Initiative Trockene Nacht - Guter Tag - Rat und Hilfe für Bettnässer und Enuresis-Patienten

Diagnose Bettnässen: Die Urinuntersuchung

Kommt ein Kind wegen einer Enuresis in die Arztsprechstunde, sollte in jedem Fall auch der Urin untersucht werden. Der Arzt braucht ein wenig Urin, anhand dessen er unter anderem etwas über den Zustand der Nieren, der Harnröhre, der Harnleiter und der Harnblase erkennen kann. So kann der Arzt recht schnell feststellen, ob z.B. eine bakterielle Infektion (Blaseninfektion) vorliegt, die möglicherweise Ursache für das Einnässen ist.

Wie funktioniert die Urinuntersuchung?
Für die Untersuchung des Urins muss das Kind lediglich in einen Becher urinieren. Am sinnvollsten ist es, wenn der so genannte Mittelstrahlurin untersucht wird, d.h. es wird zuerst ein wenig in die Toilette uriniert und dann erst eine Probeportion in einem kleinen sauberen Becher für den Arzt gesammelt. Der Arzt fragt dann auch, wie uriniert wird und einige Ärzte hören auch schon mal selbst hin, während das Kind uriniert. Uriniert das Kind in einem festen Strahl, ist der Urinstrahl stotternd und unterbrochen, oder tröpfelt es eher? Ein gesundes Kind hat einen starken, nicht unterbrochenen Harnstrahl, wenn es uriniert.

Was wird untersucht?
Anhand einer Urinprobe können u.a. folgende Parameter bestimmt werden:

  • pH-Wert des Urins
  • Eiweißgehalt
  • Zuckergehalt (Glukosegehalt)
  • Nitritgehalt
  • Bilirubin
  • Ketone
  • Urinsediment
  • Bakterien
  • Bestimmung des spezifischen Gewichtes

Jeder dieser Parameter kann Aufschluss über eventuell vorliegende Veränderungen oder Erkrankungen geben.