g. Untersuchungen Auffälligkeiten ergeben haben, wird der Arzt weitere Untersuchungen empfehlen. Andernfalls kann der Arzt aufgrund seiner Kenntnisse nun einen Therapievorschlag machen.

Warum nässt mein Kind nachts ein?

Bei 75% der betroffenen Kinder handelt es sich, wenn die Kinder nachts einnässen, um eine primäre Enuresis. Laut der Definition der ICCS (International Children's Continence Society, die Internationale Gesellschaft für kindliche Inkontinenz) spricht man von einer Enuresis, wenn das Kind häufiger als zweimal im Monat nachts einnässt und nachts noch nie länger als 6 Monate trocken war.
Die Ursache für die primäre Enuresis liegt meist an einer Reifeverzögerung, aufgrund derer nachts zu wenig ADH (ein Hormon, das die nächtliche Harnmenge reduziert) gebildet und ausgeschüttet wird. Die Blase kann die übermäßige nächtliche Urinmenge nicht fassen und entleert sich unwillkürlich. In selteneren Fällen gibt es auch andere Gründe für (nächtliches) Einnässen.
Daher sollten betroffene Eltern mit einem Arzt sprechen und klären lassen, ob andere Ursachen für das Bettnässen vorliegen, die behandelt werden sollten.

Wann ist eine Behandlung angebracht?

Eine Behandlung des Bettnässens ist nicht vor dem fünften Lebensjahr und spätestens dann angebracht, wenn der Leidensdruck beim Kind oder bei den Eltern zu hoch wird. Viele der betroffenen Kinder kapseln sich, je älter sie mit ihrem Problem werden, im Laufe der Zeit von ihrer Umgebung ab. Das Bettnässen ist ihnen peinlich und sie wollen nicht, dass andere davon erfahren. Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder, die unter Bettnässen leiden, eine geringe kognitive Leistungsfähigkeit und ein vergleichsweises geringeres Selbstwertgefühl haben. Wenn das Kind in ein Alter kommt, in dem es auch mal bei Freunden übernachten oder einen mehrtägigen Schulausflug mitmachen möchte, kann es problematisch werden. Auch für die Eltern bedeutet das häufige Wechseln der nassen Bett- und Nachtwäsche des Kindes auf Dauer eine große Belastung.
Wenn also der Stress bei Ihnen oder Ihrem Kind das erträgliche Maß übersteigt, sollten Sie sich und Ihrem Kind von Ihrem Arzt helfen lassen. Er kann Ihnen am besten erklären, ob eine Behandlung nötig oder sinnvoll ist und wie diese aussehen kann.


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